Podcast Experience auf dem nächsten Level – mit Podellio

Podcast – ein Format vor ein paar Jahren noch als verloren geglaubt, hat sich über die letzten Jahre wieder in das Leben vieler Menschen geschlichen und feierte in den letzten Jahren ein regelrechtes Revival. Die Auswahl an Plattformen wächst und wächst. Wie man sieht wollen auch immer mehr Big-Player wie Spotify und Audible etwas vom Kuchen abhaben. Doch alle haben bis heute das gleiche Problem – fehlende Interaktion.

Das wollen wir ändern – mit Podellio, der Podcast Experience auf dem nächsten Level.

Hallo Sendegate-Community,

wir sind Patrick, Marcel Eileen und Mario, die sich vor ein paar Monaten spontan über einen Hackathon zum Thema Corona gefunden haben. Über das Hackathon-Wochenende haben wir festgestellt, dass wir uns mit den eigenen Fähigkeiten und Skills sehr gut ergänzen. Wir wollten es also nach dem Wochenende nicht einfach so enden lassen. Und da ich die Idee sowieso schon länger im Kopf hatte, war das der perfekte Zeitpunkt, um die Idee auszupacken und real werden zu lassen.
Wir suchen aber auch noch weiterhin Unterstützung in verschiedenen Bereichen wie Design und Entwicklung. Wenn dich das nachfolgende also anspricht und du etwas Zeit hast bei einem coolen Projekt mitzuwirken dann schreib uns einfach, was du so kannst.

Jetzt aber zum Thema

Podellio soll die Worte „Podcasting“ und das „Sagen“ verkörpern. Ein kleines wichtiges Wort aus dem italienischen hängt aber auch noch am Schluss „io“ (italienisch = ich).
Was heißt das jetzt: wir wollen, dass „ich“ - also die Zuhörer-Person – auf Podellio die Möglichkeit habe, meine eigene Meinung und Sichtweisen zu Themen in Podcasts jederzeit wiedergeben kann. Dadurch wollen wir die bidirektionale Kommunikation stärken und Diskussionen zwischen Hörer und Podcaster, aber auch Hörer und Hörer anregen.

Podellio soll sich nicht zu den anderen 100 Podcasts-Apps auf dem Markt gesellen, sondern als Art Aggregator und Schnittstelle zwischen den Apps funktionieren. Uns ist deswegen wichtig, dass die existierenden Plattformen bestehen bleiben, denn nur so können wir die verschiedensten Communitys erreichen und zerstören sie nicht.

Auch ist Podcast derzeit noch ein sehr starkes „On-Demand“-Medium. Das führt zwangsweise zu Verzögerungen bei den Diskussionen. Über die Lösung einer erweiterten und interaktiven Live-Funktion lassen sich Diskussionen besser in eine Timebox packen. Nebenbei erhöht das auch die Realtime-Erfahrung und den direkten Draht zur Community. Sogenannte Podcast-Channels sollen die Podcast-Hörer zusammenbringen und auf Ereignisse im Stream direkt reagieren lassen.

Was die technische Komponente angeht, wollen wir so viel wie möglich aus anderen Plattformen einbinden und dann erweitern. Zum einen um die bestehenden Plattformen eher als Partner und nicht als Konkurrenz zu sehen aber auch um die Hürden eines Plattform-Umstiegs der Podcaster zu nehmen.

Podellio soll somit kurz und anders ausgedrückt, das Soundcloud, das Twitch und die Netflix-Party in einem sein und zukünftig vielleicht viel viel mehr.

Dafür brauchen wir genau jetzt Eure Mithilfe. Wir haben uns klar dafür entschieden, schon vor dem Start der Entwicklungsphase über Podellio zu erzählen. Denn die Plattform soll nachher nicht nur uns gefallen, sondern auch Euch als Podcaster und der Community. Deswegen legen wir sehr viel Wert darauf Eure Wünsche einzubeziehen und Eure Kritikpunkte nochmals zu überdenken.

Nun sind wir auf Eure Meinung gespannt.

Unterstützen könnt Ihr uns ebenso mit der Pre-Registration auf unserer Website [https://www.podellio.com]. So verpasst Ihr keine wichtigen Informationen mehr wie z.B. Abstimmungen zu Features oder Präsentationen der Prototypen.

Euer Mario von Podellio

Uns würde es wirklich sehr interessieren, warum so wenig Reaktion auf den Post stattgefunden hat.
Ist das Thema nicht aktuell genug?
Gibt es schon andere Tools, die ausreichen?
Besteht überhaupt eine Nachfrage nach diesen Features (aus Creator-Sicht)?

Kurz: nein. Für mich bringt das als Creator und als Zuhörer null Mehrwert. Ich kann live streamen wenn ich will, will ich aber meistens nicht. Ich kann podcasts live hören, will ich aber meistens nicht. Zeitsouveräner Konsum ist kein Nachteil sondern ein definierender Vorteil von Podcasts.

Davon abgesehen ist der Einstieg in den Post etwas tone deaf, die meisten hier machen nicht erst seit kurzem Podcasts sondern beschäftigen sich schon lange intuitiv mit dem Thema. Alle paar Wochen schlägt hier ein Startup auf, das uns erzählt, dass Podcasts so wie sie sind ja nicht funktionieren und es jetzt das nächste YouTube/Netflix/Twitch/Amazon/Tinder für Podcasts braucht, damit dieses kleine Nischenmedium mal so richtig abgeht. Ihr wart wenigstens freundlich dabei, aber, und hier spreche ich nur für mich, ich glaube nicht dass es tatsächlich dieses Bedürfnis nach mehr Plattform gibt.

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Ich hab ehrlicherweise nicht verstanden was das werden soll. In diesem Buzzwordfest bin ich irgendwann ausgestiegen, in etwa bei Realtime-Erfahrung.

Skeptisch werde ich auch wenn Aussagen für alle getätigt werden:

Alle? Also, ich nicht. Mein Format funktioniert hervorragend ohne.

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Finde ich gut, dass ihr fragt. Plattformen dieser Art kommen immer wieder und die Ideen sind alle alt. Setzen sich aber nicht durch, weil nicht wirklich der Bedarf da ist.

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Ich kann mir noch nicht vorstellen, wie das am Ende vonstattengehen soll. Sobald der Startschuss tatsächlich gefallen ist oder eine vorzeigbare Demo existiert, werde ich da gerne mal rumklicken.

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Ich glaube an der Stelle hab ich innerlich gekündigt ^.^

Alle Nase lang mal taucht ein Projekt auf, das buzzwordig damit wirbt neu und disruptiv ein Problem zu lösen, das es nach meiner Wahrnehmung so gar nicht gibt.

Fehlende Interaktion mit Hörerinnen und Hörern war meiner Erfahrung nach noch nie ein Problem im Podcastbereich, und die Implikation sich zur „Lösung des Problems“ notwendigerweise technisch zwischen Hörende und Podcastende zu platzieren, während meiner Erfahrung nach das Gro der Leute hier einen Eigenwert in dezentrale Infrastruktur in eigenen Händen und Verantwortung legt, tickt dann so die letzten Punkte auf der Checkliste von „Hey, wenn wir irgendwas mit Infrastruktur machen, dann sichern wir uns mit Content anderer irgendeine Dienstleistung für die, und wenn es sonst nicht monetarisierbar ist, ist es zumindest ein Hebel sich von genannten Platzhirschen aufkaufen zu lassen“

Kurz gesagt - ich sehe in der Beschreibung nichts dass ein real existierendes Problem löst, hatte aber auch keine Ambition eine Diskussion darüber zu führen ob das nicht doch was tolles disruptives sein könnte.

Es gibt so eine Kategorie StartUp oder Studie, der man dem Gang nach ansieht das sie nicht wirklich versteht wie die Podcastlandschaft tickt oder aussieht.

Having said that:
Erfolg gibt recht, und wer weiss, vielleicht entsteht da bei euch irgendwas von Eigenwert - insofern macht einfach euer Ding. Falls dem und bis es soweit sein sollte, sehe ich da allerdings noch nicht was das sein könnte.

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Hallo Mario,

ich hab mir den Text jetzt wirklich aufmerksam durchgelesen & auf eurer Website nachgelesen. Das ist alles sehr Marketing-Sprech & wenig Fakten. Das Visual auf euer Website sieht nach dem Kommentar-Feature von Soundcloud aus.
Ich höre schon gerne einige Podcasts live, aber das funktioniert mit Podlive oder einem Livestream auf der Website + einem Chat wunderbar. Auch das Kommentieren ist auf jeder Website möglich, wenn die Podcaster_in das möchte.
Wer genau ist eure Zielgruppe? Wollt ihr Podcaster_innen ohne Website ansprechen, die ihren Content zB. nur über propertiäre Plattformen anbieten? Wollt ihr selbst so eine Plattform sein?
Welche genau sind die Features eures Tools, welche die „Erscheinungsformen“ (App, Plug-in &c)?

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Also vor lauter buzzwords habe ich ganz vergessen Bingo gerufen…
Ich habe versucht euren Text zu lesen und habe nicht verstanden welchen need ihr jetzt wirklich bedienen wollt. Es liest sich für mich nach der Vorstufe von „…und nachher erzählen wir euch wie ihr mit eurem Podcast Geld verdienen könnt.“
Euer Text kommt mir nicht seriös vor.
just my2cents

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Ich habe eine Frage. Auf Eurer Seite steht

All deine Lieblingspodcasts findest du nun plattformübergreifend bei Podellio ohne langes Suchen.

Inkludiert das Spotify, Deezer, AudioNow, FYEO, Luminary, Podimo und Stitcher? Und die, die ich sonst noch vergessen habe?

Ich finde die Reaktionen total interessant.
Wenn ich hier im Sendegate immer lese, dann ist der Wunsch nach mehr Plattformen extrem gering. Aber da draußen sind die Plattformen und werden immer größer. Also irgendwie scheint es ja doch ein „Bedarf“ zu geben. Ich frage mich dann immer, ob ich hier in einer „Nerd-Blase“ (nicht negativ verstehen!) bin und die „Amateure“ außerhalb des Sendegates diese Möglichkeiten gern nutzen, oder ob es einfach nur fehlende Reflektionsfähigkeit dieser Personen ist.

Alle wollen immer auf allen Plattformen zu hören sein. Die Plattformen machen eigene Formate (die nicht immer schlecht sind) und viele Labels produzieren für diese Plattformen. Also irgendwie scheint es recht gut zu funktionieren für alle Beteiligten.

Trotzdem gebe ich auch @Joram recht: es bedarf irgendwie keiner Plattformen, wenn man podcasten will. Das bedarf es nur, wenn man daran interessiert ist, sein eigenes Format zu monetisieren. Ansonsten spräche nichts dagegen, einfach mal einen RSS-Feed zu erstellen und seinen Podcast für alle zur Verfügung zu stellen. Weiß immer nich, warum man dazu unbedingt Plattformen braucht.

Und wie Joram schon sagte: andauernd schlagen hier Firmen auf, die einem das podcasting neu verkaufen wollen und neu erklären wollen. Eventuell sollte man daran denken, dass die Podcast-Profis hier sitzen und sich auch eher nicht sagen lassen, wie das zukünftige podcasting so auszusehen hat.

Ich möchte noch anfügen, dass ich nur reagiert habe, weil explizit danach gefragt wurde. Ich halte nichts davon, alles schlecht zu reden, was irgendjemand mit einem anderen Verständnis von Podcast macht. Die Welt ist groß genug für alle.

Der durchweg negative Ton hier in den Kommentaren ist quasi auf Anfrage entstanden – mir ist es wichtig das zu betonen. Denn zuvor haben alle den Post halt links liegen lassen, weil es eben hier nicht die passende Zielgruppe ist. Wir sind hier definitiv eine Blase, die nur einen Teilbereich von deutschen Podcasts abbildet, vermutlich sogar einen relativ kleinen.

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auch mein Gefühl - sehr schade!

Ich glaube, dass das Format Podcast in seiner Simplizität genau richtig, wenn nicht sogar nahezu perfekt ist.
Alles kann, nix muss. Sowohl von Creator Seite, wie auch von Seiten der Hörer*innen. Der, von @Joram erwähnte „zeitsouveräne Konsum“ ist womöglich das stärkste Pro-Argument überhaupt.
Selbst das Format Radio bietet seine Sendungen mittlerweile als Podcast aus eben diesem Grund an.

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Ich muss gestehen, dass ich einfach nicht an Interaktion mit Hörern interessiert bin. Daher habe ich auch nichts Konstruktives für diesen Faden beizutragen gehabt. Vieles, was @Joram gesagt hat, teile ich, insbesondere die Frage, ob Podcaster in diesem Umfeld für das geplante Projekt wirklich eine Zielgruppe darstellen?! Die Motivation, einen Pocast zu produzieren, erscheint mir auch schon im Rahmen dieses Forums sehr individuell und unterschiedlich.

Mein Podcast ist mein Hobby, ich werfe da Geld rein und habe kein Interesse an einer Remonetarisierung. Eine wichtige Motivation für mich ist auch die Erweiterung meines Skillset im Umgang mit Software, Hardware und Kommunikationstechniken. Ich halte es beim Podcast-Produkt auch eher mit der Allegorie „Author - Buch“ und mein Interesse an Feedback aus sozialen Medien ist gering. Auch wenn dieses Zusammenspiel den ursprünglichen Ansatz von Podcasting darstellen sollte.

Ich persönlich möchte auch nicht überall mit meinem Podcast stattfinden. Es ist für mich eine politische Entscheidung, nicht bei Spotify gezeichnet zu sein. Projekte, die die Zusammenführung von Inhalt, Nutzer- und Hörerraum fokussieren, haben für mich auch immer den Beigeschmack von Monopolisierung. Die Hoffnung, durch breite Streuung eine kritische Menge Hörer zu bekommen, ist für die eigene Motivation und fürs Ego natürlich enorm hilfreich. Ich halte es aber auch für strategisch nicht wirklich kontrollierbar, egal wie viel Marketing man dafür aufbringt. Je größer die Datenbanken, umso unübersichtlicher das Angebot - Rubriken helfen da auch nur sehr eingeschränkt.

Kurz: ich fühle mich oftmals wohler bei den Nerds und bin eher für ein freies Internet statt für Monopolangebote und interessiere mich eher weniger für den Komfort und die Bequemlichkeit potentieller Hörer und ihrer Rezeptionssettings. Natürlich freue ich mich über Feedback, brauche aber keins, um mein Projekt weiterzuführen.

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Hallo zusammen, da ist ja echt eine Menge zusammengekommen.
Das Team hinter Podellio als auch ich bedanken sich mega über Eure konstruktive Kritik.
Ich denke, es hilft uns mit Euren Kritikpunkte sehr, wie und für wenn wir das Produkt ausrichten müssen.
Ich denke, mit der Rückmeldung ist die Zielgruppe unserer Lösung eine andere als die der Podcast-Creator

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