Großmembran- Kondensatormikrofon gemeinsam mit offenen Kopfhörer verwenden

Hallo meine Lieben,

irgendwann hab sogar ich Lust auf guten Klang, sodass ein nettes Mikro her muß/ soll/ darf. Meine Präferenz geht hier zum ‘Rode NT1-A’.

Jetzt hab ich aber Angst, meine offenen AKG K-712 Kopfhörer könnten hier die Aufnahme stören, wenn man mit mehreren Personen zusammen podcastet. Ab und an kann es doch mal zu lauterem Lachen oder dgl. kommen. Studiolink ist sowieso schon sehr hellhörig was Hintergrundgeräusche betrifft.

Hat wer Erfahrung damit?

LG, der Robert

1 „Gefällt mir“

Jo, offene Kopfhörer “können” zum Problem werden. Großmembranmics sind nun mal empfindlich. Aber, probier es erst mal aus, oft kannst Du schon mit einer etwas leiseren Einstellung des Kopfhörers viel erreichen. Wenn nicht, geschlossene Kopfhörer sind auch nicht so extrem teuer.

1 „Gefällt mir“

Hm… danke für die Einschätzung, ich habs ja befürchtet…! Wenn alle Stricke reissen bleiben mir noch InEars, ein 2. Paar Kopfhörer wollte ich vermeiden, sonst kann ich mir gleich ein Headset nehmen.

Danke schon mal!

1 „Gefällt mir“

Vielleicht willst Du dir lieber das NT1 (ohne A) ansehen. Das wird von manchen bevorzugt, besonders das Kit. Da soll das Preis/Leistungsverhältnis besser sein. Der Aufpreis ist nicht riesig und sicher nicht gross genug, um beim Aufwand, der in die Raumbearbeitung fliessen wird, noch wirklich relevant zu sein.

Noch zum Thema: Das kannst Du schlicht ausprobieren. Fällt der Test negativ aus, sind rasch ein paar günstige geschlossenen oder in-ear Kopfhörer besorgt.
Wer lieber etwas mehr ausgeben will, kann mit den allseits beliebten DT 770 von Beyerdynamic wohl nichts falsch machen (Ohm-Versionen beachten).

Naja Studiolink ist nicht hellhörig sondern überträgt 1:1 das was es bekommt

4 „Gefällt mir“

Das ist korrekt, so viel Zeit muss sein.
Und wenn ich schon am klugscheißen bin:

Das stimmt so nicht; Du wolltest statt “Großmembran” vermutlich “Kondensator” schreiben. Es gibt schließlich genug dynamische Großmembraner - durchaus auch qualitativ hochwertige -, die ziemlich “taub” sind, gemessen an ihren Kondensator-Kollegen.
Es kommt in dem Fall nicht auf die Größe an :sunglasses:; jeder Kleinmembran-Kondensator in Verbindung mit einem (halb-)offenen Kopfhörer würde Dich diesbezüglich Lügen strafen.

@VomImZumZug:
Es kann - im Extremfall - sogar einen Unterschied machen, ob Du ohrumschließende oder ohraufliegende Kopfhörer benutzt. Mir ist es sogar mit dem Sennheiser HD 25 passiert, dass ich (ganz leise) ein Signal mit einem Kleinmembran-Kondensator aufgezeichnet habe.

Dessen ungeachtet solltest Du unbedingt auf die Raumakustik achten. Sollen die mehreren Personen gemeinsam in ein NT1-A sprechen oder in mehrere?
Bei mehreren Mikros kämen noch andere - normale, aber zu berücksichtigende - Aspekte hinzu.

2 „Gefällt mir“

Uiuiui,
Danke für eure Einschätzungen/ Erfahrungen!
Wenn ich jetzt alles kurz überschlage, besonders meine Raumakustik, läuft alles zu einem Headset zusammen sonst kommt trotz diverser Investitionen fast mehr Müll dabei raus als jetzt mit meinem Billigst- Teil…

Ich werde berichten!

Vielen Dank!

2 „Gefällt mir“

Am Besten testen und genau nachhören, was und ob Dich überhaupt was stört. Am Besten mal ne Aufnahme machen, bei der Du die Kopfhörer auf hast und Dich hörst und eine machen, bei der Du keine Kopfhörer benutzt, bzw die auf stumm geschaltet hast.
Dann kannst Du am Besten hören, was für einen Einfluss Deine Kopfhörer überhaupt machen(evtl ist der Einfluss so gering, dass es eh egal ist.)

Ich benutze das Rode NT1A und hab Sennheiser HD25-C II in Benutzung. Wenn ich dabei nicht zu laut drehe, dann hab ich da nie Probleme, weil ich meine eigene Stimme quasi “wegspreche”. Zumindest solange keine zu große Latenz zwischen meiner Stimme ist und dem, wie ich mich auf meinen Kopfhörern habe, sonst kann es zu leichtem Echo kommen.
Auf der anderen Seite nehme ich meist sogar ohne Kopfhörer auf und nutz die vorher nur, um nochmal nen Soundcheck zu machen.
Wenn Du also allein aufnimmst, kann evtl ohne Kopfhörer aufnehmen genauso gut funktionieren. Vorausgesetzt, Du hast genug Mikrofondisziplin Dich sauber vors Mikro zu positionieren.

Achja, und Akustik: Schnapp Dir ein paar Decken und Kissen und pack die vor Dich, also in die in die Richtung, in die Du sprichst. Das nimmt schon ne Menge weg und spart unheimlich Geld. Notfalls ein paar dezente Haken anbringen und die Decken davor ranhängen…

1 „Gefällt mir“

Jepp - das ist der Knackpunkt. Wenn man’s kann, ist es klasse. Aber wenn man anfängt zu lümmeln, hat man die Schwankungen kaum mehr unter Kontrolle. Ist selbst mir mal während eines Periscope-Streams passiert. Hinterher gecheckt: Die mit Kopfhörer sind akustisch die besseren.

Den Einsatz von Decken und Kissen unterschreibe ich - aber erklärst Du mir (und den anderen) bitte, warum Du die Diffusion ausgerechnet am dead end statt am live end der Niere positionieren möchtest?
Klar, was nicht reflektiert wird, kann nicht durch den Raum wandern, aber es ist ja nicht nur der eine hot spot, sondern das, was aus der Haupteinsprechrichtung mit der längsten Laufzeitdifferenz wieder auf die Membran trifft. Oder etwa nicht?

Lesetipp: http://www.sengpielaudio.com/LiveEndDeadEndUndDasReflexionFilter.pdf

1 „Gefällt mir“

Erfahrungswert, zumindest in meinem Aufnahmezimmer. Ich hatte mir mal ne eigene Kabine mit Decken und Co um mich herum gebastelt, aber bei mir stellte sich dann heraus, dass alles vor mir zu dämmen schon ausreicht(ist zwischen nem halben Meter und 1 Meter Abstand von mir entfernt), auch weil mein Körper ne Menge hinter mir wegdämmt und wegschluckt.
Seither ist meine “Dämmungskonfiguration” viel einfacher.
Ist aber auch viel Experimentierfeld. Jeder Raum ist halt anders. Manchmal kanns auch hilfreich sein nen Teppich unter sich zu legen, manchmal nicht. Mit Decken kannste das schnell mal testen und schauen, was nen Einfluss hat und was nicht.
Und wennde dann ne Vorstellung hast, wie und auf welche Weise Du den Sound besser machen willst, kannste zielgerichtet kaufen(und günstiger :wink: )

Zu Mikrofondisziplin, ich nehme im Stehen auf, das macht vieles automatisch einfacher, da lümmelts sich schwerer. Vielleicht ne Option? Evtl mit nem Stehpult, was glaub ich mal @Toby Baier früher mal gemacht hat, wenn Du ne Aufstützmöglichkeit brauchst…

1 „Gefällt mir“

Gut, da sieht die Welt bei mir anders aus. Ich halte nicht ganz so viel von Kabinen (außer man spricht Off, Hörbücher etc.).
Bei mir gibt es einen offenen Sprecherplatz in einem Umfeld mit Fenster, CD-Regalen usw. - also jeder Menge Reflexionsflächen.

Tipp: Molton hinter sich hängen ('n Kolter tut’s auch). Einfache Befestigungsmöglichkeiten können sog. “Strapse” sein (Clips halt). Molton auf der Tischplatte ist auch 'ne coole Idee. Wenn man ganz heiß ist, kann man auch was für die Decke tun (Basotect® z.B. lässt sich prima nageln!).

Sitzen / stehen: Da scheiden sich die Geister. Nachrichtensprecher können’s bestens im Sitzen. Schauspieler synchronisieren meist im Stehen. Dann gibt es noch die Zwischenlösungen über hohe Hocker mit festem Sockel, sog. “Stehhilfen” (auch als Bügelstuhl bekannt) etc. pp.

Ach ja, noch was zum HD 25 und dem Mic: Ich hatte es mal gemerkt, als ich für eine Musik-/Sprachproduktion die Musik (nicht laut) auf dem Kopfhörer hatte und ich plötzlich bemerkte, dass der via Insert eingeschleifte Kompressor/Limiter anzeigte, dass ein Signal anliegt. Und das an einem M3 mit 6 mV/Pa, also gerade mal einem Viertel der Empfindlichkeit eines NT1-A…