HMC-660: Mikrokapsel klappert - wie reparieren?


#1

Hi,

ich glaube immer noch an das Einsteiger-Setup, das hier im Sendegate schon Kultstatus erlangt hat.

Eine Weile mit dem Headset aufgenommen, auch zufrieden mit dem Umgang, bin ich wieder auf den H2 gewechselt, weil das Headset dauernd klapperte.
Nachdem der Angenervt-Faktor nun etwas abgeklungen ist, habe ich mich dem Headset wieder zugewandt und meine, die Ursache gefunden zu haben: Die Mikrokapsel scheint locker zu sein.

Hat wer eine Anleitung, im Bestfall bebildert, wie man das beheben kann? Bin handwerklich eher weniger bef√§higt und w√§re f√ľr Unterst√ľtzung der DIY-Reparatur durchaus dankbar. Schon allein, wie es ‚Äúdrin‚ÄĚ aussieht, w√ľrde mir weiterhelfen.

Erfahrungen anyone?


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#2

Das w√ľrde ich auch gerne wissen. Ich habe die beiden Schrauben an der Kapselhalterung gel√∂st, aber sie wollte sich nicht √∂ffnen. Und Gewalt mochte ich nicht anwenden.


#3

Ja, die Halterung ist leider geklebt und die Schrauben bringen da gar nichts. Normales Vorgehen w√§re da mit einem F√∂n ordentlich anw√§rmen und dann mit einem Spachtel vorsichtig aufhebeln. Verklebung nach der Operation kann dann auch von au√üen erfolgen mit Ducktape, kommt ja eh noch der Poppschutz dr√ľber.

W√§re auch dankbar, wenn das mal einer ‚Äúvom Fach‚ÄĚ hier sch√∂n mit Video-Bildern dokumentieren k√∂nnte, scheint doch ab und an vorzukommen (meine drei sind alle ok)


#4

Wenn die Kapsel klappert, w√ľrde ich das Ding einfach zur√ľck schicken.


#5

Wenn man noch in der R√ľckgabefrist w√§re, w√§re es auch das Naheliegendste, ja.


#6

Naja, Reklamation geht ja zwei Jahre lang. Es könnte höchstens nach sechs Monaten schwieriger werden, wegen Beweislastumkehr.


#7

Die gro√üen Versender (zu denen ich Thomann jetzt mal rechnen w√ľrde) machen da in aller Regel wenig Probleme‚Ķ


#8

Ich habe mich dann einfach mal so getraut. Und abgesehen davon, dass ich nun einen (deutlich!) blutenden Daumen angesichts mangelnder handwerklicher Fähigkeiten habe, ist das Folgende echt keine Raketenwissenschaft.

Die Mikrofonkapsel habe ich ganz einfach aufgespalten bekommen. Einfach ein Messer oder extra schmalen Schraubenzieher an der Kante ansetzen und schon kriegt man ohne Kollateralschäden die Kapsel freigelegt.

Die Optik des Ergebnisses: Zugegeben nun nicht die wahrliche √úberraschung, selbst f√ľr mich als Laien.

Was jedoch zumindest bei mir auffiel: Die Kapsel hat ein vertikales Spiel. Sie l√§sst sich ohne Weiteres hineindr√ľcken und federt sanft zur√ľck. Rein haptisch scheint es auf der unteren Seite (und somit der dem Gesicht abgewandten Seite) einen Schaumstoff zu geben.
Belegen kann ich das nicht. Selbst nach Lösung der zwei Schrauben am Mikrohals lässt sich die Kapsel nicht so einfach freilegen. (Das war auch der Moment mit dem Daumen…)

In meinen Tests hatte ich deutlich ein Knarzen bei Kopfbewegungen, egal, ob (gef√ľhlt) langsamer oder schnellerer Natur. Ich f√ľhre dies auf das Spiel zur√ľck. Selbstverst√§ndlich gibt es auch ein Spiel horizontaler Natur, das ist weder optisch noch mit haushalts√ľblichen Messmethoden belegbar - aber komplett naheliegend: Es gibt ein leichtes Spiel, wie soll sonst die Kapsel passen?
Testweise habe ich nun die Kapsel mit Tesa am Plastik fixiert, ohne die Sprach-L√∂cher zu √ľberdecken. Abdeckung und mitgelieferten Poppschutz drauf.

Das Ergebnis ist sehr deutlich: Vorher reproduierbare Störungen durch Kopfbewegungen sind weiterhin messbar, aber nicht mehr hörbar. Ich werte dies als Erfolg.

Disclaimer: Ich habe vorher, unabh√§ngig davon, aber ohne Erfolg, auch folgenden Tipp angewandt: Superlux HMC-660 knarzt. Einen Seiteneffekt kann ich nicht ausschlie√üen - die dort gegebenen Tipps erscheinen mir elektrotechnisch sinnvoll. Ob sie zus√§tzlich zu meinem Erfolg gef√ľhrt haben, kann ich nicht bewerten.