#subscribe9: Warum du mehr Begeisterung in deine Stimme legen solltest

Tag 2: 28.10.2017
14:15 - Warum du mehr Begeisterung in deine Stimme legen solltest… (Kleiner Sitzungssaal) von Steffi Schwarzack

Steffi Schwarzacks Podcast: „zeig dich & sprich

Einstimmung mit 2 Musikstücken

  1. Winter Walk (melancholisch, ruhig, traurig)
  2. Seduce Me (aktiv, sogar nervig)

Experiment zur Atmung

Übung: Person A spricht ohne Pause, Person B versucht A zu beruhigen

Aufwärmübungen zur Stimme

Aura-Übung: Arme nach oben strecken und einatmen; Arme kreisförmig nach unten bewegen und ausatmen
Ausschütteln wie ein Hund: Jeweils eine Hand „ausschütteln“ mit sch-Laut
Stimme fühlen: Summen bei leichten Kaubewegungen und mit den Händen die Vibrationen am Kehlkopf, dem restlichen Gesicht und am Brustkorb fühlen
Lippenflattern
Kiefermuskulatur massieren

Übung: Sprechstimme aufwärmen

Bausteine der Stimme

schnell :left_right_arrow: langsam
hoch :left_right_arrow: tief
laut :left_right_arrow: leise
mit Pausen :left_right_arrow: ohne Pausen
monoton :left_right_arrow: melödiös

Übung: Bausteine kombinieren und hörbare Kontraste aufzeigen

Wie Stimmen wirken

Beruhigend: Trophotropes Muster

  • monotone Melodieführung
  • tiefer
  • langsamer
  • leiser
  • gleichförmig

Aktivierend: Ergotrphes Muster

  • staccato, viele Akzente
  • abwechselnde Betonungen
  • Wechsel laut/leise, hoch/tief
  • große Melodiebögen
  • eher schnell

Übung: Analyse verschiedener Beispiele (Steve Ballmer, Werbung Sportcheck, Dr. Eckart von Hirschhausen)

Wie wirken verschiedene Nuancen auf Zuhörende?

Übung: Slogan des eigenen Podcasts in mehreren Nuancen von sehr beruhigend bis sehr aktivierend sprechen

Eine kleine Stellschraube verändern, sodass bei Hörenden genau das ankommt, was man vermitteln möchte.

Übungsanleitungen per Video

steffischwarzack.de/stimmfit

Sonstiges

Erst ausatmen, dann sprechen
Ted Talk: Amy Cuddy über Körpersprache
Toastmasters

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Leidenschaft und Begeisterung sind ansteckend - was bringt Dein Herz zum Singen?
Aber: das reicht noch nicht, damit meine Stimme dies übermitteln kann (Erziehung, Konditionierung, “sprich nicht so laut” …)

Ergänzung Bausteine der Stimme:
Man kann (muss) die Bausteine der Stimme üben, damit es natürlich wirkt. Immer nur eine Sache (Baustein) üben. In einer bestimmten Situation üben (z.B. am Telefon). Merkel auf Postit am Bildschirm.

Zu den Ähms:

  1. Kurze Sätze bilden
  2. Stimme geht am Ende des Satzes nach unten
  3. Ein ähm signalisiert -> es geht noch weiter. Eine bestimmte Anzahl “ähms" kann das Verständnis sogar fördern (wissenschaftlich belegt)
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von @jasowies_o

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Darf man hier #community:subscribe-9 unabhängig posten?
Ich habe mal ein Plädoyer geäußert, das ich bewusst absichtlich komplett hier poste.

Angenommen, man hat sein Thema und fühlt sich in diesem auch wohl.
Wie kann man seinen Podcast nachhaltig verbessern, wenn nicht durch die Technik? Klar, noch bessere Mikros gehen immer, noch mehr Dämmung des Aufnahmeraums geht immer, die letzte Postproduction geht immer. […] Wenn das Grundmaterial schon schlecht ist, bringt weder Technik noch Postproduction etwas.

Was ist das Grundmaterial im Podcast?
Korrekt, die Stimme. Das Sprechen. Es ist nicht schlimm, wenn ein Mikro ein bisschen rauscht oder der Podcast nicht perfekt ausgepegelt ist. Aber wenn man den Leuten nicht zuhören kann, weil die Podcaster nuscheln oder ohne Intonation sprechen, kurz: Nicht fürs Hören produzieren, dann ist das Podcasting zum Scheitern verurteilt.

Wenn ihr einen Podcast nachhaltig verbessern wollt, fangt bei eurem Sprechen an. Lernt gutes Sprechen!
Versteht, wie Stimme biologisch funktioniert. Versteht, wie ihr euch und euren Stimmapparat steuern könnt. Versteht, dass es verschiedene Stimmvariationen gibt, welche Wirkung sie haben und wie ihr diese abrufen könnt.
Die Ansätze zur Verbesserung sind zahlreich: Alle Moderatoren sprechen in ein Mikro, so wie ein Podcaster. Jeder Rhetoriker will gute Sprache erreichen, so wie ein Podcaster. Besucht Rhetorikkurse, besucht Moderatorenkurse oder macht Selbststudium. Bei letzterem seid konsequent: Man macht sich ziemlich zum Affen dabei, aber es hilft, sich seines Sprechapparates bewusst zu werden.

Ein Tipp, den man selten bekommt: Schaut euch um, ob bei euch in der Nähe Sprachförderungs- oder gar Logopädie-Schulen sind. Hier sind Schüler/-innen, die nach einem gewissen Teil der Theorie mit echten Menschen arbeiten müssen. Die Termine sind meist durch Lehrer hospitiert oder gar auf Video aufgenommen, aber dafür sind die Termine extrem günstig oder gar kostenlos.
Ich habe sowohl Sprachförderungskurse einer Logopädie-Schule mitgemacht und war Teilnehmer eines Abschlussprüfungs-Wochenendes einer Schule nach Schlaffhorst-Andersen. Gesamtkosten: Unter 50 EUR.

Es lohnt sich :slightly_smiling_face:

Danke fürs Nochmal aufschreiben und natürlich auch an Jana für die tollen Sketches. Das war der Workshop, auf den ich am gespanntesten war. Bin mal gespannt, ob ich bei meiner nächsten Folge etwas davon umgesetzt bekomme. :slight_smile: