Preis für Werbung?

Hallo, ich wollte euch fragen wie viel Werbung in eurem Podcast kostet? Gibt es da Festlegungen, ab x Downloads x € oder wie legt ihr die Preise fest? Ich freu mich auf Antworten, liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Daniela.

Natürlich kann man vereinbaren, was man will. Da ich alle Angebote ablehne, kann ich wenig von derartigen Verhandlungen berichten.

Verbreitet sind Modelle, die eine Geldsumme pro Abruf (üblicherweise in 1000er-Schritten) bieten, beispielsweise das Modell des Tausender-Kontakt-Preises (TKP). Pro 1000 Abrufe gäbe es Geldsumme X. Über X wird dann allenfalls verhandelt.

Jetzt könnte man sich darüber streiten, was ein Abruf sein soll. Hier scheinen sich die IAB Guidelines zu verbreiten.

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Und kommt auf deine Zielgruppe an und wie sie bekannt ist. Wenige Abrufe aber eine definierte Zielgruppe kann für werbende besser sein, als eine große Reichweite ohne wirkliches Profil.

Verdammt. Wer will schon für Nerds werben… lach

In Deutschland wirst Du mit solch einer Nummer (zum Glück) keinen wirklichen Erfolg haben!

Und wenn, handelt es sich aus - meinen dafür halten -, nicht mehr um einen Netcast oder Podcast.

Werbung im Podcast geht doch echt gar nicht //HUST.

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Was Joey sagt: Einheitliche Preise gibt es nicht, das legt jede*r selbst fest und verhandelt darüber mit dem Kunden. Die Vermarktungsagenturen kennen als Metrik oft nur Reichweite, die im Podcast letztlich nur mit Downloads beziffert werden kann. Da kommt es also auf Dein Verhandlungsgeschick an. Viel Erfolg!

Ein Tipp noch: Hier im Sendegate wirst Du eher Werbegegner finden. Eine Möglichkeit könnte sein, direkt bei anderen Podcasts oder kleinen Labels zu fragen, wie die das machen. Keine Ahnung, ob Du wirklich hilfreiche Antworten bekommst, aber vielleicht ist das ein Ansatz.

Was soll das bitte für eine Antwort auf die oben gestellte Frage sein? Was meinst du überhaupt mit “solch einer Nummer”?
Simpler kann man eine Frage doch nicht formulieren als am Threadbeginn. Jede Antwort neben “Bei mir kostet es X bei folgenden Metriken” ist eigentlich schon am Thema vorbei, “schau mal hier” oder “frag dort” passt noch ganz gut. Deine Antwort kann ich nur verstehen wenn du hier als Neuling-Wegbeisser angestellt bist. Falls das der Fall ist ziehe ich meine Frage zurück.

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Unabhängig davon, wie nervig ich Werbung in Podcasts finde: Podcastwerbung, die von den PodcasterInnen selbst eingesprochen wird, sollten diese sich königlich vergüten lassen. Gerade weil in dieser Szene so viele Firmen an persönlich vorgetragenen Produktempfehlungen interessiert sind. Ein fertig produzierter Werbespot ist eingekaufte Zeit. Euch als SprecherIn zu buchen sollte kosten und zwar nicht zu knapp.

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Den höchsten Wert, den ich mitbekommen habe (bei einer überdurchschnittlich verdienenden, aber nicht sonderlich fachspezifischen Zielgruppe für einen Podcast, den ich leider nicht nennen darf) sind etwa 80€ / 1000 Downloads.

Dies bezieht sich auf 20 Sekunden am Anfang und 15 am Ende, vom Podcaster eingesprochen. Mit Mid-Roll wören etwa 100€/1000 realistisch.

Auch als kleiner / mittelgroßer Podcaster würde ich das nicht für unter 60€/1000 machen, man muss ja nicht seine Seele verschenken.

Du kannst das Ganze auch Dir betriebswirtschaftlich ansehen:

Wieviel Zeit kostet die Podcastproduktion in Stunden?
Wieviel Geld kostet die Podcastproduktion? Inklusive indirekter Kosten wie Webseite, Fahrtkosten zu den Leuten, Dein eigenes Monatsgehalt was Du wegen der Podcastproduktion nicht durch normale Jobs erwirtschaften kannst, Steuer, Versicherungskrams, etc.

Damit kannst Du schonmal Deinen notwendigen Stundenlohn ausrechnen. Den legst Du dann um auf die Anzahl der Episoden und Downloads.

Und packst noch etwas Puffer drauf, denn vermutlich hast Du bei Deiner Kalkulation irgendwas vergessen zu berücksichtigen.

In der Kalkulation kannst Du auch noch berücksichtigen, wie stark Dein Podcast prozentuale Verbreitung hat in deiner Zielgruppe.
Wenn Du nen Podcast für die 1000-Leute starke Fanbase an Rhododendron-ZüchterInnen machst und davon abonnieren 900, dann hast Du nen ziemlich hohen Marktanteil und solltest Du Dich fürstlich entlohnen lassen.
Wenn Du nen Massenthema behandelst, welches Millionen interessiert, Du aber “nur” 900 Abonnenten hast, wird das die Menge an einzunehmenden Werbeeinnahmen etwas schmälern, weil der Kunde denkt “da kann ich für den Preis auch zu jemand Größeren gehn”.

Achja, und verkauf Dich nicht für unter Wert. Wenn jemand nicht bereit ist Deinen Preis anzunehmen, darfst du auch Nein sagen. Oder sagen “was können Sie mir denn alternativ anbieten, was uns Beiden behilflich ist?”
Sollte mehr als “Reichweite” sein, denn sie haben ja vermutlich selbst wenig Reichweite, sonst bräuchten sie ja Deine nicht für ihre Werbung.

So als Denkanstösse.

PS: Und nicht zu vergessen, weil Podcasts sehr stark von Authentizität leben: Mach immer klar, wo die Werbung beginnt und wo sie endet, so dass Deine Hörenden wissen, wann Du für Dich sprichst und wann für die Geldgebenden. Wenn Du das vermischst, verspielst Du Deine Glaubwürdigkeit, die das Kostbarste ist, was Du in Deinem Podcast zu bieten hast.

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Neben Festpreisen ist tatsächlich TKP ein übliches Modell. Konkret: ein Preis XXX EUR für Pre-, Mid- oder Post-Roll-Werbung pro 1000 Streams/Downloads pro Episode innerhalb von 4 Wochen.

Vermarktungsplattformen empfehlen meist 80€ für Pre und Mid und 40€ für Post. Brutto. Davon verlangen sie meist 30%.

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