Inspiration, Wiederholungen - die Last der Themenfindung

Hallöchen!

Wir machen ein wöchentliches Format und da ist es eine regelmäßige Aufgabe, das Thema für die nächste Ausgabe zu finden. Zu Beginn haben sich noch Themen in einem aufgestaut, die man abarbeiten kann. Irgendwann ist dieser Stau aber abgetragen und man muss neue Themen finden. Ich habe da manchmal den Eindruck, mich im Kreis zu drehen und immer wieder auf die gleichen Themen zu kommen. Wie geht ihr damit um? Vermeidet ihr strikt Wiederholungen von Themen? Oder münzt ihr dies um, indem er das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet? Wo holt ihr euch generell die Inspiration zu neuen Themen?

Herzlichen Gruß

Vera

Warum nicht ganz offen Themen noch einmal aufgreifen, evt. einen anderen Blickwinkel einnehmen, oder aktualisieren etc., neue, ergänzende Aspekte hinzufügen … … …
Finde ich total legitim.

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Gegebenenfalls helfen auch Kreativtechniken, Themen neu zu denken oder zu finden: Was bedeutet es, es Thema X durch die Brille Eures Podcasts zu sehen? Was wäre, wenn Thema X um 180 Grad gedreht werden würde? Wo ist die Verbindung zwischen Thema X und Thema Y? Ein Buch mit vielen Denkanstößen ist auf jeden Fall " A Whack on the Side of the Head: How You Can Be More Creative" von Roger von Oech – fast schon ein Evergreen auf dem Gebiet :slight_smile:

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Für mich gibt es zwei Ansätze:

Erstens ein Format, bei dem die Themen nie ausgehen: aktuelle Forschung besprechen, Popkultur, Musik, Bücher, … also Themen, bei denen stetig neues dazu kommt. Hier kann man unbegrenzt lange podcasten und nur die eigene Laune bestimmt, wann Schluss ist.

Zweitens ein Format, bei dem man Themen aus einem umschlossenen Gebiet auswählt: Diskussion über Ansätze in der Kindererziehung (siehe „nur noch 30 Min“), Facetten rund um einen Mordfall (geschätzte 70 Millionen verschiedene Podcasts mit dem Thema), oder Grundlagen der Biologie. Da sind einfach per Definition irgendwann die Themen erschöpft und umfassend behandelt, sodass man entweder ein neues (ähnliches) Gebiet auswählt, oder aber den Podcast guten Gewissens beendet. „Nur noch 30 Min“ hat das zum Beispiel getan, als deren Themen weitestgehend auserzählt waren (es hatte auch etwas mit der Finanzierung zu tun, aber das Thema war von vornherein endlich).

An Eurer Stelle würde ich mich fragen, ob Ihr in Kategorie 1 oder 2 fallt und dementsprechend reagieren. In Kategorie 1 müsst ihr vielleicht nur härter suchen, oder zum Beispiel mal eine Pause einlegen, damit ihr spannende neue Themen findet. Bei Kategorie 2 müsst Ihr Euch fragen, ob Ihr am Ende des Themengebiets angekommen seid und ob Ihr vielleicht Euren Podcast umgestalten wollt, sodass sich neue Themengebiete eröffnen, die dann wieder für viele Folgen Material liefern.

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Danke für deine Analyse. Wir gehören eher in Kategorie, wobei die Grenzen recht weit gefasst sind. Da wird sich letztlich schon was finden, wobei ich ja auch etwas zum Thema sagen können muss. :smirk:

Unserem Podcast hat ein zweiwöchige Pause sehr gut getan. Wir hatten wieder Lust und haben neue gute Themen gefunden

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Ich habe einfach ein Trello, in dem ich Themen sammle und damit eine lange Liste anhäufe. Aber, wenn es keine Lust mehr macht oder es in zu viel Arbeit ausartet, sollte man vielleicht einfach eine Pause einlegen oder das Projekt stilllegen.

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