Importiere Dateien immer in FLAC konvertieren


#1

Hallo,

ich bekomme meine Aufnahmen vom H6 als WAV (via SD-Card) und das belegt ordentlich Speicherplatz auf der SSD.
Nun würde ich die 200 GB der Rohdateien gerne ins FLAC-Format wandeln.

Wie kommt Ultraschall damit klar, wenn die Quelldateien plötzlich nicht mehr da sind und dann auch noch ein anderen Format haben? Gibt es möglicherweise Probleme mit den Schnittpunkten, dass sich da etwas verschiebt? - Dann lasse ich das lieber.

Kann man Ultraschall möglicherweise beibringen bei neuen Projekten beim Import das Zeug zu konvertieren und das WAV wegzuschmeißen?

Für die Zukunft konvertiere ich das Zeug wohl vor dem Import. Ich sehe keine Vorteile, bei WAV zu bleiben. - Gibt es da vielleicht so einen One-Klick-Konverter für Windows?

Wenn jemand das schon mal gemacht hat, wäre ich für Tipps sehr dankbar.


#2

Konverter gibts in Reaper direkt. Im File-Menu gibts den Batch-File-Converter. Den hab ich aber noch nie benutzt.

An sich sollte es möglich ein, dass Du die Dateien in Flac umwandeln kannst und dann die Wavs weghauen, ABER:
Wenn Du die Projekte neu öffnest, wird er Dir sagen, dass die Dateien nicht gefunden werden können und Du musst ihm sagen, dass er jetzt die Flac-Dateien nutzen soll.
Es erscheint ein Suchen-Dialog, aber ich weiß nicht, ob er es akzeptierst, wenn Du statt der Wavs die Flacs verwenden sollst.
Du kannst in den Media Item Properties (rechts klick auf die Audioschnipselchen und Item Properties auswählen) auf nen Button klicken, der da sowas heißt wie “Choose new file” oder so. Damit kannst Du die Audios definitiv ohne Probleme austauschen.
Es gäbe auch die Möglichkeit da was zu programmieren um das automatisch zu machen, aber das könnte ich erst mit der Ultraschall 3.2 umsetzen, die aber noch nicht raus ist.

Anderer Ansatz: Du wandelst die WAVs alle in FLAC um und wenn Du nochmal an ein altes Projekt ranmusst, wandelst Du die Audios dieses einzelnen Projekts nochmal in WAV um, solange wie Du sie brauchst und löschsts die wieder hinterher.
Das ist der Einfachste und nutz ich auch hin und wieder.


#3

Du kannst auch einmal in FLAC konvertieren und die RPP-Datei editieren. Da stehen in Klartext die Dateinamen. Wenn du da aus WAV ein FLAC machst, frisst Reaper das.

Habe ich auch mal gemacht.


#4

Oha. Du Hacker. Gute Idee, das ruft nach einem Skript…


#5

Dankeschön!
Ich werde nächste Woche mal testen und berichten.

@phil: Das ist so simpel wie genial. Ein Regex über die Datei, fertig. Danke!


#6

FLAC bringt nur ~50% Kompression. Andere (verlustbehaftete) Formate (ogg, mp3, aac, …) sind zwar meist deutlich sparsamer, maskieren aber alle Störungen, die man vielleicht noch wegoptimieren will.

Bei FLAC wird zwar nichts wegmaskiert, dafür sind alle Daten nach dem ersten Blitflipp hinüber - wo bei einem WAV schlimmstenfalls nur ein ultrakurzer Impuls aufblipt.

Roh-/Ausgangsdaten nehme ich daher immer in WAV auf und behalte die auch in WAV.