Ultraschall 4 und Ducking

Okay, ich halte die Augen auf. Wenn ich das Ducking in den Ultraschall-Settings während der Aufnahme ein und ausschalte, sollte das aber nicht “schädlich” sein, hoffe ich.

nein das funktioniert problemlos.

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nur ne Kleinigkeit die mir, weil ich’s so selten benutze erst jetzt aufgefallen ist.
Wenn ich eine Soundboard-Spur nicht via Tabstop oder “Rechtsklick -> Insert Track from template -> …” einfüge sondern - wie ganz früher mal - Doppelklick und dann einfach “Soundboard” schreibe, wird das nach wie vor zwar schön grün, aber der Ducking FX nicht automatisch ergänzt (war doch früher so, oder?)

nein und u.a. deshalb sollte man einen Soundboard Track immer aus dem Template heraus erzeugen.
(Das Plugin was da noch fehlt heißt “ReaComp”)

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Mal eine kleine Frage bzgl. des Themas:
Gibt es eine Möglichkeit ausgewählte Soundboard Files dem Ducking unter zu ordnen, andere wiederum nicht?
Speziell habe ich einige Tracks im Soundboard die als “Hintergrunddudelei” geduckt werden dürfen, meine Rubrikentrenner allerdings sollten möglichst nicht leiser werden wenn einer der Teilnehmer nicht aufpasst und drüber quasselt. Im Idealfall sollten bei diesen Tracks sogar die Spuren der Teilnehmer geduckt oder sogar gemutet werden.
Falls es da noch keine Funktion gibt die ich auf den ersten Blick nicht sehe? Falls nicht könnt Ihr das gern als Anregung ansehen (Ein kleiner Haken im Soundboard der ausgewählte Tracks vom Ducking ausschließt, respektive die anderen Tracks beeinflusst) :wink:

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Bei mir leider nicht. Hatte heute genau das Problem. Wir haben erkannt, dass über den Stream geduckt wird und wollten die Funktion in den Settings ausstellen. Sobald ich aber die Funktion deaktiviere fängt es bei den Leuten, die in Studiolink zugeschaltet sind, an zu rauschen bzw. der Ton wird merklich schlechter. Kaum schalte ich die Duckingfunktion wieder an, sind alle Stimmen wieder schön hörbar. Man könnte sich immer muten wenn ein Titel losgeht aber das wäre feiner Ducking ein/aus zustellen und einfach auf Preshow zu drücken, dann untereinander reden und absprechen was als nächstes kommt usw.

Ich hab einen neuen Laptop - Windows 10 - Focusrite Scarlett 6i6 - Internet ist über Lan und ausreichend.
In Ultraschall haben wir 2 Studiolinkspuren (Teilnehmer haben auch Lan) und eine Soundboardspur.
Ich hab bei allen Ultraschall Dynamics und ReaEQ drauf.

Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen. Beschäftige mich schon länger mit Ultraschall und versuche alles selber rauszufuchsen, aber jetzt steh ich ein wenig an.
Liebe Grüße

PS: wir sind währenddessen über Zoom verbunden und da is auch mein focusrite als audioquelle eingestellt aber auf stumm geschaltet.

Ahhhh… sehr schön, dass ich diesen Thread gerade (erst) sehe (nun ja, besser spät als …). Ich bin ja so froh, dass ich kein „Einzelschicksal“ bin :wink:
Auch Ich habe in den letzten Tagen mit dem Ducking-Template herumgespielt.
Ich habe auf die Soundboard-Spur direkt mehre Soundfiles gelegt, und zwar exakt so, wie ich sie brauche und auf der anderen Spur meinen Text dazu eingesprochen. Die Soundfiles sind exakt so arrangiert, wie ich’s gerne hätte - deswegen verbietet sich eine Endlosschleife.
Ich habe mit dem ReaComp so lange herumgespielt, bis es fast passte, aber dann gab es
bei manchen Stellen dann eben doch hie und da ein „Loch“, wo die Musik zu laut wurde und die
Sprache abgesoffen ist.

Wäre es sehr aufwendig für Dich @rstockm , auch für sog. Schnitt-Editions so ein DuckingPreset zu zaubern? Ich finde nämlich grundsätzlich das Handling in US wesentlich genialer als bei Adobe Audition, mit dem ich das bisher (mehr schlecht als recht) bewerkstelligt habe.

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Was meinst Du mit Schnitteditions? Die Edit-Routing-Einstellung?

Jetzt, wo ich das nochmal lese, finde ich es auch ungeschickt ausgedrückt und verwirrlich :slight_smile:

Nun, das Ducking mit dem Soundboard ist von der Idee ja her so angelegt, das während der Aufnahme oder LiveStreamings irgendeine LaLa im Hintergrund läuft, die man allenfalls anhalten, faden etc. kann.

Jetzt gibt es aber ggf auch Situationen, wo man ggf. einen Jingle produzieren will. Nur als Beispiel.

SprachSpur 1 (ggf. auch Sprachspur 2).
SoundSpur: Musik 1 (spezieller Ausschnitt) gefolgt von Sound1, Sound2 gefolgt von Musik 2 (auch spezieller Auschnitt).

Also: ganz „normales“ Ducking, bei dem man die Musik/Soundspur konkret mit entsprechenden Files
belegt und zurechtschneidet.

Hi,

ich baue solche „Trailer“ für meine Folgen und nehme ich kein Soundboard. Da sind eher die Funktionen für „gebaute Beiträge“ gut.
D.h. eine Spur heißt Musik und da richte ich das Ducking manuell wie früher ein. Klappt wunderbar!

Nur: Das Magic-Routing muss man ausschalten, sonst wird beim öffnen des Projekts jedesmal das Routing kaputt gemacht.

Hm, nachdem ich mittlerweile schon dringend zum Friseur muss, nachdem ich seit Tagen mein Studio nicht mehr verlassen habe, um das vernünftig hinzubekommen … kannst Du @SebastianStix das mal kurz darlegen, was das genau heisst? :wink: (bzw. wie Du das machst …)

Danke!

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So, jetzt muss ich noch mal ran und mich betr. Ducking ein wenig konkretisieren, nachdem ich mittlerweile auch andere Beiträge zu diesem Thema aus der Vergangenheit gesichtet habe und es für dieses Szenario wirklich nirgends auf den Punkt gebracht wurde (zumindest für mich nicht).

  1. Zunächst meine Erkenntnis:
    Das Ducking im Soundboard ist nicht für „gebaute“ Beiträge (Jingles etc) geeignet.
    Hat auch niemand behauptet, ich sach nur.

----> Nur um diese „gebauten“ Beiträge geht es mir hier. <----

  1. Das auch im Soundboard mit angebotene Plugin „ReaComp“ ist hierfür offenbar das geeignete
    Tool (alternativ dazu auch ReaGate).

Ich habe nunmehr Tage bis hin zur völligen Aufgabe damit zugebracht, das System dahinter zu verstehen. OK, ich habe länger gebraucht als andere (mein pP, OK :wink: ), aber nu is gut,
genug gelesen und ausprobiert, jetzt müsste es klappen.
Tut es aber nicht. Ich habe offenbar alles getan, nur nicht das Richtige.

Simples Szenario:

Voiceover mit Musik (fertige Spuren)
Spur 1 - Sprache
Spur 2 - Musik

Die Musik auf Track 2 soll abgesenkt werden, sobald auf Track 1 gesprochen wird und bei Sprechpausen wieder auf den ursprünglichen Level angehoben werden (Ducking halt ; - )

Dafür wird Track 1 (Sprache) nicht mehr auf den Master, sondern via Send auf Track 2 -> Kanäle 3/4 geroutet.

Track1

.
Das Routing auf Track 2 mit der Musik sieht dann so aus:
.

Track2-Musik
.
Hier sieht man auf der rechten Seite, dass der Receive von Sprache eingerichtet ist.

Wenn ich das so mache, kommen im Musik Track auch die Sprachsignale von Track 1 an, hier
ein Blick auf den ReaComp:

Track2-ReaComp

Wenn ich den Treshhold-Regler links bewege, kann ich damit das Ducking der Sprache
beeinflussen - das kann ich an den Anzeigen erkennen. :+1:
Hören tue ich allerdings nur die Musik von Track 2. :-1:
Wenn ich rechts unten auf "Preview" klicke, höre ich alternativ die Sprache (Musik nicht mehr).
Bitte das Bild im Bild ganz rechts beachten (Routing von Track 2), ggf. die Bilder verkleinern.

Und so sieht die Routing Matrix aus:

RoutingMatrix

Nach meinem Verständis darf die Sprache nicht über den Mastertrack ausgegeben werden, da ich Spur 1 auf Spur 2 gelegt habe und dort die Summe ausgebe.

Da ich im ReaComp die Signale gegenseitig beeinflussen kann, kommen sie offenkundig auch
alle dort an. Nur hören tue ich nur die Musik (oder ggf. nur die Sprache mit PreView).

Da stellt sich natürlich auch die Frage, wie ich das rendern soll, mal abgesehen davon, dass
ich es ja gar nicht vernünftig einstellen kann, wenn ich immer nur entweder-oder höre.

Ich habe die letzten Tage wirklich alle (un-)möglichen Routings ausprobiert. Ich weiß nicht mehr
weiter.

Wäre toll, wenn jemand meinen Denkfehler aufdecken könnte, bis ich nachher vom Friseur zurück bin.

Abgesehen davon, bin ich nämlich ziemlich durch von dieser

XXXXX / PIEP – KNACKS- RAUSCH-

;-(

(Grummel, es muss doch eine Lösung geben…!)

Da liegt der Fehler. Wenn du Track 1 nicht mehr auf den Master sendest, kommt er auch auf dem Master nicht an. Und damit ist er nicht im Mix.

Den Send zum Track 2 über den Sidechannel 3/4 setzt du zusätzlich.

So wie ich das verstehe, ist genau das nicht der Fall; die Sidechannels geben quasi nur Steuerung an andere Spuren. D.h. der ReaComp bekommt zwar die Signale deiner Spur 1, nimmt sie aber nur zur Steuerung seines Einsatzes.

Eben genau nicht.

Aber insgesamt: Zu all solchen Themen gibt’s doch fast immer was präzises von @rstockm zu beschauen :slight_smile:


Ducking über den ReaComp beginnt ca. ab Min 18

Hier zum Beispiel ein Aufbau mit mehreren Spuren:
Spur 1 & 2 sind Sprecher, die sowohl den Track 3 & 4 ducken sollen.

Die sends (1 zu 3,4) und (2 zu 3,4) sind, wie du es schon beschrieben hast, per Sidechannel an 3/4 eingestellt.

Klappt so megi :slight_smile:

Bildschirmfoto 2020-07-16 um 13.26.14

Auf den Master werden trotzdem alle gesendet (blauer Pfeil)

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Warum nur dieses ganze Rumgezuppel? Das
Macht doch mittlerweile alles MagicRouting wenn man Ducking in den Ultraschall-Settings aktiviert :face_with_raised_eyebrow:

das ducking wird halt direkt ausgestellt, wenn ich in die postproduction gehe. Ab hier muss ich es erneut einstellen. Da macht das Magic Routing es nicht.

Stimmt schon. Mittlerweile fahre ich meine meisten eigenen Aufzeichnungen auch wirklich „live“, also mit Einspieler vom Soundboard, etc.

Kommt aber trotzdem immer wieder vor, dass man anderswo aufgenommene Tonspuren zum Schnitt bekommt. Entweder weil eine Folge spontan draußen auf einem Recorder aufgenommen wurde, oder weil doch etwas per SkypeZoomSchrott gemacht werden musste, etc.

Das oben beschriebene ist also echt nur für im Nachhinein gebaute Intros da, zumindest bei mir.
Ich schneide mittlerweile auch ab und an für „Kunden“ und bekomme von denen dann einfach zwei Spuren, in denen sie am Anfang eine Begrüßung sagen. Die bastle ich dann später erst auf den Jingle drauf; Ist für genaues Timing auch ein bisschen schöner.
Zumal ja das Live-Ducking auch im Nachhinein unveränderbar ist, richtig?

Oder habe ich das falsch verstanden, und der MagicRouting-Ducking Spaß geht doch auch noch nach der Aufnahme?

Im Schnitt und in der Post… Ich würde mir einen simplen Button auf der Spur wünschen: „Duck mich, wenn woanders Ton kommt“ und den Rest kann das Magic-Routing dann machen.

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oder einen „ducking“ Button, den ich nach Belieben an und aus stellen kann. wie gesagt, ich bau mir das immer neu (Side-channel aktivieren) nachdem ich all tracks for editing prepare. in der aufnähme isses an, im schnitt nicht mehr. naja, gibt schlinneres

Könnte man das Ducking nicht so umsetzen, dass es non-destructive ist in Form eines Volume Envelopes?
Dann könnte man die Spur doch mit der einkommenden Lautstärke lassen und auch das Ducking im Nachhinein noch darauf berechnen und das Eingangssignal wäre weiterhin 1:1, oder habe ich einen Denkfehler?

Ich stell mir das so vor, dass das Ducking die Kurve wie hier mit der Maus beeinflussen würde…