Let's talk about kurze Podcasts

Ich halts ganz simpel: Ein Podcast dauert solang wie er dauert.
Wenn alles erzählt ist, was gerade dazu gehört, Klappe zu.
Wenn man denkt, es wird zu lang, aber man hat noch weitere Themen: Teil 2 und folgende

Und wenn nach 2 Minuten alles gesagt ist, dann ist dem so.

Da ist der Anerzaehlt echt eingroßartiges Beispiel für. Manche Episoden gehen kaum 2 Minuten, andere dafür gleich 10+, je nachdem was das Thema hergibt.
Und in seltenen Fällen sogar 30+.

Am Ende ist nicht die Länge ausschlaggebend, sondern eher, ob man den Bogen bekommen hat. Die Leute folgen einem auch länger durch ein Thema. Solang man nicht Kniffligkeiten im Thema mit sinnfreien FüllWorten/Sätzen füllt und dadurch Langatmigkeit reinbringt, denn dann merkt man erst, wie lang der Podcast ist.

Ich pflichte da auch @vanilla_chief bei, dass Vorbereitung dabei hilft einen guten langen Podcast zu machen. Keine Vorbereitung(aka keine Ahnung, was man überhaupt sagen will) ist der Garant für Langeweile und als zu lang empfundene Podcasts, selbst wenn diese nur 10 Minuten sein sollten.

Ich halte daher von solchen quantitativen Längenangaben nichts, weil es den Inhalt vollkommen außer Acht lässt. Und gute Inhalte sind die Stärke guter Podcasts.
Eine gute Studie muss den Inhalt von Podcasts irgendwie™ berücksichtigen.

Man bewertet auch Äpfel nicht nach Anzahl und Größe, sondern nach Geschmack(aka Inhalt).

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Ich muss hier jetzt auch noch mal meine Gedanken zu dieser Diskussion zusammen schreiben. Ich bin ein großer Fan von informativen Gesprächspodcasts wie wrint, Raumzeit und vergleichbare. Besonders treffen diese auch von der Länge her voll einen persönlichen Sweetspot, den ich meine zwischen 30 und 90 Minuten entdeckt zu haben.
Aber ich mag auch immer wieder so lange “Laber”-Formate wie die Freakshow oder CleanElectric.

Vorgeschriebene - vorformulierte Formate wie Sternengeschichten oder viele Radio-Produktionen haben oft so dichten Inhalt, dass mehr als deren 7- 15 Minuten jegliche Aufnahmefähigkeit sprengen würden.

just my 5 Cents

viele Grüße

TJ

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Deckt sich genau mit meiner Erwartung: Man fängt meistens erstmal länger an (oder “normal” lang) und erst, wenn man sein Format bewusster angeht, entdeckt man die Reduktion der Folgenlänge als Variable in Gestaltung und Produktion.

Eine Ausnahme ist vermutlich der Solo-Podcast. Viele Stunde ohne große Pausen zu reden, ist sowieso anstrengend und solche Projekte sind oft auch von Anfang an durchdachter, weil man nicht einfach so ins Blaue hineinreden möchte. Die würde ich unter den kürzeren Podcasts am häufigsten erwarten.

Kennt jemand ein Beispiel für einen dreistündigen Podcast, wo eine einzelne Person spricht?

Bei dem Stichwort habe ich selbst nochmal geguckt und mir ist da auch noch etwas Interessantes aufgefallen. Das ganze Intro- und Outromaterial hat einen viel höheren Anteil und sticht in einem kurzen Podcast für mein Empfinden stark heraus und das folgende Beispiel hat noch nichtmal Fremdwerbung.

Beispiel: Half Assed Haiku, Folge 27. Auf 206s entfallen in etwa:

  • 0-22 - Eigenwerbung für einen anderen Podcast
  • 23-41 - Intro
  • 42-45 - credits
  • 46-174 - Haiku-Lesung (also ca. 2m)
  • 175-184 - post credits
  • 185-206 - Werbung für Patreon-Kampagne, Internetseite, Kommunikationskanäle

Bestes Haiku ist meines Erachtens übrigens:

Wobei das aus dem Intro auch gut ist.

Wie wäre es noch mit einer Hörspielfassung? Du könntest die “Geschichte” mit verteilten Rollen lesen lassen…

@friiyo macht das Talk Radio genau so. Vielleicht nicht Drei Stunden aber deutlich länger als 10 Minuten.
In den USA ist dieses Format des Talk Radios ganz allgemein verbreiteter. Da kommt das öfter vor.

Der längste monologische Podcast den ich kenne ist Dan Carolina Hardcore History. 6h und keine Minute zu lang.

Freilich könnte man auch eigentlich sagen dass das eine Art Serienhörbuch ist.

Bis zu einer Stunde fände ich auch nicht ungewöhnlich für ein Soloformat.

Gehört das in die Gruppe der Solo-Podcasts? So wie ich US-Talk Radio kenne, sind die Podcasts da meistens ein weiterer Ausspielweg einer tatsächlichen Radiosendung. Man hat Anrufer und oft gibt es einige Leute im Raum, die die Technik fahren und mit denen der host spricht.

Nein, es gibt auch lange Monologe, auch als Podcast. Beispiel: thinking atheist.
Und für die Format Diskussion spielt es auch genau gar keine Rolle ob es eine Zweitausspielung ist.

Ich habe in eine Folge auf Youtube reingehört und zumindestens in dieser hat er Anrufer. :wink:

Wollte ich nicht sagen, sondern dass ich Talk Radio mit aufwendigerer Studiosituation und damit nicht als wirkliches Ein-Personen-Format kenne. Tatsächlich würde ich aber widersprechen. Wenn der Podcast nur eine nachgeordnete Ausspielung ist, dann diskutieren wir das Format der Sendung mit Bezug auf den Erstausspielungsweg.

Übrigens bei der Sendung “Talk Radio” wird viel mit Einspielern gearbeitet. Das hilft natürlich auch dabei die Solosituation zu strecken, weil man zum Beispiel nicht die einzige Stimme im Podcast ist. Aber meine Vorhersage war ja nicht, dass es keine Solo-Podcasts mit langen Folgen gibt, sondern dass sich unter den kürzeren Podcasts mehr von einzelnen Personen finden lassen und andererseits sowas wie drei Stunden Länge ziemlich selten sein sollte.

Schließlich, um das noch reinzuwerfen, eine einzelne Person, die auf einen Chat reagiert, würde ich auch nicht wirklich als Solo-Podcast ansehen. Es entstehen ja auch viele als Aufzeichnungen von livestreams.

Mag sein, dass das inzwischen so ist. Ich habe ihn irgendwann nicht mehr gehört weil mir die Monologe zu lang wurden.

Die Frage war ja “gibt’s das?” Und die Antwort ist “ja”. Deutsches Beispiel: der Einschlafen Podcast von @Toby. Ist auch bis zu 1,5h Monolog und viele sind durchaus bis zum Ende wach.

Ich dachte allerdings tatsächlich an eine Länge wie drei Stunden, weil das kann man mit einem Gesprächspodcast von ein paar Leuten schon mal aus Versehen erreichen, erscheint mir aber für eine Einzelperson ziemlich viel Zeit, um eine Folge zu füllen. Hast du mit dem Verweis auf Hardcore History aber auch schon beantwortet.

Dan Carlin’s Hardcore History. Das sind aber keine 3 Stunden sondern eher 5.

Edit: Hat Dirk ja schon erwähnt :wink:

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Ich kann http://www.nussschale-podcast.de/ empfehlen, in dem @DasTeutelbier sich verschiedenen Themen annimmt und sie in einer Nussschale erklärt. Der Podcast erscheint wöchentlich.

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In der siebten Folge von Audio:viel haben wir die Bitkom-Studie nun besprochen (ab 01:50:00). Ein paar wenige Infos, die nicht in der Pressemitteilung stehen, konnte ich noch erfragen. Wir versuchen uns an einer kritischen Einordnung, kommen aber zum gleichen Schluss wie die meisten hier: ist ganz interessant, sollte aber keinen Einfluss auf die Gestaltung eines Podcasts haben.

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Danke. Da hast du ja noch einige interessante Informationen bekommen. Man müsste natürlich viel tiefer Einblick in die Studiendurchführung nehmen. Was mir zum Beispiel direkt an der Pressemeldung aufgefallen war, am Anfang werden Podcasts als “digitale Radioshows” bezeichnet. Da hatte ich mich schon gefragt, ob die Studie so ein framing den Probanden gegenüber kommuniziert hat.

Die Frage zum Schluss, ob man das als Orientierung beim Schaffen von Podcasts verwenden sollte, kann man aber glaube ich klar beantworten: Sicherlich nicht. Das ist höchstens ein Ansatzpunkt, wo man erstmal weitere Marktforschung betreiben muss, um das Phänomen besser zu verstehen. Nimmt man zum Beispiel nochmal die Vermutung, die Präferenz für kürzere Podcasts geht vorallem auf Formate aus der Radiozweitverwertung zurück, dann kann es gut sein, dass es auch die Marke dahinter braucht. Vereinfacht gesagt, einen kurzen Podcast zu machen, würde dann nicht viel bringen, weil die entsprechende Hörergruppe nicht einfach kurze Podcasts möchte, sondern kurze Podcasts von ihren favorisierten Radiosendern.

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Ganz vergessen, dass ich das vor anderthalb Monaten in Neuigkeiten aus der nicht-deutschsprachigen Podcastwelt gepostet hatte.

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Hi,

ich habe gerade meinenersten eigenen Podcast gestartet und mir war von Anfang an klar, dass dieser kurz sein wird. Ich selber höre kaum lange Podcasts. Ich komme am Tag mit Job und Familie einfach viel zu selten dazu, mich lange auf so etwas konzentrieren zu können. Für mich muss es kurz und knackig sein. Daher interessieren mich auch eher informative Formate. Das kann ich wunderbar mal gerade z.B. während der Autofahrt hören. Außerdem ist die Gefahr, dass man wieder einmal durch irgendetwas beim Hören unterbrochen wird, geringer. Man kennt das: Man hört einen langen Podcast, wird unterbrochen, dann kommt man einige Zeit nicht dazu, weiterzuhören oder vergisst es oder muss spulen. Mir ist das alles zu lästig.

So handhabe ich es :slight_smile:

Womit hörst du denn? Mein Podcatcher (und ich vermute jeder andere richtige ebenso) merkt sich wo ich war, ich starte dort einfach die Wiedergabe und höre weiter. Die Playlist ist voll mit den Podcasts die ich im Abo hab und spielt sie mir die Folgen der Reihe nach ab.

Also ich höre eigentlich nur mit Spotify duck
Tatsächlich habe ich noch nie einen Podcatcher benutzt (bin recht neu, was das Thema Podcasts angeht), werde aber mal drauf zurückgreifen :slight_smile:

Es wird für Dich eine Offenbahrung. Erst recht die vielen Formate, die es nicht auf Spotify gibt…

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geh auf fyyd.de und klick dich mal durch. Und schmeiß einen guten podcatcher an. Overcast, Castro oder PocketCasts kann ich mal empfehlen.