Musikmesse 2019


#1

Aloha!

Hier mal die Kurzfassung: Gerade bin ich auf der Musikmesse in Frankfurt.

Habt ihr kurzfristig eventuelle Fragen, die ihr unbedingt jemandem hier stellen wollt? Würde ich ggf. weiterreichen.

Ist jemand aus der Community hier? Lust auf einen Kaffee?

Gruß
Andi


#2

Hallo Andi,

ich war gestern da und relativ schnell fertig. Die Messe ist - für mich - langweilig und unattraktiv geworden.

Meine (gesponsorte) Karte ist zwar eine Dauerkarte und da ich um die Ecke wohne, könnte ich mich zwar noch mal spontan aufraffen, aber für mich lohnt sich das im Grunde nicht.
Und angesichts der Mond Messepreise dort treffe ich mich im Zweifel lieber außerhalb.

Viel Spaß und guten Heiimweg nachher.

Gruß, Uli


#3

Tatsächlich war der für Podcaster interessante Bereich sehr klein. Dort war ich zb am Stand von Zoom. Und es überrascht schon, wie viel augenscheinliche Plagiate es dort gibt.


#4

Na ja, Plagiate … also bei bestimmten Produkten tippe ich eher auf ein asiatisches Grundgerüst, das dann in minimal optischen Abweichungen unter Hausmarken-Namen bei Thomann, Musicstore, Conrad und ähnlichen auftaucht.

Ein geradezu markantes Beispiel ist das AKG C1000S, damals noch als MKIII (die silberne Version). Røde hatte sein - dunkles - M3 am Start, deutlich günstiger als das AKG.
Nun hat sich Thomann dazu bequemt, ein t.bone auf den Markt zu werfen, das so aussah wie das Røde, nochmals 20 Euro weniger kostete und - Achtung, Gag! - einen Namen hatte, der an das AKG erinnerte. Viele Nutzer glaubten auch, folgt man den Benutzerkommentaren, dass es sich um ein t.bone-AKG handeln würde; in Wirklichkeit war es ein Røde-Klon.
Das Angebot hatte nicht lange Bestand. Lustigerweise tauchte es kurze Zeit später unter leicht verändertem Namen dann beim Musicstore als Hausmarke auf…

Mit dem Shure SM 58 ist es ähnlich; bemerkenswerterweise spielt in der Liga dann auch Session mit.
Hinweise auf Auftragsfertigung / Lizenzen und ähnliches habe ich bislang noch nicht gefunden.

Bei so Schnuckels wie dem aktiven Kopfhörerverteiler glaube ich nun nicht an eine hinreichende Schöpfungshöhe des Dipl.-Ing. Uli Behringer, der durch Lizenzen an dem Teil verdient, damit es von praktisch jedem no-name-Händler vertrieben werden darf. Oder spielst Du auf ein Geschmacks- bzw. Gebrauchsmuster an?

Viel interessanter wäre es gewesen, wenn Du Plagiate des Zoom H2 / H4 / H5 / H6 entdeckt hättest. Aber diesbezüglich habe ich noch nichts gefunden.


#5

Ich möchte da noch mal nachhaken:
Meine letzten Besuche auf der prolight + sound / Musikmesse waren ja entweder vom Arbeitgeber bezahlt oder Freikarten über Vertriebskontakte. Und mein Fokus lag da - je nach Job - entweder auf Veranstaltungstechnik & Zubehör oder digitalen Mischpulten, Audio-Interfaces sowie ggf. (USB-)Mikrofonierung.

Unter Podcast-Aspekten habe ich die Messe(n) in Frankfurt noch nie als ernst zu nehmenden Anlaufpunkt gesehen.
Abgesehen von Zoom, deren Stand auch kleiner geworden ist, bliebe vielleicht noch Tascam und ESI.

König & Meyer ist natürlich immer einen Besuch wert, aber die großen Mikrofonhersteller z.B, haben sich rar gemacht: Sennheiser und Beyerdynamic waren nicht da, nach AKG habe ich gar nicht erst gesucht. Audio-Technica hätte ich fast übersehen, die hatten nur eine Nische neben Allen & Heath, und deren dynamischen Großmembraner BP40 konnte man am Allen & Heath-Stand ansprechen.

Røde hat sich ebenfalls rar gemacht und konzentriert sich auf die fast zeitgleich laufende NAB Show in Las Vegas, was für mich ein Zeichen dafür ist, dass der europäische Podcast-Markt für die Australier (noch?) keinen so hohen Stellenwert zu haben scheint.
Könnte aber auch am Vertrieb in Deutschland liegen. Bemerkenswerterweise tritt hier eine Unlogik auf: Da ESI ja mittlerweile von der Hyperactive Audiotechnik GmbH vertrieben wird und auf der Messe vertreten war, gab es von Røde, die hierzulande ebenfalls von Hyperactive vertrieben werden, nichts.
(Randbemerkung: In den Vorjahren fand man Røde auch nur indirekt über den Aussteller Hyperactive Audiotechnik GmbH und nicht unter deren Markennamen).

Vielleicht liegt es an den - schlechten? - Konditionen der Messe Frankfurt?

Die marktrelevanten Neuheiten werden zu Jahresbeginn ohnehin auf der ebenfalls in den USA stattfindenden NAMM Show präsentiert und die ist vermutlich weniger attraktiv für Podcaster (soweit ich weiß, ist das keine Messe für die breite Öffentlichkeit, sondern nur für Fachbesucher).

Interessant könnte vielleicht die IBC in Amsterdam sein (13.-17. September 2019), wobei ich auch hier nicht weiß, wie relevant das für Podcaster ist.
Ich habe mir den Zeitraum im Kalender mal geblockt und werde vermutlich aus beruflichen Gründen dahin fahren; das ist allerdings noch nicht so ganz safe.

Die prolight + sound / Musikmesse ist für mich jedenfalls, nach den Erfahrungen 2019, nicht mehr attraktiv.
Ein zukünftiger Messebesuch käme für mich nur infrage, wenn ich den Eintritt gesponsert bekäme - Arbeitgeber oder Freikarte - und dann auch nur, weil ich als Frankfurter keine Anfahrtkosten habe.