Hochkarätige Gäste im Podcast

Wie bekommt ihr große Gäste in die Sendung? Und was sind die hochkarätigen Gäste die ihr schon in euren Shows hattet?! Verlinkt die Shows doch mal, das könnte ja eine schöne “zu hören”-Liste werden.
Ich freue mich auf eure Antworten!

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Sag doch mal, was sind denn für Dich hochkarätige Gäste: Unterhaltungs-Prominenz aus Funk & TV? Wissenschaftler/innen? Journalist/innen? Bekannte Podcaster/innen? Sind andere “normale” Gäste nicht “hochkarätig”? Fragen über Fragen…

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Das Ermessen wollte ich den einzelnen überlassen. :wink: Da ich nicht glaube, dass man Tim Pritlove außerhalb der Podcast-Welt wirklich kennt, er aber für (deutsche) Podcaster Ein Star ist. So wird das in vielen Bereichen sein.
Ich dachte aber schon eher an Gäste, nicht Co-Hosts oder so, also Leute die nicht immer da sind, aber dennoch in ihrem Feld weit bekannt sind. Das können Wissenschaftler, wie Harald Lesch sein, aber natürlich auch Bekanntheiten aus Film, Funkt und Fernsehen. :slight_smile:

Und vielleicht noch einen kurzen Hinweis geben, wie ihr sie in die Show bekommen habt; persönlicher Kontakt, allgemeine Anfrage, oder gar ein Honorar?

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Also mein “hochkarätigster” Gast ist wohl der Weihbischof em. in Berlin gewesen. Aber ich habe nach meinem dafür halten fast ausschließlich hochkarätige Gäste, alle bringen den Podcast inhaltlich weit voran und demnächst nehme ich noch ein paar Folgen auf, die auf eine ganz andere Weise hochkarätige Gäste haben. Ich habe z.B. für die kommende Episode mit einem Designprofessor gesprochen, der “einfach mal” eine neue Bibel-Version gemacht hat (Die Bibel ist wohl der heilige Gral für Designer und Typografen, wie er meinte.). Dazu hatte er aber ein großes Team aus über 80 Leuten.

Für beide habe ich einfach angefragt. Den Weihbischof in Berlin persönlich, über einen regelmäßigen Kontakt, den Professor einfach per eMail, weil ich seine Arbeit schlicht genial fand. Im Moment arbeite ich daran noch eine andere Folge zu machen, in der ich vllt. den aktuellen Erzbischof von Berlin bekommen kann, das ist dann über die Initiative eines dritten passiert, dann wäre das wohl mein hochkarätigster Gast - ob ich den O-Ton dann aber brauche, steht auf einem ganz anderen Blatte. Aber eigentlicher Held in der Episode wird ein kleiner Diakon sein, den kaum jemand kennt. In der Episode wird er der hochkarätigste sein.

Aber meist kommt man mit persönlich verfassten Mails am weitesten und hochkarätig, ja das ist dann wohl immer das was das Thema gerade voran bringt, das man mit einer Episode machen will. Zumindest bei mir ist es so, dass ich ohne Gäste gar nicht senden könnte. Obwohl, der hochkarätigste Gast vielleicht der aus meiner Episode eins ist, denn ich wolle eine Grundlagenepisode machen, ohne die es meinen Podcast in der Form sicher noch nicht online gäbe.

ich glaube, aber dass Du sowas meinst: Episode mit Weihbischof em. in Berlin Wolfgang Weider.

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Also bei der “Unterhaltungs-Prominenz aus Funk & TV” hilft es, wenn sie auf Twitter sind z.B. sie direkt anzusprechen, statt über den offiziellen Weg weil es da oft versandet. So war es jedenfalls bei KleinesP aka Pascal “Kleines Gespräch” als er über Twitter Klaas Heufer-Umlauf für eine Folge gewinnen konnte.

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Meine Gäste habe ich meist direkt auf entsprechenden Veranstaltungen (Conventions) angesprochen - der Umweg über die Presseabteilung der Veranstaltung klappt meist eher nur mäßig. Was aber recht gut funktioniert: Termine (Lesungen, Konzerte) in der eigenen Stadt abzupassen und dazu dann direkt anzufragen, ob es davor/danach die Möglichkeit gibt. Honorare habe’ ich bisher nie gezahlt, nicht einmal Anfragen dazu bekommen. Wenn man sich auch nur ein wenig vorbereitet, dann kann man auch wunderbar in Dialog treten statt nur in ein Frage-Antwort-Duell zu treten (ist allerdings auch dann immer noch Chemie-und Tagesform-abhängig):

Meine “VIP-Liste” auf Radio SF-Fantasy.de umfasst bisher an bekannteren Autoren unter anderem:

  • Joe Abercrombie
  • Peter V. Brett
  • Cory Doctorow
  • Mira Grant / Seanan McGuire
  • Markus Heitz
  • Bernhard Hennen
  • Tanya Huff
  • Tommy Krappweis
  • Charles Stross
  • Carrie Vaughn

sowie aus dem Film-Bereich

  • Ron Moore (Drehbücher & Produzent mehrere StarTrek-Serien)
  • Timo Vuorensola (Regie & Produzent von Iron Sky)
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Da wäre ich vorsichtig. Das mag im Einzelfall funktionieren, aber gerade für solche Anfragen gibt es ja die “offiziellen Kanäle”. Ich würde mal vermuten, dass das kalte Ansprechen auf Twitter je nach “Promistatus” ebenfalls entweder im Sande verläuft (viele @Replies oder DMs, wenn möglich - geht unter) oder als eher nervend angesehen werden könnte.

Der normale Weg sind ja gerade Agenten oder Agenturen, die eine bestimmte Vorfilterung der Anfragen vornehmen. Und das ja nicht ohne Grund. Wenn man dann da durchs Raster fällt, weil der eigene Podcast eben keine Reichweite hat (mithin die einzige “Währung”, die man einem Gast geben kann, wenn man keine Gagen bezahlen möchte), dann ist das eben so. Das sollte man dann akzeptieren.

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Ich probiere seit 4 Jahren einen Termin mit Andreas Fröhlich zu bekommen, sein Management weist mich sehr beharrlich ab. Oliver Rohrbeck hat leider das gleiche Management…

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Naja Klaas meinte in dem Fall hilft es weil er direkt reagiert hat und es nicht vorher vom Management aussortiert wurde

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In den meisten Fällen schreiben wir die Leute an und sind bisher sehr gut damit gefahren (haben in den letzten 3 Jahren nur 2 Absagen bekommen). Das Anschreiben sollte weitesgehend formell verfasst werden und den Grund/das Konzept der geplanten Sendung/Pod umschreiben. Ein andere Möglichkeit um die erste bürokratische Hürde zu nehmen, ist einfach beim Managment/Label/Ansprechpartner durchzurufen oder ihn bei einem öffentlichen Event anzusprechen. Mails können schnell im Postfach durchfallen und eine direkte Anfrage (Aug in Aug) kann vieles bewirken. Zum anderen vielleicht dem gewünschten Gast entgegen kommen, nicht jeder kann mit Skype und Co. umgehen, deshalb kann es passieren das wir die Person besuchen, vorweg einen Fragenkatalog zuschicken und falls es die Technik hergibt, dann kann der Gast seine Antworten per Smartphone (haben gute Erfahrungen mit Apfel-Produkten und desen Aufnahme-Quali gemacht) aufnehmen und uns dann per Dropbox & Co. zukommen lassen. Letztgenannter Punkt lässt dann zwar keinen spontanen Gesprächsverlauf zu, aber wer mit der Entbeehrung leben kann, fährt recht gut damit. Manchmal lässt es sich auch nicht vermeiden.

Unsere Interview-Gäste waren unter anderem …

Paul Andexel (Produzent und Veranstalter der Genrenale)
Thorsten Klein (Regisseur “Lost Place”)
Pit Bukowski (Schauspieler “Der Bunker”)
John Hough (Regisseur “Twins of Evil”)
Benni Diez (Regisseur “Stung”)
Patrick Holtheuer (Hörspiel-Produzent bei Audionarchie)
Josefine Preuß (Schauspielerin “Türkisch für Anfänger”)
Johannes Naber (Regisseur “Das kalte Herz”)
Devid Striesow (Schauspieler “Zeit der Kannibalen”)
David Ashby (Schauspieler/Produzent “Danger5”)
Toby Jones (Schauspieler “Die Tribute von Panem”)
Peter Strickland (Regisseur “Berberian Sound Studio”)
Joe Dante (Regisseur “Gremlins”)
Carpenter Brut (franz. Elektro-Künstler)
Dieter Laser (Schauspieler “Human Centipede”)
Huan Vu (Regisseur “Die Farbe/Dreamlands”)
Charles Rettinghaus (Schauspieler/Synchronsprecher “Robert Downey Jr.”)

Ich finde solche hochkarätigen Gäste sind auch nur Menschen. Mein großes Vorbild, wie der MacSnider schon erwähnte, ist Pascal a.ka. KleinesP. Der lädt einfach mal Leute zu sich in den Podcast ein wie Klaas Heufer-Umlauf und Bernhard Hoecker. Wenn sie absagen hat man nix verloren und wenn sie zusagen: yay!
Ich denke es wird bei vielen einfach am Termin scheitern. Wenn ich jetzt Buzz Aldrin in meinen Podcast einlade, dann wird der wahrscheinlich erst Dezember 2017 einen Termin haben.
Es kostet halt Überwindung solche Leute einfach mal anzuschreiben

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Was ich bei dem speziellen Beispiel nicht so schätze, ist das Anschreiben der Leute public mit “.” davor also “.@gast hey, hier, Einladung”. Damit sammelt man die eigenen Follower hinter der Einladung und baut öffentlich Erwartungshatung und Druck auf.
Vielleicht erfolgreiche Strategie, aber imho etwas aufdringlich.

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ja, das sehe ich genau so. Maximal ohne “.”, wobei das auch schon kritisch ist. Wenn das beim Kleinen P funktioniert ist es toll, aber ich würde immer zuerst die offzielle Email-Adresse nehmen. Wenn man sich da halbwegs professionell präsentiert ist das schon die halbe Miete
(Diese #Kevindotheinterview Geschichte ist ein absoluter Einzelfall, weil Kevin Smith. Und selbst da finde ich das nur so semi-gut)

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Und ob das überhaupt zu Stande kommt ist immernoch fraglich. Ich warte erstmal ab ob da noch was kommt

auf was nimmst du bezug?

auf das Kevindotheinterview

achso, ja mal abwarten

Mal versucht Oliver direkt bei einer RRP (Record Release Party) anzusprechen und zu fragen? Einfach vielleicht ganz hinten in die Schlange anstellen, wenn es zur Autogramstunde ruft, so dass man niemanden aufhält oder zwischendurch mit Glück auf dem Event erwischen. Ich bin zumindest immer auf den Partys in Hamburg und ein kurzer Kontakt ist da möglich.

Grüße

PS: In sehr seltenen Fällen sind auch Andreas und Jens auf solch einer Party, da kann man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. :wink: (Oder vielleicht auch noch Heikedine)

Ich war erst einmal bei ner Live Show, als nicht RRP sondern diese Phonophobia Nummer. Da war hinterher leider gar keine Chance… letztens war ein Event mit Oliver als Prima Vista Lesung, eher klein, aber da hatte ich keine Zeit :confused:

Ich kann Dir ja über Twitter Bescheid geben, wenn in Hamburg wieder eine RRP ansteht. :wink:
Aber nun BTT. ^^

Grüße