Profi-Klang für alle! Das HMC660 Headset richtig einsetzen - für unter 100 €


#95

Das wäre ja großartig!
Dann werden wir die Phantomspeiser nicht mehr brauchen, die bereits bestellt, aber nicht lieferbar sind. :wink:
Wären mit USB-Interface, KH-Splitter und zwei Phantomspeisen schon reichlich Kästchen auf dem Tisch.


#96

Genau das war auch mein Gedanke.


#97

zumal diese Einzelkästchen auch nicht mal eben in ein 1 - 2 HE Case zu bauen sind. Hat wieder einiges mit Basteln zu tun…


#98

Was ist denn aus dem Thema Entstörung geworden? Denn das HMC hat ja kein echtes störungsfreies gespiegeltes XLR Signal, sondern Erde + Signal. Daher anfällig für Netzbrummen.


#99

In dieses 39€ Headset eine kompliziertere Schaltung einzubauen, um ein symmetrisches, “echtes” XLR-Signal zu erzeugen, ist m.E. nicht sinnvoll. Kann man machen, aber für den (Zeit)-Aufwand würde ich dann doch gleich zu höherpreisigen Headsets raten (die dann aber in der Klang-Qualität erst bei 250 € anfangen, Gegenbeweise stehen aus).
Gegen das nicht seltene 50Hz Brummen hat @StudioLink auf der #sub7 eine prima Lösung mitgebracht, die er hier auch nochmal posten wollte - so ein Erdungskabel für die Steckdose kann man immer mal brauchen, ist ohne große Fertigkeiten herstellbar und löst auch das Problem.
Ja, die Schirmung des HMC660 ist eine Katastrophe, da schlicht nicht vorhanden. Dies hat aber - in meinem nicht gerade technikarmen Wohnzimmer aka Studio - bisher zu verdächtig wenig realen Problemen geführt.


Bastelecke: Erdungskabel gegen 50Hz Netzbrummen
Thema aufgeteilt, #100

2 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Bastelecke: Erdungskabel gegen 50Hz Netzbrummen


#101

Mal ganz zurück auf Null.
Wenn ich ein 4-Kanal Soundinterface habe (Behringer U-Phoria 404HD) und ein pp2b davor hänge sagtest du, man müsse am Soundinterface die Phantomspeisung ausschalten. Da das beim U-Phoria nur “all or nothing” also auf allen 4 Kanälen gleichzeitig geht würde das bedeuten, dass ich die 2 Kanäle, bei denen ich das pp2b zwischengeschaltet habe über die Box versorge, die anderen 2 Kanäle aber “unbrauchbar” sind für meine anderen Mikros.
Lösung 1: 2 pp2b kaufen und anhängen.
Lösung 2: Phantomspeisung am U-Phoria anlassen und hoffen, dass mir der pp2b nicht explodiert?

Das wäre für mich nämlich eine Traumlösung um die 4x 48V aus dem U-Phoria in 2x 48V und 2x 12V zu splitten.
Und: Muss ich mich damit überhaupt noch beschäftigen, oder kaufe ich mir einfach eine Hand voll Widerstände und warte auf die Auflösung des Cliffhangers?

Danke für diesen unglaublich informativen Test!
Adrian


#102

ich hätte auch noch eine Frage, weil ich anscheinend mächtig zu dumm bin :slight_smile: Wenn ich ganz schlicht und einfach nur ein Skype Gespräch aufzeichnen möchte, mit dem Headset und Interface wie hier vorgeschlagen, bei Installation von Reaper / Ultraschall und Projektvorlage Ultraschall, wie sieht bei euch das Routing aus?


#103

Ich würde sagen: warte auf Samstag mit der Wiederstands-Bastellösung.


#104

Genau wie bei jedem anderen Interface/Headset.
Ich würde dir an dieser Stelle mal Ralfs fantastisches Tutorial ans Herz legen. Ist zwar lang, aber lass dich davon nicht abschrecken. Wenn du das anschaust und nachvollziehst, kannst du dir dein eigenes Setup basteln.


#105

Dazu immer einschlägig:


#106

Bisher mit dem Go mic hatte es komischerweise auch immer alles geklappt, dass ist es was mich irritiert. Aber schaden wird das nachschauen sicher nicht, dass stimmt wohl :wink:


#107

Sach’ ich doch. :stuck_out_tongue:


#108

Hat einer von euch mal Alternativen zum HMC-660 getestet? (Die nicht Beyerdynamic heißen oder über 200 € kosten)
Ich stehe vor dem Problem, dass ich nur Ende Mai das HMC-660 entgegennehmen kann und ihr bereits alle bei Thomann weggeshoppt habt! :smiley: Einen anderen Shop habe ich bisher auch nicht gefunden.
Was spräche denn z.B. gegen das HMD-660E?


#109

Das hier:

Mikrofon: dynamisch

Bedeutet: es wird irgendwie klingen, aber mit absoluter Sicherheit nicht wie das 660x und damit auch nicht wie das DT297. Klar kann man das ausprobieren, aber höre dafür auch mal hier rein um vorher den prinzipiellen Unterschied im Grundklang von kondensator zu dynamisch einschätzen zu können:

Ich suche ansonsten munter weiter, leider wurde zur #sub7 nicht wirklich viel Spannendes mitgebracht. Das MM2/DT234 (vermutlich selbe Mikro-Kapsel) hat mich wenig begeistert. Ansonsten ist die Lage ebenso deprimierend wie unbefriedigend: ich finde schlicht keine “Mittelklasse” unterhalb von 250 € die das Geld nur ansatzweise wert wäre im Vergleich zum 600x


#110

ralf, ich frag mich grad, ob ihr podcaster das mit den 48v phantom auch wirklich verstanden habt. zum ersten ist ja mal die frage, ob das steinberg interface 48 volt liefert (aus 5v netzteil oder aus den 4,0 bis 5,25V USB ist dabei egal). weiterhin gibt es beim usb-anschluss die beschränkung von 500 mA.

wir können uns jetzt auch gern um die 12 oder 24V streiten. ich denke, dass ein großteil der geräte nicht mal das zuverlässig liefern und der sound deshalb im eimer ist, bevor es prozessiert wird im gerät.

nach langer suche habe ich übrigens gefunden, dass das headset eine speisespannung von 9 bis 52 V benötigt…


#111

Ok, verstehe. Also dynamische Mikros nur wenn man viel Disziplin hat oder über die Bühne rennt.

Das HMC in der Preisklasse alternativlos, ich muss es bestellen und hoffen, dass es bis Ende Mai ankommt oder meine Familie es mir mitbringt, wenn sie mich mal besuchen kommt.
Warum ist denn kein Unternehmen bereit ordentliche Mittelklasse Mikros zu bauen? Wir Podcaster sind doch im Allgemeinen ein sehr zahlungswilliges Volk.


#112

Oder die Aufnahmeumgebung sehr störgeräuschbehaftet ist. Laute Lüfter, Strassen, starker Raumhall etc.


#113

Naja - das mit der Disziplin hat weniger mit dynamisch als Wandlerprinzip zu tun sondern ist vielmehr der Tatsache geschuldet, dass die getesteten dynamischen Mikros keine Headsets sind. Für fest montierte / auf Ständern angebrachte Kondensatormikros gilt das selbe Prinzip/Problem: wenn man den Kopf wegbewegt oder dreht, dann ändert sich der Klang.

Für Headsets kommt einschränkend hinzu, dass dynamische Mikros eine untere Baugröße haben - irgendwann sind Tauchspule und Magnet nicht mehr sinnvoll zu verkleinern - während ein dünner Metallfilm über einer Vertiefung bzw. auf einem Elektret immer noch mal kleiner geschnitten werden kann. Und daher nehmen sich die eh’ schon kleinstmöglichen dynamischen Headset-Mikros gegenüber den Kondensatoren aus wie vorzeitliche Riesen.


#114

So, hier gibt es jetzt wie versprochen die Anleitung: Bastelecke: das HMC660 mit 48V betreiben - für 1€