Normalisieren über einen Track hinweg anstatt je Item (Automated Mixing Pipeline)

Hallo zusammen,
ich versuche mich seit kurzem mit Ultraschall und habe mich soweit dank der Feature Videos und Tutorials gut zurechtgefunden im Schnitt.
Zu guter Letzt habe ich die Schritte aus dem Workflow der Automated Mixing Pipeline ausgeführt, bei dem am Anfang das Normalisieren der einzelnen Items steht.

Ich habe eine Zweispuraufnahme von zwei Personen, die sich auf Abstand im selben Raum befinden. Daher findet sich auf der jeweils anderen Spur immer ein klein wenig Übersprechen.

Aufgrund vieler Schnitte wegen z.B. zwei Takes beim Einsprechen eines Beitrags oder einigen äh, Denkpausen (jaja, wir sind gottverdammte Profis… :sweat_smile:) habe ich einige Items, bei der nur eine Spur besprochen ist und die andere lediglich das leise Übersprechen beinhaltet.

Selektiere ich jetzt wie im AMP Workflow beschrieben alle Items und normalisiere, dann wird bei den kurzen Items, die nur Übersprechen beinhalten dieses extrem verstärkt.

Ich konnte mir behelfen, indem ich vor dem Normalisieren alle Items wieder über glue zu einem Item verschmolzen habe. Ich vermute aber, dass das nicht das richtige Vorgehen ist, da dabei auch ein neues file im Hintergrund geschrieben wird. Gibt es stattdessen die Möglichkeit, einen gesamten Track über die Items hinweg zu normalisieren?

Im Forum habe ich dazu nur diesen Eintrag gefunden:

Der ist leider auch unbeantwortet geblieben. Vielleicht ist es auch offensichtlich, aber ich komm grad nicht drauf und bin dankbar für euren Input :wink:

Ich mache den AMP immer vor dem Schnitt.
Vorteil ist, dass man dann alles richtig abgemischt im Schnitt hört.

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Genau so ist es gedacht: AMP direkt vor dem
Schnitt durchlaufen lassen. Dann hat man den Endmix gleich auf den Ohren und kann zur Not justieren.
Dein Weg über Glue zu gehen war in der Situation aber schon die perfekte Alternative.

Und generell: weniger Schneiden, mehr muten. Das vereinfacht das Handling und AMP hat es noch einfacher.

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Danke, dann werd ich das beim nächsten Mal versuchen. Klingt auch nach einem Mehrwert, gleich beim Schnitt mitzuhören.

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Danke - ich habe AMP gedanklich für mich aus irgendeinem Grund als „Final Touch“, also letzten Schritt kurz vorm Rendern abgelegt. Keine Ahnung, woher das kommt.

Hat es auf den AMP keinen Einfluss, wenn beispielsweise im Ausgangsmaterial noch Spitzen drin wären, die im Schnitt rausfallen? Vermutlich nicht, weil das Vorgehen dynamisch über die Laufzeit geht?

Werde versuchen, mehr zu muten. Aufgrund unserer noch mangelhaften Gesprächsdisziplin war das Schneiden leider häufiger nötig, weil Passagen ein zweites Mal eingesprochen oder längere Denkpausen drin sind. Ist auf jeden Fall schon mal eine Erkenntnis für den nächsten Anlauf, den „Input“ zu optimieren.

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Ich bin da glaube ich in einem ähnlichen Stadium wie du. Bei uns wird auch sehr viel Geschnitten, aus ähnlichen Gründen.
Ich mache immer den gesamten Workflow als erstes und kann im Schnitt die integrierte Lautheit konstant überwachen (wird ja angezeigt). Bisher keine Probleme gehabt und auch im Endergebnis immer zufrieden gewesen.
Auch EQs, Noisegates oder Noisefloors setze ich am Anfang um es A) nicht zu vergessen und B) eventuell nachzujustieren ohne erneut durchhören zu müssen.

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Gut zu wissen. Werde das beim nächsten Anlauf berücksichtigen.

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Es gibt eine Funktion in Reaper, die heißt „Normalize (Common Gain)“. Damit kannst Du alle items gemeinsam normalisieren und du hast keine Probleme mit einzelnen Clips. Ansonsten ist „glue items“ ein sehr guter Weg oder eben einfach als erstes AMP-Workflow machen und dann schneiden.

Ich mache AMP immer als allererstes, direkt nach „Prepare all tracks for editing“. Dann klingt erstens der Schnitt schon gut und zweitens merkst Du beim Schnitt ob es irgendwo kritische Stellen gibt, die im AMP Workflow suboptimal klingen.

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