Profi-Klang für alle! Das HMC660 Headset richtig einsetzen - für unter 100 €


#189

Ah, Verständnisfehler bei mir, vielen Dank für die Hilfe


#190

Ich bin ganz neu dabei und habe mir das empfohlene Setup zugelegt: Zoom H6, 2x HMC660X und ein Kopfhörer-Preamp Samson C QUE 8. Notebook ist ein Thinkpad x201.

ES BRUMMT WIE SAU. :).

Ok, jetzt hab ich auch den ganzen Thread durchgelesen, da steht ja schon viel zum Thema drin… Hm, vielleicht schicke ich sie doch lieber zurück, ich kann mich nicht darauf verlassen, die Umgebung immer störfrei halten zu können.


#191

Wie sind die Geräte spannungsversorgt? Wenn alle akkugespeist sind, kommt der Brumm nicht aus’m 230V-Netz. Dann fängt sich der Vorverstärker den Brumm anderweitig ein. Kabel können als Antennen wirken. Schau mal bei der “Bastelecke: Erdungskabel gegen 50Hz Netzbrummen” vorbei.


#192

Die Headsets können diese Probleme verursachen. Du kannst über Tricks versuchen das Brummen zu reduzieren. Wenn Geld keine Rolle spielt, dann wirst du mit den DT297 diese Probleme wohl nicht mehr haben.


#193

Danke für die schnelle Antwort. Hab jetzt auch nochmal den Thread ganz durchgelesen. :).


#194

Wenn Geld keine Rolle spielt, sind die DT297 in absolute jeder Hinsicht immer die bessere Wahl, die HMC660 sind de fakto sehr viel brummanfälliger.

Andererseits ist mir kein Fall bekannt (?) in dem die einfache Konstruktion von Sebastian Bastelecke: Erdungskabel gegen 50Hz Netzbrummen NICHT zu einer 100% brummfreien Lösung geführt hat, unabhängig von der Umgebung. Ist halt ein Kabel mehr, dafür 280 € gespart :slight_smile:

Meine eigenen Aufnahmen mache ich seit Monaten nur noch mit dem HMC, und das ohne jegliche Erdung. Bei mir ist immer entscheidend, welche Steckdosen ich verwende und welche Geräte da noch drin hängen, und ja ich kann es auch brummen lassen.


#195

Danke für Dein Feedback =).

Ich hatte ja probiert, ein Kabel an die Masse zu halten, damit wurde es etwas besser aber nicht zu 100% – wäre zu erwarten, dass es mit der Schukostecker-Lösung noch besser wird, weil es “besser erdet”? Dann probiere ich das gern nochmal =).


#196

Update: Mit dem Erdungskabel wird es zu 90% besser, das Brummen geht aber nicht weg… Bei mir gehts nur weg, wenn ich das Gehäuse selbst berühre.


#197

Ich würde dann nochmal eine andere Mehrfachsteckdose probieren.


#198

Hallo zusammen,

ein sehr interessanter Artikel. Danke schonmal dafür.

Kurz zu mir: Ich mache Livestreams von Indoor-Sportübertragungen und bin auch schon auf das 660X gestossen und habe es auch schon im Einsatz gehabt. Allerdings habe ich aktuell relativ viele Geräte auf dem Tisch liegen. Meine Frage nun an dich Ralf - und natürlich auch an andere: Gibt es da Optimierungspotential?

Auf dem Tisch aktuell:
3x SuperLux HMC 660 X
2x Millenium PP2B
1x ART HeadAMP 4
1x Behringer Xenyx 1202
1x ESI Maya 22 USB

Was wäre denn eine sinnvolle Möglichkeit den Fuhrpark etwas zu verkleinern? Es geht mir hier nur um eine Lösung zum Kommentieren. Der Sound von den Kameras kommt über SDI in den PC und wird dort gemischt.

Bin über jede Idee und Empfehlung dankbar.

Gruß Marco


#199

Wenn die HMC660X auf 48V umgelötet werden (mit den je 2 Widerständen pro Headset-XLR-Stecker), dann können die beiden PP2B entfallen. Phantomspannung kann das Xenyx 1202 auch.

Zwar könnte man das Xenyx durch ein “größeres” mit eingebautem USB-Interface ersetzen, aber sooo viel Geräzersparnis bringt das nicht. Oder es durch ein 4-kanal USB-Interface ersetzen - aber dann ist der Monitoring-Mix mit im Mischer und entsprechend schwieriger.


#200

Das Setup muss jetzt ich jetzt erst mal verstehen. Also die Kommentierung erfolgt mit 3 Personen, daher drei Headsets? Die sind derzeit dann - über die PP2B - alle drei in den 1202er angeschlossen? Was macht dann das Maya 22 USB? Geht da etwa die Summe vom 1202er rein als reiner A/D Wandler, und geht dann erst in den Rechner?

Wenn ja: ja, das sollte man dann mal vereinfachen :slight_smile:


#201

Das hast du genau richtig verstanden.

3 Headsets -> 2x PP2B + HeadAMP -> (XLR, Klinke) -> Xenyx 1202 -> (Cinch) -> Maya22 -> (USB) -> Rechner


#202

Das habe ich auch schon gesehen. Allerdings hab ich was das angeht 2 linke Hände…hab auch noch nie gelötet, geschweige denn das Werkzeug dazu.


#203

Wäre es möglich, die Kabel zu tauschen, um eine bessere Abschirmung gegen Brummen hinzubekommen? Dafür würde ich auch den Lötkolben schwingen…


#204

Ich sehe hier drei Probleme:

  1. Das Problem ist nur zu einem kleinen Teil das Kabel selbst, sondern die Tatsache dass das XLR-Signal in dem Kabel nicht symmetrisch übertragen wird. Ich habe hier einen Adapter liegen, der wirklich mit dem HMC660 ein symmetrisches Signal erzeugt - das ist aber schon wirklich kompliziertes Zeug mit glaube ich ca. 6 Komponenten.
  2. Das leichter austauschbare Kabel ist m.E. weniger das Problem als das Ende, also der Schwananhals der zur Mikrophonkapsel führt. Die dient vor allem als Antenne und müsste ausgetauscht werden - ist aber extrem aufwändig.
  3. Man muss den Aufwand m.E. in Relation zum Preis sehen. Irgendwo ist der Punkt erreicht, wo man zu viel Arbeit reinsteckt und man doch besser gleich auf ein DT297 geht. Bei mir ist der Punkt: Austausch Ohrpolster => unbedingt und immer, Umlöten mit Widerständen für 48V => macht Sinn wenn man kein H6 hat, Erdungungskabel => oft die stabilste Lösung gegen Netzbrummen. Aber das war es dann auch.

#205

Ok. Dann würde ich hier folgende beiden Upgrade-Pfade vorschlagen:

  1. Wenig Geld: verkaufe deine beiden Interfaces, und nimm dieses hier: https://www.thomann.de/de/behringer_umc404hd.htm?partner_id=60110 das ist das günstigste 4-Kanal USB XLR Interface am Markt, und ziemlich gut. Rauscht nicht, hat alle Features die man braucht und bietet dann auch die Option, mit allen Spuren separat in den Rechner zu gehen. Auch wenn jetzt die Summe reicht (was auch geht) mag das ja mal spannend werden. Die HMC660 sollten dann mit den Widerständen auf 48V ertüchtigt werden. Wenn man das nicht selber wagen möchte, einfach mal im Bekanntenkreis rumfragen oder auch mal beim örtlichen Hackerspace vorbei schauen (was immer eine gute Idee ist).
  2. Geld ist da: die beiden Interfaces verkaufen, und sich ein Zoom H6 kaufen. Damit spart man sich das Umlöten und hat ansonsten ein Setup wie bei 1).

In beiden Fällen bleibt der Kopfhörer-Splitter erhalten, den kriegt man so oder so nicht weg.


#206

Danke für die Empfehlungen. Habe mir das Zoom H6 mal genauer angeschaut…das wäre durchaus auch für Interviews direkt nach dem Spiel interessant - da ist ja so ein Aufsatz dabei, wenn ich das richtig gesehen hab. Kostet zwar, aber würde einiges erleichtern…ich geh mal in mich.


#207

Ob der Umstieg vom Mischpult auf ein Audio-Interface bzw. ein H6 lohnt hängt extrem vom Einsatz ab: beim Mischpult kannst Du die Mithöre direkt und einfach am Mischpult mixen. Wenn nur noch Audio-Interfaces da sind (zu denen ich hier das H6 zähle), dann muss im PC gemischt werden.

Das Ersetzen des Mischpultes ist ok, wenn ein Mix einfach/trivial gemacht werden kann - wenn aber der PC beispielsweise vom Video-Mix-Mensch besetzt ist, woanders steht, das Audio-Setup durch die Videointegration kompliziert/schwer zu modifizieren ist, dann solltet ihr beim Mixer bleiben.


#208

Hallo Volker, danke für den berechtigten Einwand. Das gilt es für mich persönlich rauszufinden, inwieweit das praktikabel ist.

Wenn die Headsets angeschlossen sind, sitze ich eh am PC, da ich selbst den Schnitt via Wirecast übernehme. Die Einstellungen des externen Audiogeräts (was das H6 ja dann am Ende ist) werden auch dort drin vorgenommen. Die mobile Variante käme dann höchstens an meiner DSLR infrage, ob kurze Interview-Sequenzen zu machen. Danach käme das H6 dann wieder auf den Tisch.

Ich werde es beim nächsten Event auf einen Versuch ankommen lassen.