Mobiler Podcastkoffer für zwei Großmembranmikros


#1

Just build: Mobile Podcasting Studio. Die Koffer dienen als sichere Transportboxen für je ein Großmembran-Kondensatormikrofon samt Galgenarm. Zum Betrieb kann er einfach in die Halterung am Koffer gesteckt und auf Sprecherhöhe gewippt werden, der mit Akustikschaumstoff ausgekleidete Deckel dient beim Transport dem Schutz und geöffnet der Schallabsorbation beim Sprechen - zumindest ein wenig, ich bin da kein Fachmann. So können Host und Interviewpartner einfach am Wohnzimmertisch gegenübersitzen, ohne sich gegenseitig voll auf die Tonspur zu quatschen. Dass es sich um USBßMikros handelt, ist mir durchaus bewusst - ich bin sehr zufrieden damit und mit diesem Set-up.


#2

Hui, edel - coole Idee!


#3

Seeehr schick. Hut ab!


#4

Danke, war auch schon erfolgreich im Außeneinsatz.


#5

Sieht super aus. Wie schaffst Du es bitte, dass Du zwei (oder mehr) USB-Mikrofone in einer DAW auf getrennten Spuren aufnehmen kannst - und vor allem wie bekommt jeder den Ton der anderen Sprecher auf “sein” USB-Device auf den Kopfhörer? Reaper kann meines Wissens immer nur genau ein Audiogerät (also ein USB-Mikrofon) als Input/Output verwenden.


#6

Das klapppt mit Apples Audio Midi Setup (in diesem Dienstprogramm einfach ein Hauptgerät aus mehreren USB-Devices einrichten) und Adobe Audition problemlos (in Audition dann den beiden Spuren je ein Mikro zuordnen). :+1: Die Sache mit dem Kopfhörer ist allerdings so eine Sache, die ich noch nicht ausprobiert habe, weil sich bei mir die Sprecher immer gegenüber sitzen und ich den Pegel direkt bei der Aufnahme in Audition regele. Ansonsten gibt es direkt im Rode NT-USB einen Klinkenausgang für Monitorkopfhörer, den ich allerdings auch selten verwende.


#7

OK. Das ist ja cool, dass man in Audition mit einem Hauptgerät aus mehreren USB-Geräten so interagieren kann.

Für den Audio-Rückkanal müsstest Du ja theoretisch für jeden Teilenehmer einen individuellen “n-1” Mix erstellen, so dass er/sie alles auf den eigenen Kopfhörer bekommt, außer seiner/ihrer eigenen Stimme. Hast Du dafür schon eine Lösung? Oder habt ihre keine Einspieler bzw. per Studiolink (oder Skype oder ähnlichem) angebundenen externen Teilnehmer?


#8

Ja, das müsste ich wohl - hab das bislang aber noch nie ausprobiert und weiß leider nicht, ob das geht. Bisher habe ich über Skype nur Eins-zu-Eins-Gespräche geführt und die dann später eingebaut. Werde aber mal schauen, ob auch die Live-Lösung mit zwei Studiomikrofonen und einem Skype-Teilnehmer funktioniert.


#9

Chapeau! :+1:


#10

Genau so eine Idee hat mir gefehlt… :smiley:
Die Umsetzung sieht toll aus.
Ich überlege gerade, ob man das nicht alles auch in einen Koffer packen kann… Vielleicht muss ich mir das Konzept die Tage kopieren. :slight_smile:
Nur so aus Neugier: Was für Komponenten sind da im Einsatz? :wink:


#11

Mit einem Koffer wird das schwierig, weil nicht alles hinein passt - bei mir jedenfalls nicht. Das sind das Rode NT-USB samt Rode PSA-1 (Arm). Der Koffer ist etwas breiter als übliche Werkzeugkoffer, weil der Arm sonst nicht passt, ich muss mal schauen, ob ich die Artikelbezeichnung noch finde. In der Ecke ist ein Regalwinkel aus dem Bauhaus angebracht, der ein Loch hat, in das der Rode-PSA-1-Halter genau hinein passt. Ich habe noch zwei Dichtungsgummis untergelegt, damit der eingesteckte Arm beim Drehen nicht an der Kofferkante reibt.


#12

Die Frage bleibt aber schon, warum an nicht lieber zwei

nimmt, zusammen mit einem x-beliebigen einfachen 2-Kanal Soundinterface? Dadurch spart man sich die doch meistens mit einem Hauptgerät eintretenden Probleme auf dem Audio-Stack von OSX (Apple behandelt diesen Bereich leider so stiefmütterlich, dass wir den Support dafür eingestellt haben), hat keine Probleme mit lokalem Monitoring, kann N-1 Mixe einfach bauen…

Oder nochmal zugespitzt: nur weil es hier einmal scheinbar gut und fehlerfrei funktioniert, würde ich das nicht als nachahmenswerte Lösung empfehlen. Davon ist der 1A Kofferbau natürlich ausgeschlossen, aber der bliebe bei einer Interface-Lösung ja auch bestehen.


#13

Die Interfacelösung mit XLR-Mikros ist - natürlich - mit den erwähnten Vorteilen verbunden. Hier kam die USB-Lösung allein deshalb zum Tragen, weil aus Macbook- und iMac-Verwendung heraus bereits zwei Rode NT-USB vorhanden waren und in der Praxis über Audio Midi Setup beide Mikros recht reibungslos und ohne wahrnehmbare Latenz auf zwei Spuren in Audition aufnehmen. Ein neues Set-up mit XLR und Interface anzuschaffen, machte vor diesem Hintergrund und aufgrund der zusätzlichen Tatsache, dass maximal einmal pro Woche im reinen Vis-à-vis-Dialog aufgenommen wird, keinen Sinn. Bei geplanter Erstanschaffung aller nötigen Komponenten würde ich aber auch die traditionellen Geräte ohne USB wählen - hätte ebenfalls alles Platz im Koffer.