Profi-Klang für alle! Das HMC660 Headset richtig einsetzen - für unter 100 €


#21

Ganz klar: nein. Es benötigt zwingend eine Phantomspeisung, 12V sind getestet, vermutlich würden auch 9V reichen. Das Presonus liefert dann aber: 0V.
Du kannst dann nur den oben verlinkten “Vorverstärker” davor schalten, dann geht es mit ausgeschalteter Phantomspeisung.


#23

Also man spricht oben in die Röhre rein, so würde ich es formulieren.


#24

Ich bin auch auf der Suche nach einem USB-interface für 2 Personen , ich habe dabei das Behringer Xenyx Q802 USB Gefunden http://www.thomann.de/de/behringer_xenyx_q802_usb.htm . In dem Video
https://www.music-group.com/Categories/Behringer/Mixers/Analog-Mixers/Q802USB/p/P0ALM sagt er irgend was von Phantom Schaltung . Mein English ist leider nicht so gut das ich verstehe ob das jetzt heisst ein ausschalten oder ?
In der Beschreibung heißt es : Quelle Homepage Behring : The Ins and Outs
The 8-input, 2-bus XENYX Q802USB can accommodate either a dynamic or condenser microphone, thanks to available Phantom Power. The 3-band British EQ is famous for its warm, musical sound. Play music between sets via the 2-Track Inputs (main mix or control room/phones assignable) and record your performance to an outboard recording device via the RCA outputs.

Würde das überhaupt gehen .

Würde das mit Zwischenschaltung vom Millenium PP2B Netzteil gehen ?


#25

Das würde gehen, ja. Das ist der “große Bruder” von dem, dass ich oben eher nicht empfehle - in der Preisklasse würde ich erwarten, dass das auch wieder ein Kandidat ist für 50Hz Netzbrummen, was man aber recht leicht mit manueller Erdung beheben kann.

Vorsichtiger wäre ich, was USB Anschluss und Routing angeht. Man sieht in der Beschreibung nicht, ob nur ein Stereo-Signal über USB in die DAW geht oder ob man auch zwei separate Kanäle für die Mikros nehmen kann. Und ob man das lokale Monitoring dazumischen kann, in der kleineren Version ist das ein Problem und daher wenig geeignet.

Ich habe mal das hier angeschlossen gehabt, das funktionierte problemlos und wäre noch in etwa in derselben Preisklasse:

Und das hier sollte auch gut sein:

http://www.thomann.de/de/behringer_u_phoria_umc204hd.htm?partner_id=60110

Bei beiden braucht es aber immer den PP2B davor.


#26

Ich möchte ja schon in Ultraschall , dann beide spuren einzeln haben .
Verstehe ich das richtig das es da auf das USB Routing ankommt .
Wie kann ich " erkennen " ob das geht , oder kann man das nur ausprobieren ?


#27

Ich fürchte letzteres. Ich würde da im Zweifel eher auf eine der beiden von mir geposteten Lösungen zurückgreifen bis jemand mal einen Test postet…


#28

Also beim UMC202 kann man die Eingänge sowohl gemischt als auch einzeln aufnehmen.


#29

Ja das ist eigentlich prima, und für 69 € auch wirklich ein Schnäppchen. Man muss dann nur damit klar kommen, die Lautstärke des DAW-Rückkanals für Einspieler etc. im Routing zu justieren. Da würde ich im Zweifel die 20 € drauf legen und das mit dem 204er in Hardware machen können…


Kopfhörer Setup mit dem Zoom H6
#30

Ich habe das 204 Bestellt , werde berichten wie es Sich anhört .
1 Frage habe ich noch zu den Kopfhörer Anschlüssen .
Die haben ja eine XLR und einen Klinke . Der XLR kommt in das 204 . Und was mache ich mit der Klinke ? Bleibt die einfach liegen ?


#31

Na die kommt in den Kopfhörer-Ausgang des 204. Wenn zwei Headsets angeschlossen werden sollen (was ja der Plan ist wenn ich das richtig verstanden habe) kommt dann entweder noch ein Splitter dazu:

Oder du investierst noch in einen kleinen Headphone-Amp - dann wichtig, wenn beide unterschiedliche Lautstärken bevorzugen:

Dann noch ein Klinke-Stereo Male auf Male Patchkabel um Interface und Kopfhörer-Amp zu verbinden:


#32

Danke @rstockm sowas hatte ich mur schon gedacht .
Da ich jeden Kopfhörer einzeln steuern möchte kommt nur das http://www.thomann.de/de/millenium_ha4.htm?partner_id=60110 in Frage .
Wenn alles läuft , brauche ich nur noch irgend ein Kasten wo ich das schön reinbauen kann .


#33

Da jetzt die ersten HMC660 von Euren Bestellungen eintrudeln noch drei Hinweise:

  1. EQ: da das HMC660 dem DT297 zum Verwechseln ähnlich klingt (s.o.) gilt hier: weniger ist mehr beim EQ. Der Grundklang ist bereits so gut, dass man ihn als absolut “sendefähig” bezeichnen kann. Insbesondere beim Bass wäre ich vorsichtig: der sollte nicht viel weiter angehoben werden da sonst die Aufnahmen schnell dröhnen. Wenn Ihr das H6 nutzt, aktiviert in jedem Fall auch den Hochpassfilter, so um 80Hz. Das mit Ultraschall 2.1 ausgelieferte EQ-Preset ist hier nicht hilfreich da es sich an “mittelguten” Mikros orientiert. Ich würde das wie hier zu sehen im Bass anpassen:

  1. 50Hz Netzbrummschleife: wir müssen hier noch mal feststellen: die beworbene 94 € Kombination ist nicht günstig sondern billig. Sie hat zwar ein absurd gutes Preis/Leistungsverhältnis, schleift aber klassische Probleme billiger Audio-Hardware mit sich - und der Klassiker ist hier Einstreuung und Netzbrummschleifen um 50Hz (und diverser Obertöne). Die sollte man nicht in der DAW behandeln, und auch wenn @auphonic hier einen prima Job macht: bekämpfen sollte man die Quelle. Wenn Euer Setup also brummt (bei mir: bei etwa 20% der Setups Brummen bisher) dann probiert a) verschiedene Mehrfach-Steckdosen aus, b) verschiedene Quell-Steckdosen oder c) erdet das Interface mit einem Chinch-Kabel das ihr etwa an eine Heizung klebt. Uncool, unprofessionell, aber wirksam.

  2. Es sind jetzt bei mir Ersatz-Ohrpolster eingetroffen: super! Ich habe den Text oben ergänzt, da findet Ihr auch ein Bild. Nochmal eine sehr gut 8,90 € Investition, diese hier passen perfekt und alles wird flauschig an den Ohren: https://www.thomann.de/de/superlux_hd_681_velour_ear_pad.htm?partner_id=60110 - damit rückt auch der Tragekomfort verdächtig nah an das DT297 heran.

Rechts alt - links neu:


#34

Wer einen Laptop nutzt und verbrummt wird: einfach mal das Netzteil ausstöpseln und nur Akkubetrieb versuchen. Nicht wenige Laptop-Netzteile sind echt dicke Brummer (so einstreu-akustisch gesehen). Das Problem betrifft nicht nur das Behringer-Mischpult, sondern eine ganze Reihe an Audio-Interfaces, billige wie teure (z.B. Focusrite), wenn die kein eigenes Netzteil haben sondern den Strom vom Laptop ziehen.


#35

Wer einen Laptop nutzt und verbrummt wird: einfach mal das Netzteil ausstöpseln und nur Akkubetrieb versuchen. Nicht wenige Laptop-Netzteile sind echt dicke Brummer (so einstreu-akustisch gesehen). Das Problem betrifft nicht nur das Behringer-Mischpult, sondern eine ganze Reihe an Audio-Interfaces, billige wie teure (z.B. Focusrite), wenn die kein eigenes Netzteil haben sondern den Strom vom Laptop ziehen


#36

#37

Der @fernsehmuell hat nochmal ausprobiert: als Ersatz für die aufgezogenen Ohrpolster des HMC660 kann man auch die hochwertigen von Beyerdynamics nehmen - aus der DT770 Serie:

Also etwa die hier: http://www.thomann.de/de/beyerdynamic_dt770_ohrpolster.htm?partner_id=60110
Ob sich das in Anbetracht der Gesamtkosten gegenüber den von mir oben verlinkten Günstigeren für 8€ lohnt muss man jetzt selbst entscheiden.


#38

Das Headset ist heute angekommen und ich bin gerade voll begeistert. Anfangs hatte ich noch besagtes Brummen, also mal kurz die Cinch Anschlüsse am 302 angefasst und schon wars weg. Danke für den Tipp, der ist wirklich gold wert!
Ein kleines Problem habe ich dennoch:
Das Micro ist so super, dass es extrem das Klicken von der Mouse in die Tonspur knallt. Gibt es da irgendeinen Trick oder kann man diese Frequenz irgendwie gleich im EQ killen?


#39

Nu willst du natürlich nicht die ganze Aufnahme durch den Mixer festhalten. Also als erstes würde ich durchprobieren, was du noch so an Mehrfachsteckdosen bei dir findest - in der wo der Rechner angeschlossen ist sollte möglichst wenig anderes (lies: nichts anderes) stecken als der Rechner.
Oder halt etwas mit einem Chinch-Kabel zur Erdung bauen.


#40

Als erstes kannst du den Gain am 302 etwas runterregeln. In der Regel nehmen wir alle immer eher zu laut auf, Nebenwirkungen sind Verzerrungen (da ist das HMC660 auch weniger tolerant als das DT297) und eben viel “Raumklang”. Wenn es zu leise werden sollte: den Abstand von Mikro zu Mund etwas erhöhen, aber auch da nicht zu nah dran weil es sonst wieder schneller verzerrt.

In der Postproduction kannst du ein weiches Noisegate setzen - unter OSX gibt es dazu den sehr guten DynamicProcessor Effekt, da baust du in etwa so eine Kurve:

der rote Bereich ist das, was leiser geregelt wird, jedoch nicht wie bei einem harten Noisegate immer gleich komplett, sondern eben nur etwas abgedämpft was zu weniger “Pumben” im Klang führt. Mit dem EQ würde ich da nicht dran gehen, da schneidest du di auch zuviel von der Stimme weg würde ich vermuten (probieren kann man aber natürlich alles).

Generell gilt aber: ja Kondensatormikros sind empfindlicher, aber darum klingen sie halt auch so brillant. Mit etwas mehr Raumklang muss man da auch einfach leben - oder sich eine Maus suchen, die weniger laut ist.


#41

Guten Morgen Ralf.

Also das mit dem Anfassen war natürlich nur ein Test. Das Cinch Kabel zur Erdung werde ich noch zusammenbasteln. Zwei Stunden Dauerkontakt von mir zum 302 wären dann während des Podcastens doch etwas zu viel des Guten. :slight_smile:
Der Rechner ist als Sologerät direkt an einer Steckdose dran also weder per Verteiler noch per Steckerleiste. Lediglich die Peripherie bekommt den Strom aus einer Mehrfachsteckdose. Kann das auch “ausstrahlen” und das Brummen verursachen? Das 302 ist ja direkt per USB an den Rechner angeschlossen, hat also auch kein eigenes Netzteil, was stören kann.

Lautstärkeregelung am 302 und Abstand Mic - Mund werde ich natürlich noch etwas austesten müssen. Die von Dir vorgeschlagenen Einstellungen finde ich aber schon optimal. Wenn ich den Gain weiter herunterdrehe finde ich die Gesamtlautstärke etwas zu niedrig und wenn ich diese in der Nachbearbeitung wieder anhebe, dann verstärke ich natürlich auch nicht gewollte Nebengeräusche.

Dass ich durch die EQ Einstellungen im Vorfeld mir etwas Stimme klaue, konnte ich mir schon denken aber da ichda nicht der Profi bin, frage ich lieber noch mal nach.
Bezüglich des DynamicProcessor muss ich noch mal suchen, da ich mit einer Win Dose arbeite. Da ist ja bekannt lich einiges anders.

Recht herzlichen Dank aber schon mal für die Informationen.