Profi-Klang für alle! Das HMC660 Headset richtig einsetzen - für unter 100 €


#149

Hm ich bin weit weg von meiner Technik gerade, aber ich meine dass das 302 wirklich nur den Stereo-Kanal aufnimmt. Eventuell könnte man das noch mit L/R auftrennen, aber das wird dann Murks für das Monitoring. Wenn man mehr Kanäle will müsste man schon ein etwas teureres Interface nehmen, die 302er Lösung ist wirklich nur für “wie bekomme ich das HMC660 in den Rechner” gedacht.

Ferner: Warum nicht Einspieler etc. über das Ultraschall Soundboard?


#150

Aufgrund der Lobeshymnen hier habe ich mir auch ein HMC-660X kommen lassen. Und bin ziemlich ernüchtert. Findet ihr den Kopfhörer vom Klang her wirklich gut? Ich finde ihn ein bisschen »dünn«. Aber vielleicht sind meine Ohren auch »verdorben« durch zu basslastige Kopfhörer vorher. Daher meine ernstgemeinte Frage.

Die Austauschpolster aus Velur sind auf jeden Fall ein guter Tipp gewesen.

Dann ist mir aufgefallen, dass das Mikrofon sehr empfindlich gegen Einstrahlung ist, vor allem für 50 Hz-Netzbrummen. Wesentlich schlimmer als alle anderen unsymmetrischen Mikrofone die ich vorher hatte. Die ganze Nummer mit dem Endungskabel am Mischpult hat nur wenig Linderung aber keine Lösung gebracht. Anscheinend strahlt vor allem mein Monitor (Apple 27" Thunderbolt) sehr stark. Immer wenn ich mich in normale Sprechposition begebe (Gesicht zum Monitor), dann fängt das Netzbrummen wieder an. Sobald ich mein Gesicht abwende (90°, Richtung Seitenwand) wird es deutlich weniger, geht fast ganz weg. Oder wenn ich meine Hand zwischen Monitor und Mikrofon halte, dann ist das Brummen auch komplett weg. Aber so, mit der Hand vorm Monitor, kann ich ja nicht arbeiten.

Das verwendete HMC-660X wurde erst kürzlich geliefert (14.06.). Müsste als aus der zweiten oder gar dritten Charge sein.

Mein Exemplar hatte noch einen Mangel: Die Mikrofonkapsel klapperte laut hörbar in der Halterung hin- und her. Beim Betrachten der Mikrofonhalterung fielen mir zwei kleine Schrauben auf. Wenn man die entfernt sollte man die Halterung doch eigentlich öffnen können, oder? Ging bei meinem Exemplar nicht. Jedenfalls nicht ohne Gewalt. Sonst hätte ich die Mikrofonkapsel einfach mit einem Tropfen Heißkleber fixiert. Nun ist das Headset auf dem Weg zurück und wird vom Lieferanten ausgetauscht. Bin gespannt, ob die Ersatzlieferung besser klingt, nicht mehr klappert und weniger empfindlich gegen Einstrahlung ist.

Wie ist es bei euch? Welche Erfahrung habt ihr mit dem Headset HMC-660X aus der zweiten/dritten Charge gemacht? Gibt es Hoffnung, dass meins nur ein Einzelfall war?


Qualittät Podcasten
#151

Nein, die klemmen nur die Mikrohalterung an den Schwanenhals. Zum Öffnen mit Heißluft erwärmen, dann ist der Kleber ausreichend flüssig um die beiden Hälften ohne Gewalt auseinanderzuziehen.

Die Kabel zur Mikrofonkapsel sind nicht abgeschirmt, der Schwanenhals und das kleine Abschirmgitter im Inneren auch nicht mit irgendeinem Potential verbunden, die Kabel flattern in der Kopfhörermuschel herum. Streuungen gibt es bei diesem Gerät sicher viele, die Brummanfälligkeit scheint aber (wenn man den Thread zum Erdungskabel liest) eine Konstante über die ganze Serie zu sein.

Ich hatte mir Anfangs mal aus Experimentiertrieb eines der Headsets gekauft, ein wenig darin herumgelötet und war dann eher ernüchtert. Nach Einbau eines Phantomspeiseadapters war die Speiseproblematik entschärft, es brummte aber immer noch ein wenig. Ich konnte die Kabel im Schwanenhals jedoch leider nicht durch etwas geschirmtes ersetzen da dieser eingeklebt, und die originalen Leitungen am hinteren Ende eingeklemmt waren.


#152

Solange ich das HMC am H4N via USB verbinde habe ich kein Netzbrummen.

Wenn das h4n am Netzteil hängt, habe ich auch so starkes Netzbrummen, dass es unbrauchbar ist.


#153

Ich habe auch das Netzbrummen, im EQ von Reaper supersauber als 50Hz-Brummen zu erkennen. Lege ich die Hand auf mein Macbook, wird das Brummen deutlich leiser, aber ist nicht weg.

Wie ich erde ich das Dingen denn jetzt? Stromkabel ziehen ändert gar nichts. Netzwerkkabel kann ich nicht ziehen, weil ich dann kein Netz mehr haben (kann das darüber einstrahlen?). Andere USB Geräte sind bei der Aufnahme abgestöpselt. Display-Port steckt noch drin.

Habe an einem alten In-Ear-Kopfhörer die “Knöpfe” entfernt und das Kabel abisoliert. Den Stecker in die Kopfhörerbuchse des Macbooks gesteckt, das abisolierte Ende an die Heizung geklebt --> Ändert sich nichts. Den Stecker in die Kopfhörerbuchse des Mischpults gesteckt, das abisolierte Ende an die Heizung geklebt --> Das Brummen wird lauter (!).

Hat jemand eine Idee, was ich jetzt noch machen kann?


#154

Ändert sich denn was, wenn du das Netzwerkkabel ziehst? Wenn ja, könnte eine andere Erdung des Routers/Switch was bringen. Generell kann jedes Kabel einstreuen.

So eine Konstruktion hier ist schon das Solideste:


Aber vorher gilt es zu analysieren, was genau die Störung verursacht. Hier sind auch Komponenten wie daneben stehende Fernseher, Lampen, whatever in Betracht zu ziehen, auch gern gesehen: Transformatoren und Netzteile von ganz anderen Geräten, die aber im selben Zimmer (Stromkreis) eingestöpselt sind. Alternativ zum Debuggen mal komplett das Zimmer wechseln.


#155

Bei mir ist es ganz klar das Mac Book Netzteil, was markantes Massebrummen erzeugt. Ich zeichne daher per Akkubetrieb auf…


#156

Ist Dein Brummen unabhängig davon, ob du das MacBook-Netzteil mit Euro- oder Schukostecker betreibst?


#157

Den Schuko-Stecker müsste ich dafür erstmalig aus dem Karton nehmen. :wink:
Hatte mir davon nicht groß etwas versprochen, weil im Netzteil selbst ja nur zwei Pinne sind und die Erde nicht wirklich greifen könnte.

Oder sehe ich das falsch?


#158

Ja, es erscheint mir auch merkwürdig, aber mein altes MacBook verhält sich unterschiedlich, je nachdem, ob ich den Schuko- oder den Eurostecker benutze.


#159

Doch. Die Masse ist der große Metall-Pin, der den Stecker-Adapter hält (vorausgesetzt, du hast ein Originalnetzteil, die Fälschungen haben den aus Plastik). Das ist auch der Unterschied vom MacBook-Netzteil zum iPad-Netzteil. Die Adapter passen ja auf beide, aber das MacBook-Netzteil hat einen Masse-Pin.


#160

Hier einmal in einem Bild: Masseknopf, zugehörige Ferderkontakte im Schuko-Kabel und die zwei Pins.


Und hier die Alternative (5W USB iPod Netzteil)


#161

Zu beachten auch die unterschiedliche Kodierung des Kleingeräte-Steckers. Ist mir so auch noch nie aufgefallen.


#162

Also mir scheint als reden alle über das Netzbrummen aber keiner erklärt mal was das ist.
Im Zweifel sind die ersten Tipps aber ganz gut.

Als Beispiel:
Es ist immer so eine Sache mit den Wörtern. Nehmen wir an ein Techniker sagt: + und - zusammen, ist nicht gut, das ist ein “Kurzschluss”. Dann hoffe >ich< das er es nur sagt, weil er dem Typ etwas sagen will “was er selber glaubt zu verstehen”. Das ist natürlich kein Kurzschluss. Denn was er eigentlich sagen wollte ist, “+ und - zusammen stecken, das nicht gut, Du hast dann einen Leiterschluss - das kann nicht gehen”. Ein Kurzschluss ist also mal etwas komplett anderes - und hat sogar etwas mit unserem Netzbrummen gemein.

Was ist also Netzbrummen?
Da gibt es erst einmal 2 Wege zum eigenen unerfreulichen Brumm Brumm. Da gibt es:

  1. Mechanisches Ausgleichsbrummen
  2. Flankierendes Ausgleichsbrummen

Zu 1.) Mechanisches Brummen
Wie der Name vermuten lässt fangen hier Bauteile oder Komponenten an in gleichnamigen Schwingung (omnicular frequency) an sich zu bewegen wenn Strom durch sie laufen. Das sind meist Transistoren, Transformatoren aber auch Schwingkreise im allgemeinen. Aus diesem Grund haben wir einen Gleichspannungsanteil in der Sekundären Spule (N1) wie natürlich in der N2. Es kommt nur auf die Größe an und ob die für uns relevant ist. Sie ist aber da. Je höher sie ist/wird fahren wir nach und nach in die magnetische Sättigung. Das überlaufen dieser Entstehenden Frequenz ist dann ein rein mechanisches 50Hz Brummen was wir hören. Da lässt sich meist nicht viel machen. Anders bei Flankierenden Brummen.

Zu 2.) Flankierendes Brummen
Hier wird es etwas komplexer. Haben wir erst einmal ein Stromzufuhr, dann wohl mit 50 Hertz Sinus a 230 Volt. Die Eingangsquelle einer Spule N1 => N2 ist also Wechselstrom zu Gleichstrom. Der Gleichspannungsanteil ist vielleicht 36, 24, 12 Volt. Spannung ist damit abhängig der Höhe eines Isolators und damit dem Potential direkt proportional gegenüber steht.

Ein Potential können wir uns vorstellen wie ein Gummiband. Je weiter man es dehnt um so größer ist die Ausgangskraft beim loslassen. Jedes Geräte und auch jeder Schaltkreis hat damit ein gesamtes aber auch fließendes Potential. Selbst Kabel durch die kein Strom fließt (z.B. PE/gelb grüner Draht oder Schutzleiter).

Kleines Beispiel als Gedankenhaufen:

Ein weitere gute Vorstellung findet sich in der Chemie. Wasser (H2O) Atome haben ein Potential, Moleküle auch. Durch die Bindung Sauerstoff = 2x Wasserstoff entsteht ein Wasser Molekül.

Die Eigenschaft ist die einer Triade. Soll heißen, die Sauerstoff-Atome wollen gerne 8 Außenelektronen haben. Geht aber nicht. H ist aber sehr Bindungsfreudig. Damit hohes Potential (Hauptvalenzkräfte). Jedoch niedriger als das des gesamten Moleküls. So das sich die H Atome in H2O zueinander zu bewegen. Dabei entsteht eine molekulares Potential auf andere Moleküle (Nebenvalenzkräfte)

           / O
          H
           \ O
Plus +            Minus -

Dabei ist zu beobachten das nun eine Polarität entsteht (wie ein Magnet). Alle Wassermoleküle richten sich anhand dieser Polarität aus. Es entsteht ein Netz…

   /O  H      /O  H
  /     \O   /     \O 
 H          H
  \     /O   \     /O
   \O  H      \O  H
   /O   \O    /O   \O

Was soll uns das nun sagen?

Überall wo auch Potentiale herrschen haben sie auch Potential und damit, auch auf andere Potentiale einen Einfluss. Ein Leiter der mit Strom durchflossen wird, hat damit ein energetisches und magnetisches Potential. Ein Leiter bei dem kein Strom fließt, hat eben so beide diese Eigenschaften als Potential (sie sind nur “ausgeglichen” oder “negativ” zu betrachten).

Im flankierenden Brummen sind genau diese Zustände wirksam, die einen sogenannten Ausgleichsstrom erzeugen. Sie existieren also zwischen allen verbundenen Geräten (unabhängig ob Massensteckdose, Einzeldose unterschiedlichen Stromkreisläufen…).

Besitzen zwei per Kabel verbundene Geräte, unterschiedliche elektrische Potentiale, dann fließt neben dem Audio-Signal auch ein Ausgleichsstrom der die Differenz des einkommenden Potenzials unterliegt. Es entsteht ein “digitaler Mischer” der das Eingangssignal eines Mikrofons und das Ausgleichsignal zusammen führt (Wellen addieren sich).

Das Potential unterschiedlicher Geräte wird nicht nur, aber vor allem durch das Massepotential ausgeglichen. Genau deshalb können solche Tricks mit guten Isolatoren und Mehrschaltersteckdosen helfen.

Falsch ist der Irrglaube: das man nur ein Gerät / Steckdose nutzen sollte (ganz im Gegenteil). Das kann schon mal helfen, liegt aber dann am Überschusswechsel eines auf eine anderes Massepotential und kann z.B beim Bewegen am Rechner, Gehäuse anfassen oder anderen Handlungen, kurz helfen aber ist meist ein kommen und gehen (damit nicht wirklich eine Lösung). Falsch ist auch, das eine Abschirmung am Netzkabel irgend etwas bringen würde (wie oben beschrieben) das gehört in die elektrostatische Ecke.

Die meisten Störquellen sind Radio, TV, Recorder, Sat Anlagen, W-Lan Router, Laufwerke, Händy, Hi-Fi Anlagen, Digitale Wecker (mit den so toll leuchtenden rot oder grünen Ziffern :D), Subwoofer, Audiointerface selber, USB-Verteiler…

Am Ende geht es nicht darum ob ein Gerät ein Schutzkontakt hat, sondern wie hoch sich dies auf dem im Haus und pro Zimmer und Leitung ausgleicht. Helfen kann hier das clevere Verteile oder zusätzliche Technik wie Balunträger oder Mantelstromfilter mit einem Potentialausgleich 1:1. Damit wird das Störsignal galvanisch getrennt und dem Signal am Ende wieder zugeführt.

Daher wie @rstockm schon fragte, erst mal immer schauen wo kommt der Effekt eigentlich her. Und wie beschreiben muss das nicht immer alles in der Nähe sein, was da zu brummen beginnt. Es kann auch drei Zimmer weiter, das Problem zu finden sein.

Kleiner Tipp: 6er Steckdosen nutzen :slight_smile:

|  (oo) (oo) (oo) (oo) (oo) (oo)  |
     1 
.....^         3
...............^              4
..............................^

1.Dose: habe ich eine Fritzbox - Brummt alleine - es muss also bis zur letzten Dose das Potential ausgeglichen werden.
3.Dose: 1.Macbook (1 Dose leer wichtig!)
6.Dose: 2.Macbook (2 Dosen leer!)

3 und 6 Dose haben jeweils 1 leer. Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Damit habe ich den Potentialausgleich bei einem guten Brummer gut in Reihe ausgeglichen und die zwei Netzteile gleichen sich zu gleichen Ergebnissen selber aus (eine andere Schaltung fängt wieder an zu brummen).

So reicht denke ich auch erst mal

Grüße M.C.


#163

Zum HMC 660, ich hab’ da 'n Problem:

ZOMM H6, HMC 660 mit 12V Phantomspesung am Input 1, ein dyn Studio-Mic (ohne Speisung) am Input 2.
Das funktioniert einwandfrei.

Schalte ich den ZOOM aber in dem Mode “Audio Interface” (Stereo Mix) so kommt nur der Input 2 am Rechner an.
Vom HMC 660 kommt nix und die Pegelanzeige für den Input 1 am ZOOM H6 zeigt nix.

Hat da mal jemand 'ne Idee für mich?

Danke


#164

Generell: warum nicht Audio-Interface-Modus mit allen 6 Kanälen getrennt?


#165

Hört sich an al würdest Du es im Stereo Mode laufen lassen?


#166

Weil das mit (Linux-)Pulseaudio noch mehr Probleme macht, Audio unter Linux ist schon schlimm genug.
Stereo Mix reicht, zumal das Signal zum Studio-Link soll.

Die Frage war eigentlich: Warum geht Input 1 mit dem HMC 660 aus, wenn der “Audio Interface” Mode aktiviert wird?
Egal ob “PC/Mac”, “PC/Mac with Battery” oder “IPad with Battery” gewählt wird.


#167

Probiere mal die Phantomspeisung für alle Eingänge gleich zu schalten.


#168

Geht nicht, dyn Mikros mögen keine Phantomspannung.

Mal ausprobieren, was Seite 72 aus dem Manual bringt, die da sagt:

“You can adjust the mix of the inputs. The results of this mix
are input to a computer or iPad. When in stereo mix mode,
the resulting stereo mix is sent.”