Netzbrummen bei Zoom H6 mit beyerdynamic DT-297-PV/80

Mir ist es fast ein wenig peinlich, dass ich das Dauerthema „Netzbrummen“ jetzt auch mal bedienen muss, aber trotz diverser Suchen habe ich keinen Eintrag gefunden, der zu dem Problem passt. Vielleicht bin ich aber auch nur zu doof.

Hier die Aufnahmesituation und das Problem:

Ich möchte 3 DT-297-PV/80 an einem Zoom H6 nutzen. Hierzu schließe ich die jeweiligen XLRs an die Spuren/Lines 1,2 und 3 des Zoom H6 an (Phantomspeisung bei jeweils 48). Die Kopfhöreranschlüsse der Headset kommen an ein LD Systems HPA4, der mittels Zusatzkabel aus dem Kopfhörerausgang des H6 bedient wird. Auf der 3 bekomme ich dann einen unangenehmen Brummton, der fast verschwindet, wenn ich die 3 am H6 deaktiviere.

Alle Hinweise bei Sendegate weisen darauf hin, dass bauartbedingt weder der Zoom H6 noch die beyerdynamics für dieses Netzbrummphänomen anfällig sind. Ich bin daher davon ausgegangen, dass ich damit grundsätzlich kein Problem haben sollte. Das beruhigte mich insofern, weil ich als Bastler für Erdungen mangels jeder Grunderfahrung ohnehin eher ein Totalausfall bin.

Da der Brummton auf Line 3 so auffällig war, wollte ich einen Defekt des betroffenen Headsets ausschließen. Ich probierte es daher nur mit 2 Headsets und entfernte das 3.Headset. Das Brummen war dann auf Line 2, auf Line 1 nicht.

In meiner Hilflosigkeit hatte ich dann noch überlegt, ob das Audio-Kabel vom H6 zum HPA4 Einfluss haben könnte. Ich probierte es mit 3 unterschiedlichen Kabeln (kleine Klinke auf große Klinke und kleine Klinke auf Cinch), aber ich konnte keinen Unterschied fesststellen.

Stromlos die Geräte zu betreiben erscheint mir unmöglich, da ohne HPA4 kein Monitoring möglich wäre und das Gerät braucht halt Strom. An ein rein batteriebetriebenes Zoom H6 habe ich bisher nicht gedacht, weil ich einen ungewollten Aufnahmestopp mangels Batterie als Risiko sehe. Ich unterstelle bei Batteriebetrieb und Phantomspeisung zumal einen größeren Verbrauch.

Ich habe da jetzt hoffentlich keinen großen Blödsinn zusammengeschrieben. Wer noch Tipps geben kann, ich wäre dankbar, werde aber wohl erst am Sonntag nochmal richtig reinschauen können.

Gruß in die Runde
Brehmchen

Hallo,
ich habe die Netzteile der Geräte im Verdacht.
Wenn die beiden Netzteile in unterschiedlichen Steckdosen stecken, könnte das Problem größer werden.

Ich hatte mal ein ähnliches Problem, dass ich dadurch gelöst habe, dass ich den Kopfhörerverstärker mit einer Powerbank betrieben habe.

Es gibt da aber auch Lösungen ohne extra Kabel:

Bevor Du aber etwas käuflich erwirbst, solltest Du die Ursache erst mal eingrenzen und identifizieren.

Da Dein Verstärker mit 24V arbeitet, wird es mit einer Powerbank schwierig.

Daher hier meine Ideen:

a) Netzteile in gleichem Mehrfachstecker betreiben
(PC, H6 und Verstärker)

Ziel: Erdungsschleife vermeiden und schauen ob das Problem verschwindet.

b) H6 mit Akku betreiben, Verstärker mit Netzteil. Den PC erst mal nicht anschließen. Wenn es kein Brummen gibt, PC dazu schalten.

Ziel: Vermeiden von Brummen durch galvanische Trennung und Fehlereingrenzung.

Wenn die Ursache dann klar ist, kannst Du Dir ja überlegen was Du auf Dauer benötigst.

Wenn Du eine Lösung hast, oder nicht weiter kommst, einfach nochmal melden.

Grüße

Gero

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Vielen Dank für die nette Rückmeldung und hier mein Feedback zu

a) Ich hatte leider vergessen zu erwähnen, dass ich beide Geräte (ein PC war nicht angeschlossen) bereits im gleichen Mehrfachstecker waren (einfache Dreiersteckdose). Sollte es eine besser geeignete Mehrfacksteckdose geben, die man da kaufen könnte, würde ich das machen. Dürfte preiswerter sein, als der Kopfhörerverstärker, wenn es hilft.
b) Ich würde es mal im Batteriebetrieb versuchen und nur den Kopfhörerverstärker über Netzteil.

P.S.: Beim Betrieb von 4 Rode Procastern mit dem gleichen Kopfhörerverstärker trat das Problem in den letzten 4 Jahren übrigens nie auf.

Sobald ich das ausprobiert habe, melde ich mich nochmal. Vielen Dank, @Gero !

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@Gero , hier der jüngste Stand, hat bei mir doch etwas länger gedauert, ehe ich das nochmal durchtesten konnte.

Da kein PC angeschlossen ist, konnte dies als Fehlerquelle ausgeschlossen werden. Ich habe dann das H6 mit Batterie betrieben und den Kopfhörerverstärker mit Strom, Netzbrummen blieb, der Betrieb auf Batteriebasis belastete die Batterien aber sehr stark, obwohl ich m.E. gute Batterien ausgewählt hatte. Batteriebetrieb beim H6 halte ich daher „gefühlt“ für schwierig. Hinzu kommt, dass ich das Risiko eines Stromversorgungsproblems beim H6 möglichst vermeiden möchte. Das klingt jetzt hoffentlich nicht doof, aber jeder, der mal eine Aufnahme versaut hat, möchte jede Fehlerquelle lieber von Anfang an vermeiden. Einen unversorgten Kopfhörerverstärker kann man notfalls auch mal überbrücken, ohne dass die Aufnahme selbst in Gefahr gerät. Ich klinge da hoffentlich nicht übervorsichtig.

Ich habe dann nochmal 3 DT-297 angeschlossen, den H6 via Strom betrieben und nur am Kopfhörerausgang des H6 abgehört. Kopfhörerverstärker war ungenutzt, im Ergebnis kein Netzbrummen. Ich war da jetzt hoffentlich nicht zu voreilig, aber ich habe mir jetzt den ZHA-4 bestellt, weil mir dies nun die erfolgversprechendste Lösung erscheint, in Kombination mit einer Powerbank. Ich melde mich, wenn ich das dann mal testen konnte. Bin selber neugierig.

Hm….
Die Powerbank hättest Du auch an deinen derzeitigen KH-Verstärker anschließen können.
Das ZHA-4 arbeitet mit Akkus oder Batterien. Das verbraucht nich sooo viel.

Halte uns auf dem Laufenden….

Den H6 kann man prima und (je nach Kapazität) über viele Stunden mit einer USB-Powerbank betreiben. Batterien sind dann nur noch USV-Backup.

… kann ich bestätigen, das H6 mit Powerbank und wenn nötig Batterien nutzen wir seit Jahren

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