Erfahrungen mit Corsair Virtuoso Headset?

Hallo zusammen,
hat jemand Erfahrungen mit Gamer-Headsets für’s Podcasten gemacht? Ja, ich weiß, dass das kurz vor Sakrileg ist, aber ich überlege, das Headset zu wechseln und ggf 2in1 zu haben.

Hintergrund: Das AKG HSC 271, das ich ich grad im Einsatz hab, ist mit Brille nach einer Weile leider sehr unbequem und die Brillenbügel quietschen die ganze Zeit und der Fellow Nerd hatte überlegt, sich genau so ein Headset anzuschaffen, da könnte er auch meins übernehmen und ich besorge mir ein anderes.

Gibt’s Erfahrungswerte mit dem Virtuoso? Oder besser einfach gleich lassen?

LG,
Klaudia

Moin!

Das AKG HSC271 ist - wie auch das ähnlich gute/teure beyerdynamic DT-297 - ein geschlossener Kopfhörer, der gegen Außengeräusche abdichten soll, und daher auch andrücken MUSS. Das ist bei jedem Kopfhörer so, der abdichten soll.
Ich habe mein HSC271 mit den Velours/Samt-Ohrpolstern getunt, die ein wenig straffer sind, sich so nicht soi platt drücken und daher IMHO besser um Brillenbügel passen.

Bei Gamer-Headsets dürfte es ein ähnliches Problem geben, wenn diese ebenfalls geschlossen sind und gegen Außengeräusche abdichten sollen. Beim Corsair ist das Mikro immerhin gerichtet, hat aber schon vom angegebenen Frequenzgang eine Konzentration auf Sprachverständlichkeit in lauter Umgebung - und daher einen beschränkten Frequenzgang (100-10kHz laut Datenblatt). Nicht ganz klassisches Telefon, aber deutlich nicht mehr luftig.

Je nach Podcast, Umgebung und eigener Erfahrung kann man natürlich auch auf ein Bühnenmikro wechseln, oder ein Nackenbügelmikro mit In-Ear Kopfhörern kombinieren. Beides sieht bei Videos meist auch besser aus als die klassischen Mickeymäuse, besonders wenn man die InEar-Kabel ein wenig versteckt (z.B. in den Nacken und über den Rücken geführt). Dann hat man auch als Brillenträger keine Probleme.

Je nach Nackenbügelmikro und Biegetalent können diese aber auch ganz schön drücken - zwar nicht auf den Ohren, aber dahinter. Insbesondere wenn die sich mit Brillenbügeln über/hinter dem Ohr um den Platz prügeln. Daher auch hier: einfach mal ausprobieren.

Bühnenmikros muss man entweder so in der Hand halten dass die immer an der richtigen Stelle sind, egal wie man den Kopf bewegt - oder den Kopf immer positioniert halten sowohl im Abstand als auch in Ausrichtung. Und das trainieren - Stichwort „Mikrofondisziplin“.

Schneiden tu ich mit dem dt770pro, das geht auch locker mehr als 6 Stunden, ehe der drückt und den Bose QC25 kann ich mit Brille auch 12 Stunden am Tag aufhaben, ohne dass es hinter den Ohren wehtut - grad ne Woche PrivacyWeek mit dem durchgemacht, das gint erfreulich gut, war aber auch der Grund, warum ich nicht das AKG für’s Moderieren genommen hab. Das AKG-Headset hat bei mir auch schon die Plüschbezüge, aber es quietscht trotzdem und tut wie gesagt nach 3-4 Stunden dann auch weh.

Grundsätzlich mag ich geschlossene Kopfhörer lieber, weil ich mich dann besser auf das Gesagte konzentrieren kann. Das Corsair kann mit einem Adapter mit den Ohrpolstern vom dt770 kombiniert werden, das klingt an sich sehr gut, wenn es dann auch etwas weniger Druck macht. Die 770pro kann ich ja auch zumindest ca. 6 Stunden tragen, da sollte noch ein bisschen was zu holen sein.

Bleibt die Frage nach der Klangqualität. Der Hinweis zur Konzentration auf Sprachverständlichkeit in lauter Umgebung und die 100-10kHz ist da spannend, dankeschön. Nicht-Podcaster:innen waren da von der Mikrofonqualität sehr angetan, aber eben auch die Frage, für welchen Einsatzbereich.

Ich hatte am Wochenende die Gelegenheit das Corsair zu testen. Wenn man es wirklich nur per USB-Kabel am Rechner betreiben will, machbar, alles andere war von mir zu optimistisch gedacht. Keine Empfehlung dieses Mal. (Getestet mit MacOSX 10.15)

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