Lasst das mit dem Internet lieber


#1

Echt, hört lieber auf.


#2

Quelle: Internet


#3

Aber bitte, hast du dir mal über die Seele des Internets Gedanken gemacht?


#4

Ja ich hab gehört am 01.04.2018 wird hier sowieso der Stecker gezogen.


#5

Wird aber auch mal Zeit!


#6

Dasselbe wurde (und wird immer noch) über Kryptowährungen geschrieben :wink:


#7

Na gut, Spott aus der Gewissheit der Rückschau mal beiseite: Die Frage ist, worauf man seine Prognose stützt. Nicht jede Technik und jedes Konzept setzt sich durch. Manchmal ist die Wette gegen eine Verbreitung also die richtige.

Fairerweise muss man sich eigentlich die Argumente hinter der Prognose anschauen. Manche richtige Vorhersage stützt sich auf kein einziges relevantes oder zutreffendes Argument. Und manche Falsche hat alle ausschlaggebenden Argumente zusammengeführt, aber nicht richtig gewichtet.

Wenn man mal auf den gesamten Standard-Artikel schaut, würde ich Herrn Horx zubilligen, dass er sich mit dem Thema auseinandergesetzt und mit Aussagen wie den folgenden seine Berufung vielleicht auch nicht vollkommen verfehlt hat:

http://derstandard.at/496477/Internet-wird-kein-Massenmedium

Die Menschen seien überfordert mit der Technik und Informationsvielfalt. Dafür würden so genannte “Stamm-User” das Netz umso mehr nutzen - darunter vor allem Akademiker, Selbstständige und hoch Gebildete mit gutem Einkommen.

Die “digitale Spaltung” zwischen Viel- und Nichtnutzern könne unter anderem durch eine höhere “digitale Bildung” der Menschen gemildert werden. Auch ein einfacher und billiger Zugang zum Internet jenseits des PCs sowie leicht zu bedienender und sichererer Software sei nötig, sagt Horx.

[…]

Die Zukunft des E-Commerce wird Horx zufolge nur dann rosig sein, wenn das Logistikproblem gelöst wird. Würden die Menschen künftig 50 Prozent aller Waren online bestellen, wären alle Städte rund um die Uhr verstopft. Erst mit einer besseren Warenverteilung könne der Durchbruch gelingen. “Die Zukunft des E-Commerce entscheidet sich vor der Haustür”, glaubt der Trendforscher und entwirft ein Lösungskonzept nach dem Vorbild von Japans ortsnahen 24-Stunden-Bequemlichkeitsläden: Die Ware wird online bestellt und an einem ortsnahen Center abgeholt. Nur wenige Produkte werden noch nach Hause gebracht.


#8

Auf gewisse Art hat Herr Horx ja leider schon recht.

Dafür würden so genannte “Stamm-User” das Netz umso mehr nutzen - darunter vor allem Akademiker, Selbstständige und hoch Gebildete mit gutem Einkommen.

Der Rest benutzt hauptsaechlich Facebook/Instagramm/Twitter und so. Herr Horx hat das vermutlich nicht so gemeint, vorallem weil es diese Sachen 2001 noch nicht gab.

Die “digitale Spaltung” zwischen Viel- und Nichtnutzern könne unter anderem durch eine höhere “digitale Bildung” der Menschen gemildert werden. Auch ein einfacher und billiger Zugang zum Internet jenseits des PCs sowie leicht zu bedienender und sichererer Software sei nötig, sagt Horx.

Auch hier muss man ihm zugestehen, dass diese Aussage einen wahren Kern hat. Dank Tablets und Smartphones (ist ja eigentlich dasselbe) finden auch Leute Zugang zum Internet, die sich ansonsten nicht dafuer interessiert haetten.


#9

Sind das nicht Allgemeinplätze? Ja, es gibt schon immer eine Spaltung im Bereich der Medien, siehe nur Sparten-TV. Es gibt RTL2 und es gibt Arte. Es gibt Facebook und aufwendige, intellektuell anspruchsvolle Seiten.
Und natürlich kann man an der UI rund um das Internet eine Menge verbessern. Aber das wird auch immer so bleiben.
Texte von Herrn Horx haben immer was von Horoskopen :wink:


#10

Texte von Herrn Horx haben immer was von Horoskopen :wink:

Das haben glaubs so Vorhersagen generell an sich. Der Seher will sich ja keine Bloesse geben und wurde halt im Zweifelsfall falsch interpretiert. :slight_smile:


#11

Ja, das ist wahrhaftig amüsant. Das Aufregende daran ist ja meistens, dass sehr viele Leute es erst einmal glauben und dann regelrecht auf diesen “Termin” warten. Wie “ärgerlich” wenn er dann vorbei ist und alles bleibt beim Alten :slight_smile: