Hindenburg vergünstigt zum World Radio Day zu haben


#1

Kurze Erinnerung, da am Dienstag der World Radio Day ansteht: Hindenburg bietet wie jedes Jahr die Software (und Upgrades) vergünstigt an. letztes Jahr gab es zum Beispiel Hindenburg Journalist für 1,00 Euro. Journalist Pro war von 350,00 auf 280,00 runtergesetzt. Wie die Discounts dieses Jahr aussehen wird noch nicht erklärt, lediglich dass es de Pro-Version auch für einen 80 € Jahresabo geben wird (was mich ein wenig verstört, weil ich kein Freund von Abos bin).

Wenn ich richtig rechne geht der Verkauf schon am Montag los: https://hindenburg.com/news/2018/world-radio-day-2018


#2

Huch… Wenn die mir jetzt auch noch ein Abo andrehen wollen, bin ich auch weg. Bzw. bleibe bei meiner Version. Bislang ist zum Glück noch alles im grünen Bereich.

Wobei: Wenn alle paar Jahre ein kostenpflichtiges Update kommt, fährt man mit dem Jahresabo vielleicht fast günstiger, wenn man immer die neuste Version haben will. :thinking:


#3

Die Seite macht nicht den Eindruck, als ob die Jungs auf Abo umstellen wollen, habe auch nichts auf Twitter oder Facebook gesehen. Ich tippe mal drauf, dass sie es parallel machen… Und drücke uns die Daumen :wink:


#4

Lesen hilft:

Quelle: https://hindenburg.com/news/2018/world-radio-day-2018

Damit wäre dann auch die Frage nach dem “beginnt vor dem 13. Februar” (MEZ) beantwortet.

Die tatsächlichen Rabatte werden demzufolge erst mit Verkaufsbeginn im Online-Shop abrufbar sein. Die “subscription” könnte ein zusätzliches (!) Angebot sein, ein Option oder tatsächlich inklusive.
Im Laufe des morgigen Tages sollten wir mehr wissen.

Fakt ist: Dieses Jahr bin ich vorbereitet und werde definitiv die Pro-Version mein eigen nennen. Im anderen Thread (2017) hatte ich ja schon bedauert, dass mir damals das Kleingeld fehlte.


#5

Laut E-Mail soll es das Upgrade für 215$ geben, normal 325$, könnten also etwa 200€ fürs Upgrade sein, statt 305€.

Von einem 1€ Angebot für die Journalist-Version steht leider nichts in der Mail. Auch nichts vom Abo.

Korrektur: „Hindenburg will offer the following discounts: a 1-yr licence for Hindenburg Journalist PRO for $80*, Hindenburg Journalist (non-expiring licence) for $85, Hindenburg Journalist PRO (non-expiring licence) for $300, and the option to upgrade from an existing Hindenburg Journalist licence to a Hindenburg Journalist PRO licence for $215.“


#6

Wäre dann jetzt online verfügbar. Es gibt auch Leihangebote für zwei oder drei Monate. 75€ für ein Jahr für die Pro Version ist ja auch nicht so verkehrt. Upgrade auf Pro kostet jetzt 202€

https://hindenburg.com/shop


#7

Ich habe jetzt - endlich - beim Upgrade auf Pro zugeschlagen. :slight_smile:
Falls noch jemand gekauft hat (ggf. auch im letzten Jahr), hier eine Frage an euch: Warum zahlen wir die in der Rechnung ausgewiesene dänische Mehrwertsteuer von 25%?

Es gibt eine in 2015 aktualisierte EU-Richtlinie, die besagt, dass die elektronische Dienstleistung grundsätzlich im Land des Dienstleistungsempfängers - ganz gleich, ob gewerblich oder privat - zu besteuern ist.
Quelle: https://ec.europa.eu/taxation_customs/business/vat/telecommunications-broadcasting-electronic-services_de#new_rules

Ab dem 1. Januar 2015 sind Telekommunikationsdienstleistungen, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen sowie elektronisch erbrachte Dienstleistungen immer im Land des Dienstleistungsempfängers* besteuert - unabhängig davon, ob es sich bei dem Dienstleistungsempfänger um ein Unternehmen oder einen Verbraucher handelt – und unabhängig davon, ob der Dienstleistungserbringer seinen Sitz innerhalb oder außerhalb der EU hat

  • für Verbraucher (Nichtsteuerpflichtige) = das Land, in dem sie gemeldet sind, ihren ständigen Wohnsitz haben oder sich gewöhnlich aufhalten.

… und …

Nichtsteuerpflichtige Dienstleistungsempfänger (Verbraucher) in einem anderen EU-Land
Mehrwertsteuererhebung im EU-Land des Dienstleistungsempfängers (nicht dort, wo der Dienstleistungserbringer seinen Sitz hat).
Beispiel Ein polnischer Kunde lädt eine App eines finnischen Anbieters auf sein Handy herunter. Das finnische Unternehmen muss dem Kunden polnische Mehrwertsteuer in Rechnung stellen.

Das ganze wurde mir auch (telefonisch) vom Bundeszentralamt für Steuern bestätigt, die mir einen weiteren Link genannt haben, der aber synchron zum vorgenannten ist.

Der Clou daran: Hindenburg Systems ApS müsste das ja eigentlich wissen. Zum einen galt das Sonderangebot ja nur für Privatpersonen (siehe Lizenzbestimmungen), zum anderen musste das Land des Empfängers im Shop angegeben werden - und es taucht auch auf der Rechnung auf. Unwissenheit kann hier also nicht zählen.

Klar, bei so kleinen Beträgen wie letztes Jahr mit den zwei Euro rechne ich nicht nach, aber dieses Jahr sieht die Welt ein ganz wenig anders aus. Immer noch nicht weltbewegend, aber dennoch eine mögliche Einsparung.
Sechs Prozentpunkte zu viel, das kann man doch sparen, oder?

Eine Anfrage an den Hindenburg-Support ist raus. Sobald ich eine Antwort habe, gebe ich euch Bescheid.

Ach ja, Gag am Rande: Der nette Herr vom Bundeszentralamt für Steuern meinte auf meine dankbare Antwort, dass man da auch erst mal drauf kommen müsse, ganz trocken: Na, so was wisse man doch.
Rheinische Frohnatur nach Aschermittwoch?


#8

Als Nicht-EU-Bürger meine ich, seinerzeit keine Umsatzsteuer bezahlt zu haben. Was wohl richtig war. So ganz ahnungslos sind die bei Hindenburg also nicht.
Ich bin gespannt auf die Rückmeldung des Supports.


#9

Komisch, warum dachte ich mir schon, dass Du, Joey, darauf anspringen würdest? :sunglasses:

Ja klar, Lieferungen und Leistungen ins “echte” Ausland sind simpel; wir kennen das ja auch beim grenzüberschreitenden Shopping (“Tax Refund”).
Ist mir als Frankfurter, wo viele asiatische Touristen shoppen, nicht fremd.

Allein, die innergemeinschaftliche Lieferung und Leistung mit den drölfzigtausend verschiedenen Steuersätzen ist da etwas komplexer und, soweit ich das recherchieren konnte, gab es vor 2015 sogar noch Unterschiede zwischen dem gewerblichen Handel zwischen Unternehmen (B2B) und mit Endkunden (B2C). Ergo: Noch komplizierter.

Ja, Hindenburg Systems müsste das eigentlich wissen - aber ich habe eine Rechnung mit 25% dänischer VAT.

Jetzt überlegt mal, Amazon würde die luxemburgische Mehrwertsteuer von 17% (bei Büchern und Presseartikeln gar: 3%!) im europaweiten Versand ansetzen, so wie Hindenburg das eben auch von Dänemark aus macht…
Aber das widerspricht der EU-Richtlinie, und daher bezahlen wir in dem Fall auch die deutsche Mehrwertsteuer.

“Bleiben Sie dran, es geht spannend weiter.”


#10

Eins muss man den Jungs & Mädels von Hindenburg wirklich lassen: Der Support ist - zu üblichen Zeiten - sagenhaft schnell.

Das Kontaktformular bezieht sich auf technische Fragen; ich habe es trotzdem benutzt. Nach zwei Stunden kam die Antwort, dass man es an sales@ weitergeleitet habe.
Keine 30 Minuten später meldet sich Chris Mottes, CEO (!), per Mail via iPhone. Tenor: Nach seiner Auffassung sei der Ort des verkaufenden Unternehmens entscheidend, nicht der des Käufers. Die EU diskutiere wohl darüber, hätte aber noch zu keinem Ergebnis gefunden.

Ich habe ihm den Link in der englischen Fassung übersendet und gebeten, einer seiner Spezialisten möge mir anhand dessen doch bitte meinen Denkfehler aufzeigen.

Egal wie es ausgeht: Beeindruckt bin ich jetzt schon.