Hindenburg oder Reaper + Ultraschall?

Hallo zusammen,
ich habe zurzeit Adobe Auditon 3 und wollte eigentlich upgraden. Allerdings scheint es Audition nur noch in der Creative Cloud von Adobe zu geben, was für mich dann doch nicht in Frage kommt.

Wenn Geld nicht das KO-Kriterium ist, zu welcher Lösung würdet ihr greifen? Hindenburg Journalist, Journalist Pro oder die oft verwendete Lösung Reaper / Ultraschall?

Danke für eure Einschätzung!

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Ich würde Dir empfehlen, zunächst Ultraschall/Reaper anzuschauen und auch eben die Version 4 abzuwarten. Falls es Dir nicht gefallen sollte, dann kannst Du Dir Hindenburg und bei Bedarf Hindenburg Pro immer noch ansehen.

Hintergrund:

Ich tat mich anfänglich (ab 2015) mit Ultraschall recht schwer und habe dann jahrelang mit Hindenburg Journalist und Hindenburg Journalist Pro gearbeitet.

Inzwischen hat sich aber am Gespann Ultraschall/Reaper noch einiges gewandelt und ich habe mir die Zeit genommen, mich intensiver damit zu beschäftigen.

Hindenburg Journalist (Pro) ist klasse und ich mag diese Software sehr. Aber die eigenen Spuren zum Muten und für die Lautstärke (clip-übergreifend) sowie die Routing-Möglichkeiten bei der Aufnahme sprechen schon sehr für Ultraschall/Reaper und ich mag sie nicht mehr missen. Hinzu kommt die Möglichkeit, viele Dinge ohne großen Mehraufwand mit einem Midi-Controller zu steuern.

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Für beide Lösungen gibt es Trial Versionen. Ich würde vorab beides antesten.
Die Entscheidung steht und fällt sicher auch mit dem Setting, Art des Podcasts, Anzahl der Podcaster … sowie die eigene Technik Affinität.
Ich persönlich mag die Aufgeräumtheit und Schlichtheit von Hindenburg, aber je nach individuellen Anfordungen spielt das am Ende vielleicht eine eher unterordnete Rolle.

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Der einschätzung kann ich mich nur anschließen, der aus meiner sicht Top-Vortel an Reaper/Ultraschall ist, dass es das Studio-Link Plugin unterstützt, was Hindenburg AFAIK noch immer nicht kann.

Wenn du also “Ferngespräche” jeglicher Art planst, ist das sicherlich ein wichtiger Punkt, da es aus meiner Sicht aktuell nichts gibt was ähnlich gut und stabil mit so einer qualität läuft, so dass man nur selten auf die eingebaute double-ender option zurückgreifen muss.

Danke für euer Feedback! Ich schau mir dann beides wohl mal in den jeweiligen Trials an.

Ich bräuchte bei Reaper übrigens ohnehin die Commercial-Licence, weil ich auch Stücke fürs Radio mache. Daher wäre der preisliche Unterschied jetzt nicht der große Unterschied. Nur für euch zur Einordnung.

Beachte aber:

  • You are an individual or business using REAPER commercially, and yearly gross revenue does not exceed USD $20,000, or

also wenn man nicht mehr als 20K Umsatz mit REAPER generiert ist es immer noch die kleine Lizenz.

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Oh, danke für den Hinweis. Dann werde ich wohl die kleine verwenden können. Super!

Umsatz mit Reaper oder Umsatz generell?

Umsatz mit REAPER

Das steht da nicht.

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Die wichtigste Frage ist eher, was für Podcasts zu produzieren willst. Davon hängt ab, ob Hindenburg besser geeignet ist(obwohl wir bei Ultraschall daran arbeiten das zu ändern :wink: ) oder ob Ultraschall eher Dein Ding ist.

Wenns eher um Interviews geht, ist Hindenburg wohl immer noch State of the Art.
Wenn Du aber auch Hörspiele, Features, Live-Sendungen, inklusive der Möglichkeit von Livehörspielen machen willst, oder einfach nur eine “Alles in Einem”-Lösung für Podcasts suchst, ohne viel Geld zu bezahlen, ist Reaper+Ultraschall Dein Ding.

Die Version 4 von Ultraschall wird noch dazu echt der Knaller.

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Ich glaub auch dass es Gesamtumsatz des Unternehmens ist. Alles Andere wäre irgendwie unlogisch.

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Naja, es gibt eigentlich zwei Formate. Ein reines Interview-Format, ja auch mit externer Interviewführung und dann auch eher reportagiges.

Prinzipiell gehen beide Programme. Hindenburg ist gut, weil es dir viel Arbeit abnimmt, etwa bei den Crossfades oder der Lautstärke. Ich habe die normale Version von Hindenburg und nehme die für einen Interview-Podcast oder geprochene Beiträge.

Alles, wo Musik, FX etc dazu kommen, mache ich aber in der Regel mit Reaper, weil ich dafür mehr manuelle Kontrolle brauche.

Mir fehlt bei Hindenburg die Feineinstellung, etwa beim Umgang mit Effekten. Bei Hindenburg kann man diese nur pro Spur einstellen, wenn du an einer Stelle mal “etwas” Reverb oder einen EQ brauchst, dann musst du dafür eine neue Spur machen oder die Stelle mit Effekten rendern und dann das gerenderte Audio importieren. Ultraschall/Reaper ist dagegen eine komplette DAW, man kann Effekte also per Send einschleifen und ihre Parameter automatisieren. Außerdem merkt man, dass das Programm nicht nur auf Sprache ausgerichtet ist, etwa wenn es um Blenden, Loops etc. von Musik oder Atmos geht.

Ich habe Hindenburg Pro im Einsatz und würde es nicht mehr hergeben wollen. Vieles ist untuitiver und besser gelöst als bei den anderen Programmen. But that’s just me. :wink:

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Wir wären dran interessiert, wenn Du mal Ultraschall(speziell die zeitnah erscheinende 4er Version) testen würdest um uns Feedback zu geben, was Hindenburg für Dich besser und effizienter macht. Je detaillierter desto besser.
Da können wir glaub ich für Ultraschall noch dazulernen und jede Hilfe ist uns willkommen :slight_smile:
(Ich musste diese Chance einfach nutzen :smiley: )

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