Podcast ohne Rhythmus ein Problem?

Nachdem ich jetzt mit neuer Hardware ausgestattet bin und mit Ultraschall und Studiolink alles so viel Spass macht… habe ich ein paar InterviewPartner angesprochen und angeschrieben.

Überraschend viele haben zugesagt.

Leider explodiert dadurch mein Inhalt. D.h. ich habe viel zu viel Content für meinen bisherigen Monatlichen Rhythmus.

Option a)
ich mach dann halt mal für die nächsten 4 Monate einen zwei Wochen Rhythmus und falle dann wieder auf monatlich zurück
Option b)
Ich mach die Aufnahmen und habe sie fertig geschnitten auf der Platte und release sie Monate nach dem Aufnahmetermin (sehr schmerzhafte Variante)
Option c) Ich verlasse meinen Rhythmus komplett … denn im Moment kommen immer mehr Themen rein, die spannend sein könnten.

Ich verfolge keinerlei finanziellen oder Ranking Ziele. Idealerweise inspiriert der Podcast Menschen in persönlicher Veränderung… Brauche ich dafür überhaupt Rhythmus? Aber alle sagen, dass es super wichtig ist regelmäßig zu posten.

Danke
armin

Das kommt auf die Zielklientel an :slight_smile:
Ein regelmäßiger, oder gar kurzer Rhythmus ist sicherlich für den Start eines Podcasts hilfreich. Wenn da nach einer Nummer 1 monatelang nichts mehr kommt, sind die Ersthörer wieder weg und man fängt mit jeder Episode wieder bei Null an.

Sind die ersten Folgen erstmal draußen und man kommuniziert bei absehbarem Ende der kurzen Erscheinungsweise auch das sich der Turnus ändern kann, braucht man meiner Meinung eigentlich nicht zwingend einen Rhythmus (das werden einige sicher anders sehen ^^) Wenn ich mir unseren eigenen Podcast anschaue :x. So richtig “schaden” tut es uns nicht, wenn man nicht Ranking geil ist. Wir haben unsere Zielklientel und erreichen sie auch - in dem Fall aber bedingt dadurch das noch ein Magazin dran hängt was auch außerhalb des Podcasts Content liefert und damit Publikum bindet.

Ich habe aber auch Laberpodcasts im permanenten Abo, die zwischen 3 Wöchentlich und 3 Monatlich veröffentlichen und denen das auch nicht zu schaden scheint :slight_smile:
Ich denke die Turnus Frage steht und fällt mit dem Konzept, den Zielen und der potentiellen Klientel

Mal doof gefragt: Warum ist das schmerzhaft? Sind das aktuelle Themen?

“Auf Vorrat produzieren” ist etwas, da wir bei Crème de la Meme mit Absicht machen, um den (wöchentlichen) Rhythmus einhalten zu können, weil wir alle nicht so richtig viel Zeit für regelmäßige Aufnahmen haben. Für mich klingt das daher eher nach einer Luxussituation. Fertige Folgen shedulen und zurücklehnen :wink:

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Naja ich bin bei folge 8. D.h. ein wichtiger Faktor ist im Moment noch, dass auch der Interviewpartner sein Netzwerk Motiviert in den Podcast zu hören. Wenn ich als Partner in einem Interview wäre und das würde viel später released werden würde meine Motivation Werbung für den Podcast machen drastisch sinken.

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Ja, das mit der »Regelmäßigkeit über alles« hört man oft. Und in genau den Podcasts hört man dann auch oft: »Bitte sagt uns, was Ihr hören wollt, weil wir selbst keine Ideen und Themen mehr haben.«

Nun ja.

Meine Stimme für: Veröffentliche die Folgen, wie es von den Themen und Gesprächspartnern her passt. Die Abonnenten haben (ha!) abonniert und bekommen die Folgen halt automatisch, wenn sie erscheinen. Und die selektiv Hörenden gucken eh nicht auf den Rhythmus, sondern auf Thema und Gesprächspartner.

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Ihr sprecht hier über RANK und so…
Wie kann ich denn rausfinden welchen RANK ich habe? Gibt es die Liste irgendwo?

Sorry für YetAnotherNewbyQuestion…

Armin

Ranking ist eher nen abstrakter Begriff, der prinzipiell nix Anderes aussagt als “Irgendwo höher stehen wir allgemein” und “Irgendwo tiefer stehen wir allgemein”, wobei der Fokus auf “Irgendwo” zu sehen ist.

Listen sagen nichts und sind nicht aussagekräftig, weil es bei Podcasts soviele Stellschrauben gibt.

  • interessieren sich viele fürs Thema oder wenige? Im zweiteren Fall können quantitativ wenige Hörende verdammt viel bedeuten.
  • wird der Podcast von vielen Leuten rezipiert/geteilt/whatever? Das bedeutet aber auch noch nicht zwangsweise Qualität.
  • wird man gepushed durch Firmen mit großen Marketingbudgets/Zeitungen/große Medien? Spätestens das verzerrt solche Listen. Wenn Fest und Flauschig von Spotify groß gepusht wird, ist der logischerweise bekannter und auf Beliebtheits/Gehörtanzahl-Listen höher, einfach weil Spotify ordentlich Werbung machen konnte.

AKA: Scheiß auf Rank. Deine Hörendenschaft baut sich von allein auf, solang Du nicht vollkommenen Murks machst.
Und die Tatsache, dass Du Dir(auch im anderen Thread) perfektionistische Gedanken machst sorgt vermutlich automatisch dafür, dass Du keinen Murks machst.
Vergiss die Zahlen, mach einfach Deinen Podcast und bleib dran.

PS: Auch regelmäßiger Rhythmus ist eher im übertragenen Sinne zu verstehn. Es sagt prinzipiell aus, hau in nicht zu großen Abständen was raus, sonst deabonnieren Dich Leute, weil sie denken, Dein Podcast ist eingestellt.
Und wie oft ist ein guter Richtwert? Frag Dich selbst, wie lang ein Podcastfeed in Deinem Player bleibt, bis Du ihn entfernst, weil Du denkst, da kommt nichts mehr.
Dein Rhythmus sollte auf jeden Fall (weit?) drunter sein, um sowas zu vermeiden.
Ob das nun wöchentlich ist oder mal 2, mal 3 mal 1 mal 4 wöchentlich ist, ist dabei nur ein Detail.

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