Kaufempfehlung: XLR-Mikro für Interview-Podcast mit Zoom H4n

Es empfiehlt sich sowieso, das mindestens Du immer einen Kopfhörer auf hast. Das ginge aber auch ohne HMC/Headset. Du kannst ja irgendeinen Kopfhörer ins ZOOM einstecken.

Noch eine ernüchternde Ergänzung zum HMC: Einige Nutzer klagen über ein Brummen. Mehr dazu auch hier im Sendegate. Der Vollständigkeit halber: Der (viel teurere) Sorglos-Headset-Weg wäre ein DT-297. Eine Alternative in der preislichen Mitte scheint es leider nicht zu geben.

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Ich bin auch Beginner und habe den Prozess vor Kurzem auch durch:
Bin dann am the t.bone SC 140 Stereoset Bundle mit Koffer, 2 Spinnen und Kabeln für 109 € hängen geblieben, die wir am H4n betreiben. Für uns ne Tolle Kombination für die Situation “Interview”. Ich bin immer noch geil auf das NT-1A; ist aber nur habenwollen.

Greetz, Marcus

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Erst mal vielen Dank @Joey für die Erwähnung in der Diskussion.

Ja, ich bin ausgewiesener Sennheiser-Fan (speziell das 835er) - das hat allerdings auch mit meinen Anwendungsfällen, die ich gerne mal als “Straßenkampf” bezeichne, zu tun.
Den zu geringen Pegel kann ich verneinen; an meinem H5 reicht mir eine 5 damit ich in Spitzen nicht clippe. Der Rest erfolgt in der Nachbearbeitung, und auch eine sanfte Kompression zieht da kein hörbares Rauschen hoch.

Im übrigen hat das Mikrofon unter den Dynamikern ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis bei einem hervorragenden Klang.

Bevor ihr hier über Kondensatoren, Leistungsdaten etc. redet, solltet ihr euch darüber im klaren sein, dass das Zoom selber nicht so wirklich rauscharm ist. Kommt natürlich auch auf die geplante Aufnahmeumgebung auf.

Kondensatormikrofone am Zoom fressen wegen der Phantomspeisung ziemlich viel Strom am Zoom.
Alternativen: Kondensatormikrofone, die batteriegespeist sein können (das Røde M3 ist hier ein echter Preistipp, sofern man die 9-Volt-Blocks günstig beschaffen kann) - oder man kann während des Interviews das Zoom unter Strom setzen.

Wenn ich eine ruhige Umgebung mit Stativen und Aufhängung etc. habe. würde ich gleich auf dem Laptop aufzeichnen und als Interface nicht ein Zoom verwenden, sondern ein reines USB-Interface mit höherwertigen Vorverstärkern und besseren A/D-Wandlern einsetzen.

@vananderen: Es ist Jahre her, da hatte ich die 140er mal testweise hier - aber die rauschten wie am Meer, unabhängig vom Output. Mich würden Deine Erfahrungen dazu durchaus interessieren.

Bei Kondensatormikrofonen bitte niemals die Raumakustik und den Popschutz vergessen!

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Mein Tipp wäre das König & Meyer 23150, das es in zwei Varianten gibt (je nach gewünschter Schraube - oder man nimmt die 3/8"-Variante mit 1/8" Adapter zusätzlich). Straßenpreis heute ca. 25 €uro.
Vorteil(e): Kompakt, leicht, stabil, super zu transportieren und im Zweifel etwas höher ausfahrbar. Trägt Mikrofone, Pocketrecorder und Kameras - ein Universalgenie, wenn es kein großes Stativ sein muss.

Ach, da hier die Kabel zur Sprache kamen: Ich habe auch was gegen Voodoo - aber aus Erfahrung ebenso etwas gegen BilligSTkabel.
2 Praxistipps hierzu:

  1. Ich bevorzuge Flex-Kabel (werden meist als Stageflex angepriesen), die gerade im mobilen Bereich hohe Vorteile bei guter Qualität mit sich bringen.

  2. Einer der Nachteile im Versandhandel ist, dass man nicht so einfach auf Anhieb Qualität erkennen und schlechte aussieben kann. In Frankfurt habe ich die Möglichkeit des “Look & Feel” bei Session Music (die ja, neben T in Bayern und M in Köln vergleichbare Versender sind). Dabei habe ich unter der Hausmarke “Klang” ein Kabel gefunden, das in Wirklichkeit von Sommer stammt und original Neutrik-Stecker hat (nein, nicht die Hicon!). Steht so natürlich nicht in der Websuche, aber auf dem Kabel. Die anderen Versender haben so was bestimmt auch, man muss es nur finden. Bezüglich Session helfe ich gerne über die Artikelnummer.

Kein Voodoo, aber praxisorientierte Qualität. Denn: Wer billig kauft, kauft zweimal.

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Oder das AKG C1000 - die alten (bis Mk.III) liefen auch noch mit 9V, das neuere Mk.IV läuft mit 2x Mignon.

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Vollkommen richtig. Ist nicht zuletzt natürlich eine Preisfrage, weshalb ich das Røde als Preistipp ins Rennen geworfen hatte. Wobei mich der aktuelle Straßenpreis doch etwas irritiert; meine M3s habe ich noch für 79 € bekommen und gebraucht natürlich noch um einiges günstiger.

Beim AKG wird Zubehör mitgeliefert, das man u.U. nicht zwingend benötigt: Kapsel zur Umschaltung auf Hyperniere.
Bei den Batterien hingegen bin ich voll bei Dir; diese Entwicklung kenne ich von den Funkstrecken (anfangs noch mit 9V-Blöcken, jetzt 2*AA - bis auf Shure, die immer noch Blockbatterien fressen, glaube ich).

Zurück zum AKG / Røde: Es gab bei Thomann auch mal einen M3-Nachbau mit dem AKG-nahem Namen SC1000. Preislich lag es 20 Euro unter dem M3 und klang nicht ganz so scheiße für den Preis. Sie haben es allerdings nicht halten können und wieder aus dem Programm genommen. Der Musicstore hatte den selben Chinakracher als “Fame” im Programm und etwas länger durchgehalten, aber auch das Experiment scheiterte wohl.

Huch, ich hatte auch mal ein gebrauchtes SC1000 hier als Angebot eingestellt - so was… :blush:
… gleich mal als “erledigt” kennzeichnen.

Na gut, für nur noch 30 Euro Preisunterschied kann man ruhig mal das AKG - das Original eben und der Klassiker zugleich - näher in Betracht ziehen.

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Vielen Dank für die ganzen wertvollen Tipps! Ich hätte die Möglichkeit durch Kontakte ein gebrauchtes Neumann TLM-103 für 450 statt 980€ zu kaufen. Das ist zwar deutlich über meinem eigentlichen Zielpreis, aber trotzdem sehr stark reduziert und ich müsste wahrscheinlich zu keinem Zeitpunkt ein besseres kaufen. Wegen des hohen Preises bin ich mir aber trotzdem unsicher. Was meint ihr?

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Schlag zu! Das ist DAS Mikrofon, was man haben will. Es ist zwar für Deine Zwecke nicht hilfreich, aber allein der Preis ist gut, auch wenn Du es im Zweifel nur als Wertanlage kaufst. Das wird Dich aber nicht zu Deinem Anwendungsfall bringen, sondern eher neue / andere Probleme aufwewrfen, die Du mit Kleinmembranmikrofonen einfach besser in den Griff bekommen kannst. :slight_smile:

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Ich benutze auch nen Rhode NT3

  • Ja eine spezielle “Halt das Mikro entspannt in der Handtechnik ohne Geräusch” musst du dir aneigenen.
  • Zudem, sehr schwer über längere Zeit - Ich benutz dann ein Stativ und angel von oben oder unten
  • Empfindlich in den Tiefen - nicht zu nah ran
  • braucht definitiv nen Popschutz

Vorteil:

  • Cooler Sound
  • Batteriebetrieben
  • Soundscape geeignet - spezielle Mikrocharakteristik
  • Preis

Tipp aus dem Studium:
Die alten Sennheiser Blackfire - Robust, schöner trockener Sound, nicht zu schwer im Interview.
Da gibt es bestimmt auch Nachfolgemodelle.

Ich kann das Rhode als Home/Studiomic und um auch mal Musik aufzunehmen empfehlen.
Outdoor für Interviews nehme ich dann lieber das Tascam intern - das hat auch so seine Höhen und Tiefen.

Ich denke nicht, dass das Setup für ihn geeignet ist. Es ist nicht unauffällig und schon gar nicht mobil, wenn ich 3 Mikrofone mit Stativ mitnehmen muss. Ist es zu nah dran, verlieren sie ihre Eigenschaften, bzw. der Ton wird schlecht, wenn man sich bewegt.

Nimmt man stundenlang auf, dann bewegt man sich. Bewegt man sich, dann rutscht man aus der Richtcharakteristik raus und der Ton wird schlecht. Klar kann ich Kugelcharakteristiken nehmen, aber dann wird’s halt schlecht. Schlecht kann er nicht gebrauchen da es ja sagt, dass er High-Class Sound braucht.

Ich denke, dass da nichts über Lavaliermikrofone geht und vllt. noch hochpreisige, weil bequeme Headsets möglich sind …
… Hier geht wohl einfach mit diesen Anforderungen nichts über Lavaliermikrofone mit Nierencharakteristik. Allein schon, weil man sonst sehr weit weg von einander sitzen muss und so dann wiederum Kopfhörer benötigt um die Entfernung zu überbrücken.

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Ich kann mich da @Wilhelm anschliessen. Wenn es in einem guten Zustand ist: Kaufen und nicht brauchen. Zumindest so lange nicht, bis Du deine Wohnung/Haus passend dazu umgebaut hast. Aus dem gleichen Grund kann ich auch ein Rode NT1 A nicht empfehlen.
Ich würde mich nun auf die bereits genannten Empfehlungen beschränken. Thomann lässt dich ja auch Mikrofone testen. Es spricht also wenig dagegen, die “Top 3” mal zu ordern und dann auszuwählen.

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Um es zu verstärken: Ich stimme Joey zu.
Nimm keine Großmembranmikrofone, es sei denn Du hast einen einen extrem trockenen Raum – den Du mobil eher nicht hast. :wink:
… und nutze Kleinmembranmikrofone (eher Lavaliermikrofone oder auch Headsets), wie o.g. geschrieben.

Hallo @iwess,

ich glaube, bei Deiner Bewertung des Røde NT1-A hast Du einiges durcheinander gebracht - zumal es, wie schon angemerkt, für Interviewzwecke gar nicht so gut geeignet ist (auch oder erst recht nicht an der Mikrofonangel, bei aller Liebe!)

Entschuldigung, aber das ist bei allen Mikrofonen mit einer Ausrichtung auf die Schallquelle (Niere, Superniere) unter dem Begriff “Nahbesprechungseffekt” bekannt.

[quote=“iwess, post:22, topic:4348”]Vorteil:
(…)

  • Batteriebetrieben[/quote]
    Keine Ahnung, wo Du diese Information her hast, aber sie ist definitiv falsch.

Außer der klassischen Niere ist mir hier keine besondere Charakteristik bekannt, oder an welches spezielle Alleinstellungsmerkmal hast Du hier gedacht?

Und wenn wir hier schon höhere Preisklassen aufrufen, werfe ich mal das Sennheiser MD 421 in die Runde (ein Klassiker!); alternativ das MD 46 (Niere) bzw. MD 42 (Kugel).
Jetzt wird’s erst richtig lustig! :sunglasses:

@Wilhelm

Ich weiß, worauf Du hinaus willst, aber das stimmt so nicht ganz.
Ersetze “Großmembranmikrofone” durch “Kondensatormikrofone”, dann haut das wieder hin. Es gibt nämlich auch - durchaus bemerkenswert gute - dynamische Großmembraner, die für die Raumakustik weit weniger anfällig sind.

Merke: Nicht die Größe der Membran entscheidet über die Anfälligkeit für Raumhall. :wink:
Ach, übrigens: Mit “trockenem Raum” meintest Du wahrscheinlich “reflexionsarm”, oder?

Auch hier: Ganz so einfach ist das nicht. Headsets haben durchaus Nachteile; es kommt halt auf die Aufnahmeumgebung an. Lavaliers klingen u.U. etwas dünn - und damit sind wir auch schon beim Kern der Sache: Nicht jede Stimme eignet sich für Kondensator-Kleinmembraner.
Die meisten dieser Mikrofone verhalten sich, bauartbedingt, ziemlich neutral, manchmal sogar äußerst linear. Das ist zwar schön für die Detailtreue, aber auf Dauer weniger schön für den Zuhörer.

Tatsächlich habe ich die Erfahrung machen müssen, dass eine nah am Original aufgenommene Stimme zwar was tolles ist, den Zuhörer auf Dauer jedoch schneller ermüden kann als die “wärmere” Variante mit der großen Membran.
Natürlich hat das auch mit der eigenen Stimme / Stimmlage zu tun (bei mir würde es klappen), aber Vorsicht bei weiblichen Stimmen an Kleinmembranern. Wir haben nun mal in der Regel kein Mischpult mit parametrischen Mitten am Start - und frag’ mal einen Tontechniker, welche Frequenz er je nach Geschlecht verstärken oder dämpfen würde - nicht nur beim Gesang!

Hinzu kommt, dass die harte Definitionsgrenze zwischen großer und kleiner Membran (1") der Sache nicht so ganz gerecht wird: Eine Mini-Elektretkapsel im Lavalier oder Headset ist mit einer 3/4"-Membran kaum zu vergleichen, obwohl beide per Definition eben nicht groß sind.

Also gilt auch hier: Mikrofon und Stimme müssen eine Einheit bilden und das Mikrofon sollte immer zum Aufnahmezweck passen.
Es gibt keine Universalwaffe!

Moin @UliNobbe das ist wohl alles sehr richtig. Ich habe aber versucht einen Aufbau zu beschreibe / zu empfehlen, der auf das von @TobiasWilinski passende Setting passt und wenig Aufwand bedeutet. Die genauen technischen Details wollte ich der Übersicht halber weg lassen, damit er sich nicht abgeschreckt / überfordert fühlt.

Bei den von mir empfohlenen Lavaliermikrofonen habe ich mich bewusst für AKG entscfhieden, da sie leichte Anhebungen oberhalb von 10 kHz implementiert haben. So hat man eine glasklaren Ton, der die Verständlichkeit verbessert.

Es soll anscheinend keine Livesendung sein. Darum sehe ich das mit dem EQ ganz entspannt, kann man am Ende nachregeln, wenn man das will.

Für den geschilderte Usecase bleibe ich auf dem Standpunkt, den ich oben einnahm und den Joey indirekt noch mal unterstrichen hat.

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Funktioniert das HMC660 auch mit gutem Ton mit dem Zoom H4n?

Ich nehme an, dass das keine Frage zum AKG C100S ist?

Das sollte gehen am Zoom H4. Wenn Du noch Fragen zu AKG hast, nur zu, raus damit! Ich hab ne ganze Schublade voll mit dem Kram. :smiley: … auch das AKG C100S MK IV ist dabei. :slight_smile:

ja, war nicht an das AKG gerichtet. Was gibt es an günstigen und guten Alternativen. Das wäre meine Frage

Dachte ich mir.

In der Preisklasse 38€ nichts. :slight_smile: AKG fängt bei ca. 70€ an.

Sind die AKGs ab 70 EUR denn auch qualitativ gut und bieten tollen Sound? Letztlich sexy ist ja, wenn man ein Headset nutzen kann udn in das Zoom H4N spreche nkann. Welches würdest du denn hier empfehlen. Für das Zoom h4N unterwegs und auch, wenn ich es Zoom H4N als Interface nutze und am Rechner anschließe

Das geht. Aber empfehlen würde ich das nicht. Alle Sprecher sollten ein eigenes, externes Mikrofon nutzen und da rein sprechen. In diesem Szenario dient das H4n nur als Recorder.
Wann braucht man denn überhaupt die internen Mikrofone? Ein Beispiel wäre das parallele Erstellen einer Atmo-Spur in stereo.