Mehrspuren im Zoom H6 mit 2 AKGs C1000S


#1

Hallo zusammen,

hab zwei Fragen. Gibt es die Möglihckeit mit dem Zoom H6 beim Einsatz von 2 AKGs C1000S zwei separate Spuren aufzunehmen? Wenn ja, wie muss ich das am besten einstellen, auch damit die AKGs optimal funktionieren. Muss ich zusätzlich Plugin-Power aktivieren, etc…
Mal ist die Aufnahme ganz minimal leiser, dann wieder lauter … hat das mit der Phantomspeisung was zu tun oder wie kann ich dem mit den Mikros entgegenwirken?

Danke für eure Hilfe

vg


#2

Die AKGs brauchen Phantomspannung. Die klemmst Du daher am besten an zwei der Kanäle 1-4 an (NICHT an den optionalen XLR-Kopf). Die Phantomspannung kannst/musst Du über das Menü anschalten - Erfolg wird durch einen grellgelben Blitz im jeweiligen Mixer-Kanalzug angezeigt.
Die entsprechnenden Kanäle musst Du natürlich scharfschalten (1+2 gehen einzeln, 3+4 nur zusammen) und mit dem jeweils zugehörigen Rad auf den entsprechenden Pegel einstellen - er sollte maximal so auf ~1/2 der Aussteuerungslänge hochschnellen.
Die (Mikrofon-)Kapsel wird je Aufnahmesession (von REC bis Stopp) im entsprechenden Unterverzeichnis als Stereodatei ZOOMxxxx-LR.WAV aufgezeichnet,
Kanal 1 als Monodatei ZOOMxxxx-Tr1.WAV
Kanal 2 als Monodatei ZOOMxxxx-Tr2.WAV
Kanäle 3+4 als Stereodatei ZOOMxxxx-Tr3+4.WAV
Je nach Einstellung gibt es dann noch eine Stereodatei ZOOMxxxx_BU.WAV, die eine um 6dB reduzierte Aufnahme als BackUp darstellt - falls man sich Übersteuerungen eingetreten hat.

Das AKG C1000 hat eine Nieren-Charakteristik, wenn der PPS-Adapter auf der Kapsel sitzt sogar eine Hyperniere. Das bedeutet: das Mikro ist sehr gerichtet. Wenn der Sprecher dann etwas “neben” der Achse hängt, dann ist er entsprechend leiser und weggedumpft. Gleiches gilt, wenn der Sprecher sich vom Mikro wegdreht. Das Mikro ist ziemlich großartig universell, sehr gut verständlich, kann problemlos ohne Spinne in der Hand gehalten werden und verzeiht auch so manche grobere Behandlung und filtert Umgebungskrach recht gut weg - AAABER ist gnadenlos bei mangelnder Mikrofondisziplin: der Mund muss immer auf der Mikrofonachse liegen, sollte sich nie wegdrehen, der Abstand sollte auch möglichst immer gleich bleiben. Abweichungen werden sofort mit entsprechenden Klang- und Lautstärkeänderungen bestraft.

Daher haben Live-Reporter meist Mikros mit Kugelcharakteristik, die Fehler beim “Zielen” weniger scharf abbilden - dafür aber auch deutlich mehr Umgebungsgeräusche mit einfangen.


#3

top, danke. Multitrack mit mp3 geht nicht oder ? Würde die Karte mehr Aufnahmen zulassen. Bei 32 MB und 48/16 snd es knapp 45 min


#4

hab ein leises dauerrauschen. bekomme ich das weg. Hab PAD auf -20db bei den Mikros. Und Phantom auf +48


#5

Die Kanäle 1+2 und 3+4 kann man beim Zoom H6 bei Bedarf zu Stereospuren zusammenfügen, aber auch wieder trennen und hat dann mit 1-4 insgesamt 4 diskrete Kanäle zur Verfügung. Zum Trennen muss man eine bestimmte Tastenkombination auf den Tasten drücken:
Bild


#6

Oh! Handbuch lesen bildet.
Danke - war an mir vorbeigegangen.


#7

Danke … Würdet ihr am Low Cut und Limiter was einstellen?


#8

Nimm das -20db Pad raus. Es sei denn Du nimmst in seeeehr lauter Umgebung auf (Rockonzert).


#9

Da man Aufnahmen meist bearbeiten will, fieser Krach bei MP3 aber das Nutzsignal wegfiltert, würde ich IMMER .WAV nehmen. Und dann 24/44.1 oder 24/48 je nachdem ob ich CD-Tracks mit dazumixe (dann 44.1kHz) oder Studiolink oder DAT/ADAT-Aufnahmen nutze (dann 48kHz).

SD-Karten sind inzwischen billig genug, dass man sich eine 16GB/32GB leisten können sollte. Die muss ja auch nicht viel Durchsatz haben, so dass billige von der Performance her reichen.


#10

Da IIRC alles NACH dem A/D-Wandler geschieht, würde ich sämtliches Processing abschalten (beim LowCut bin ich mir nicht ganz so sicher), und die entsprechende Bearbeitung erst in der DAW machen. Das geht dort nichtdestruktiv und präziser.


#11

Bin auf einer Konferenz und will ein paar O-Töne einholen. Macht es dann Sinn mit 44.1 und Stereospur? ODer ausschalten. Final kann ich ja eh beide einzelnd nachher bearbeiten und dann wieder zusammenführen


#12

Low Cut (also ein Hochpassfilter, auch Rumpelfilter genannt) kann meiner Meinung nach auch bei geplanter Nachbearbeitung sinnvoll sein. Und zwar wenn man bei der Aufnahme auf dem Monitor/Kopfhörer schon deutlich störendes Rumpeln hört und es einen nervt. Und das geht schnell. Dann aktiviere ich den Rumpelfilter. Damit verliert man dann zwar etwas vom Bassanteil in den meist männlichen Stimmen, aber immer noch besser als bei der Aufnahme genervt sein. :wink: