Studio-Link und Radioarbeit


#21

Für Stimme ist es sicherlich in Ordnung (wobei man sich dann fragt, warum es unbedingt 64kbit stereo sein muss). Bei Musik hört man es aber doch sehr deutlich.

Ich würde gerne ganze Sendungen damit aus der Ferne fahren können. Von Locations mit ordentlicher Anbindung (10 MBit oder mehr) an das Studio. Welchen guten Grund gibt es da, sich auf 64kbit zu beschränken? Es sollte halt konfigurierbar sein…

Ich muss mich übrigens in einem Punkt korrigieren: Die Auswahl der Audiogeräte funktioniert (v18.12.0-alpha+501.1f543dd unter Windows 7 mit WASAPI und einer Marian Seraph D4) nicht, es wird immer das Windows-Standardgerät genutzt. Sieht man auch in der Ausgabe in der Konsole, da ist der Stern immer vor dem Standardgerät, egal welches ich in der Liste in der Web-GUI auswähle.


#22

Ich gebe dir recht. Wenn höhere Bitraten möglich sind, ist das sicherlich auch wünschenswert diese nutzen zu können. Da ich selber gar nicht mehr beim Hörfunk bin, sondern in einer öffentlichen Einrichtung arbeite ist die Möglichkeit trotzdem sehr spannend geworden. Vor allem die Einsetzbarkeit in der medienpädagogischen Arbeit, ist für mich spannend. Livesendungen aus Schulklassen oder Lesungen zu Übertragungen ohne dabei viel Equipment nutzen zu müssen.


#23

Hi Torben, über das Config File haben wir die Bitrate für den Opus stream auf 128kbit gesetzt. Klappt prima. (Standalone).
Aber klar ein paar “Expertenmodus” Einstellungen auf dem Gui wären super und auch die Soundkartenwahl.


#24

Über das Config-File? War es nicht so, dass Studio Link das jedes Mal löscht und neu erstellt? Und man sich eine eigene Version ohne das unlink() kompilieren musste, um das zu vermeiden?

Vielleicht ist meine Information da auch veraltet. Klär mich auf :slight_smile:


#25

Hi Torben sorry für die Verspätung
Wir haben die Einstellungen im Config File umgeschrieben und es dann schreibgeschütz gesetzt. Dadurch wurde es nicht mehr überschrieben.
Und wir sind/waren auch der Meinung bei der Übermittlung einen Unterschied festgestellt zu haben.
Gruss
stefan


#26

Habt ihr, @sberchtold oder @Torben , einen Audio Schnipsel um die Qualität zu vergleichen?

Gruß Felix


#27

Nein, aber du kannst ja einfach mal eine WAV-Datei hernehmen und mit opusenc einmal mit 64000 und einmal mit 128000 codieren und anhören.


#28

Da hast du Recht, gar nicht drüber nachgedacht. :slightly_smiling_face:

Hab nun mal eine Aufnahme in Reaper erstellt, als WAV exportiert und dann Opus mit 64kb/s und 128kb/s drüber laufen lassen. Persönlich höre ich keinen Unterschied.

opus_test_64kb.opus (208,1 KB)

opus_test_128kb.opus (415,4 KB)

Aber ich bin auch noch ziemlich unerfahren mit dem ganzen Audiokram.


#29

Naja, das ist eine Sprachaufnahme, da macht es wirklich keinen Unterschied.

Versuch’s mal mit Musik. Uns geht es ja darum, ganze Radiosendungen von außen zu übertragen. Nicht nur Stimme.


#30

Stimmt, ich höre da auf Anhieb auch keinen.

Dann kommt mal ein passendes Beispiel von mir. Ich habe mich dazu bei Jamendo eines cc-by-nc-sa Titels bedient, ca. 80 Sekunden geschnipselt und durch mAirList laufen lassen (Ausgabe über den Encoder in eine Datei; zeitgleich mit 64 und 128 kbps OPUS).
Der Weg durch den Encoder ist praxisnah, weil ja auch bei einer Sendung das zuspielende Studio so übertragen würde bzw. mittels Studio-Link eben genau jenen Codec nutzen würde.

Hier die beiden Musikbeispiele:


(Musik 1)
… und …

(Musik 2)

Preisfrage: Hört ihr einen Unterschied? Und, falls ja, welches hat die höhere Qualität?

  • Bei Musik 1 ist die Qualität besser als bei Musik 2.
  • Musik 2 ist das Beispiel mit der höheren Qualität im Gegensatz zu Musik 1.
  • Ich höre keinen Unterschied.

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Und jetzt kommt die extra fiese Variante:
Das ganze geht auch mit Sprache - und zwar mit einer richtig miesen. Ich habe den Google Translator einen Satz von der Studio-Link Website vorlesen lassen und diese Aufnahme ebenfalls mit beiden Qualitäten von mAirList durch den Encoder jagen und aufzeichnen lassen.
Das Hörbeispiel ist kurz, die Computerstimme ist eher schlecht und es erfordert das berühmt-berüchtigte “Goldohr”, hier den Unterschied zwischen der Grundaufnahme und den beiden Codec-Qualitäten herauszuhören.

Trotzdem, wer traut sich? :sunglasses:


(Sprache 1)
… und …

(Sprache 2)

Naaaa…?

  • Sprache 1 ist ganz klar das Beispiel mit der höheren Bitrate.
  • Nein, bei Sprache 2 höre ich eine höhere Qualität raus.
  • Willst du mich verarschen?

0 Teilnehmer

Gespannte Grüße
Uli


Hier noch die Informationen zur Musik:
Ausschnitt aus dem Titel “The Gang Bang” von Kangaroo MusiQue.
cc-by-nc-sa, abgerufen als mp3 @ 194 kbps VBR bei Jamendo: