Studio Link - BugBoard

Genau darauf gehe ich in meiner letzten Keynote ein, es tritt jetzt das hier auf:

Sprich das schwächste Glied in der Audio-Kette war bisher Skype, da war es einigermaßen egal wie gut oder schlecht die einzelnen Mikros waren. Durch StudioLink hat man plötzlich „CD-Qualität“ in der Verbindung, und hört aber entsprechend auch unbarmherzig jede Schwäche der Mikros vor Ort.

Das das aufsummierte Rauschen schlechter Mikros dann vor allem für die Sprechenden selber ein echtes Problem ist, liegt auf der Hand.

Strategisch sehe ich hier eigentlich nur zwei Wege:

  1. wieder zurück zu Skype. Ist doof, für die HörerInnen kein Fortschritt, aber die Aufnahmesituation ist wieder unter Kontrolle.
  2. systematisch die Aufnahmesituation aller (problematischen) SprecherInnen verbessern. So könnte man sich etwa das hier anschauen, die Investition hält sich mit 94 € ja doch in Grenzen.

Kein gangbarer Weg ist m.E. in StudioLink jetzt wieder komplizierte Filter und Noise-Gates einzubauen. Das löst zwar vielleicht auf den ersten Blick die Aufnahmesituation, wird aber unweigerlich zu schlechterem Klang führen und vielen Bediehnfehlern, und genau davon wollen wir - im Sinne der HörerInnen - ja eben gerade weg. Der unique selling point von StudioLink ist: „klingt wie CD, alles transparent und ungefiltert. Die Leute sitzen neben Dir auf der Couch.“ Und wenn die neben einem eben in ein schlecht klingendes USB-Headset sprechen, hört man das eben auch genau so.

Jeder Podcast muss sich jetzt eben fragen, wieviel Zeit (Beschäftigung mit dem Thema und Einrichtung) und Geld er in „Profi-Klang“ investieren möchte. Mit StudioLink und dem oben verlinkten HMC660 Headset haben wir immerhin die Investitionsschwelle pro Person von 319 € + X (DT297 plus Interface) auf 94 € (HMC660 + XENYX302) gesenkt.

tl;dr: StudioLink kann und sollte nicht die Probleme schlechter Mikros lösen. Gute Mikros sind sehr günstig.

Die Passage in meinem Talk dazu:

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