Eigene App für jeden Podcast

Dabei wünsche ich viel Erfolg, für die insgesamt sieben Podcasts, die in unserem Haushalt produziert werden, sehe ich da keinerlei Vorteil. Aber das muss ich ja zum Glück nicht.

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Na klar, mir geht es hier ja primär darum herauszufinden, ob es sich auszahlt hier Energie reinzustecken.

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Ich halte die Offline Funktionalität für wichtig (schon alleine, wenn man sich das Netz hier in Berlin ansieht).

Aktuell wäre der Plan:
Mit dem Download der App (PWA) werden die aktiven Episoden heruntergeladen. Diese können gleich offline konsumiert werden.

Wird eine neue Episode publiziert wird diese mit Öffnen der App automatisch heruntergeladen.

Ich bin aber offen für bessere Vorschläge :slight_smile:

Jetzt mal ehrlich - wäre es nicht cool wenn Leute, die nach „Camping“ oder „Trans“ im App Store suchen auch deine Podcasts finden? Sind mit eingebundene Sprachnachrichten, evtl. direkt dran hängender Twitterfeed u.ä. wirklich „keinerlei Vorteil“?

Ich sag mal so: ein Podcast ist Audio + Feed. Die kann man über verschiedene „Oberflächen“ ausspielen. Webseiten, Podcatcher, Plattformen… In App Stores finden Podcasts bisher nur über die Catcher statt und nach denen suchen nur Leute, die schon wissen was sie wollen. Ich persönlich sehe einen Vorteil wenn zu Webseite, Podcatcher und den diversen Plattformen jetzt eine neue Möglichkeit auftaucht die ich kontrolliere und durch die ich potentiell Mal wirklich neue Hörerinnen erreiche.

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Ich finde die Idee eines Bookmarks zu (m)einem Blog / Podcast auf dem Homescreen generell spannend. Für mich würde ich das allerdings auch nicht nutzen, das entspricht einfach nicht meinem “Workflow”. Um aber Lesern und Hörern einen Shortcut zu meinen Inhalten zuliefern, klingt das dann wiederum interessant.

Zum Thema “Themensammlung” auf dem Homescreen, fallen mir die Kurationen von fyyd.de ein, den Feed könnte man dann ja auch einbinden.

Ja, coole Features ohne Frage. Aber um ehrlich zu sein, verliere ich oft genug den Überblick über die zugehörigen Twitteraccounts und eingehende Mails. Für jeden Podcast auch noch eine App administrieren zu “müssen”, reizt mich wiklich nicht.

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Darf ich auch meine 2c loswerden? :wink:

Zunächst mal: Ja, das Thema ist alt. Älter als das Sendegate… Aber es ist immer eine gute Idee, alte Ideen hin und wieder mal wieder nach oben zu holen und unter aktuellem Lichte zu betrachten. Also: Schön, dass das Thema auf dem Tablett ist :slight_smile:

Zur aktuellen Lage, soweit ich sie kenne: Es gibt kaum Single-Podcast-Apps (SPAs! ;)) da draußen. Die vermutlich erfolgreichste dürfte @Toby am Start haben mit dem Einschlafen-Podcast (https://play.google.com/store/apps/details?id=de.danoeh.antennapodsp.einschlafenpodcast).

Ich persönlich kenne keinen Menschen, der sowas nutzt und ich für mich persönlich halte davon absolut nichts, denn das Mengenproblem erschlägt die Sache für mich. Darum geht es aber auch gar nicht. Es geht darum, die Menschen dort abzuholen wo sie… Standardspruch No 1, ihr kennt den ja.

Vor einigen Jahren, ich tippe auf ca. 2012 bis 2013, als das Thema das erste Mal die Runde machte, war der Gedanke der, dass Menschen mit dem Werkzeug (single purpose) “App” mehr anfangen können als mit dem Werkzeug Podcatcher, das dann erst einmal eingerichtet und mit Feeds versorgt werden muss. Auch das Wort “abonnieren” war damals mehr als heute ein Störenfried, war es doch gedanklich fest mit dem Thema “Bezahlen” verbunden.

Es gab einige mehr oder minder gute Ansätze, das Thema zu adressieren. Ganz vorne (und da denkt jetzt wahrscheinlich niemand dran) war und ist der Subscribe-Button von Podlove. Der nämlich übernimmt im Grunde 99% der unangenehmen Arbeit des Abonnierens auf praktisch jeder Plattform. Und das Thema “Abo” hat sich mMn inzwischen auch fast erledigt, jedenfalls bekomme ich an der Front nichts mehr mit :slight_smile:

Die erste Frage, die bei jeder einzelnen SPA gestellt werden muss: Möchte ich die Menschen von dort dann ins Podcast-Universum ziehen, oder reicht es mir, die Menschen dort zu haben, damit sie meinen Content hören können? Wenn - was ja nicht so ganz selten passiert - mal ein neues Format an den Start gebracht wird oder Podcast einen Spinoff bekommt oder oder oder… mach ich dann eine zweite App, eine dritte? Wenn mal ein anderer Podcast empfohlen werden soll, wie erkläre ich das den App-Hörenden?

Zweitens: Der Aufwand… Es mag jetzt nicht die größte Entwicklungsleistung sein, die man dafür an den Tag legen muss, aber es ist eine und zieht Arbeit nach sich. Mit einer PWA ist man da zwar im unteren Bereich, jedoch steht man unter iOS aktuell eher nackig da (ich hasse es!). Und wenn Apple oder Google an der Schraube dreht, stellt man mit Pech ein paar tausend Hörer vor die Tür.

Drittens: Habe ich über den Audio-Content hinaus vielleicht Angebote dazu, die in einer App Mehrwert darstellen? Jetzt könnte es interessant für eine App werden! Möchte ich vll mehr Kontrolle über die Darstellung der Shownotes? All das könnte wiederum ein guter Grund für eine App sein, aber dann ist der Podcast vielleicht auch gar nicht mehr so weit im Vordergrund.

Ich denke, dass eine SPA sich dennoch heute noch weniger lohnt als noch vor sieben Jahren. Das Thema Podcast hinterlässt die Menschen heute nicht mehr so ratlos wie noch vor ein paar Jahren und die Podcatcher entwickeln sich immer erfreulicher. Podcasts profitieren deutlich davon, wenn sie nicht alleine stehen, sondern Rudel auftauchen. Dass potentielle Hörerinnen aus dem Vollen schöpfen können, ist eine gewaltige Stärke. SPAs sind mMn eine Sackgasse, in der Menschen nicht abgeholt, sondern abgestellt werden.

Der Punkt ist doch der: Es kann nur im Interesse von $spotify (Platzhalter) sein, dass Podcasts vereinzelt werden. Jeder für sich und mir das Meiste. Dabei profitiert gerade $spotify davon, dass seit nun über zehn Jahren Gemeinschaftsleistungen erbracht werden (nicht nur hier in .de und nicht nur in der Podlove/Sendegate-Gemeinschaft), die das Prinzip $spotify so nie zugelassen hätte. Das war jetzt der pathetische Teil, der etwas ausgeholte Appell. Kann man auch streichen, wenn man meint, das wäre jetzt eine Nummer zu dick aufgetragen :wink:

Lohnen kann sich das für den einzelnen Podcast vielleicht kurzfristig. Langfristig profitieren aber bestenfalls die größten Podcasts von einer solchen App oder die, die sich ein ausgiebiges Marketing leisten können. Alle anderen sind besser dran, wenn sie sich in das Getümmel eines Verzeichnisses werfen und dadurch in Podcatchern sichtbar werden.

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Das wäre aber der Job von Apple, Google und Co, nicht der Podcastmenschen. Wenn ich eine Podcastsuchmaschine öffne, erwarte ich doch anders herum auch nicht, dass dort Apps angeboten werden auf meine Suchanfrage. Wieso aus einem Podcast eine App machen mit Aufwand und Wartung, nur um unbedingt in die Taxonomie App zu passen und damit in den Appstore. Bis Apple wieder beschließt, dass PWAs aus dem Store fliegen.

Ich verstehe was Du meinst. Das ist das „Abholen“. Den Appstore kennen die Menschen, Apples Podcast-Verzeichnis hingegen im Zweifel nicht. Aber da sehe ich eher, dass man sich an Googles nun integrierte Websuche hängt (man muss ja ein klein wenig was dafür tun, dass man da gefunden wird), als dass man sich den Aufwand gibt, eine App zu stricken. Passt die Stores an, nicht die Formate.

Ich sehe da wenige Vorteile für Nutzer und Podcaster.

Aber es gibt wohl Spezialfälle, wo das Sinn ergeben kann:
Wenn der Podcast nämlich viel “drumherum” hat. Dann kann man Shownotes, Fotos etc. bei der Wiedergabe mit einblenden, wenn es Marker gibt.

Umfragen, Feedback, Livechat, Kommentarfunktion direkt in der PWA.
Vielleicht noch Produktlinks, wenn man so etwas vorstellt etc.
Einbinden und bündeln von Social-Media-Feeds aus Twitter, Instragram und Co.

Push-Benachrichtigungen um Hörerfragen vor einer Aufnahme einzusammeln…

Gibt es einen Livestream, kann daran erinnert und direkt abgespielt werden und wenn dann auch noch Audiokommentare in Live-Sendungen direkt ins Handy gesprochen und abgeschickt werden, wird es interessant.

Also immer dann, wenn viel Interaktion und / oder sehr viele Zusatzinfos wie Bilder etc. Teil des Konzepts sind, dann ergibt eine PWA für mich absolut Sinn.

So lange das “nur” ein Player für einen Podcast ist, sehe ich weder Mehrwert noch einen guten Grund dafür, so etwas zu machen.

Ich hab das damals als Einstiegsdroge in die Podcastwelt gebaut / bauen lassen, weil mein Publikum eben nicht das “ich hab schon 20 Podcasts, ich nehme einen dazu” war, sondern “ich will einschlafen, was kann ich nur tun?”.

In den letzten 30 Tagen wurden 16k downloads über die App gemacht http://podseed.org/logs/logs.php?podcast=einschlafen und zählt man die Spotify Streams dazu ist das ungefähr ein dreißigstel aller Downloads. Trotzdem habe ich darüber ein paar sehr treue Hörer gewonnen, die einfach gar kein Interesse an anderen Podcasts haben.

Jeder kann seine eigene App bauen: http://einschlafen-podcast.de/einschlafen-podcast-app/

Ob man das heute noch braucht oder will, sei mal dahingestellt. Wie so vieles, was ich mal gemacht habe (hüstel Spotify hüstel) würde ich es heute nicht noch einmal so machen, kann aber meine Motivation durchaus immer noch nachvollziehen. ¯\(ツ)

Zu Regtag hab ich noch keine Meinung, vielleicht sollten die erstmal ihre Localization in den Griff bekommen. Prinzipiell hab ich zumindest seit Podimo keine Lust mehr, mich auf Plattformen anzumelden, die möglicherweise die Podcast Landschaft inhärent und zu ihren Gunsten verändern wollen könnten.

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Auch ich halte für mich eine Single App für nicht Sinnvoll aber wie hier schon geschrieben wurde - sind wir alle Hardcore Podcast Hörer und -macher

@FlorianPolak mal so als Idee obwohl ich nicht weiß ob das Umsetzbar ist

Angenommen die App bringt jeden Podcast als SingelAngebot in den Playstore - wäre es technisch möglich das die App, wenn ich einen zweiten Podcast über den Store (mit der selben App erstellt) auf dem Handy in einen Container zusammen führt?
Also man kann den Podcast als SingleApp im Store finden und laden mit allen Vorteilen die ein Podcatcher so bietet, aber die App fasst die dann wie in einem Container zusammen?

Das wäre aus meiner Sicht eine Möglichkeit das Neueinsteiger den Podcast den sie wollen als SingleApp finden können und falls sie einen zweiten finden - erkennt das die App automatisch und führt die zusammen

Nur mal kurz am Rande:
Verlage dachten vor Jahren auch, dass sie alle Newsreaderapps bringen müssten.
Das hat sich auch nicht bewährt.

Ich produziere noch keinen Podcast, haben auch nicht 30+ Abos oder so, aber was ich will:

  • Ein zentraler Punkt
  • Gleiche Bedienung und Funktionsumfang bei allen Podcasts
  • Einmal alle Einstellungen machen
  • Ich hab eh schon viele Apps drauf, da stört mich Platzverschwendung nur.

Sollte also ein Projekt, das einen echten Mehrwert hat als App einen optionalen Podcatcher integrieren, mag das ok sein, aber erfindet doch nicht alle das Rad einzeln neu.
Einzelapps sind und bleiben eine schlechte Idee in meinen Augen!

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Hallo æ alle!

These: Die Mehrheit der Menschen (im deutschsprachigen Raum) kann mit ihren Smartphones mobil ganz gut mit den bekanntesten Apps wie Instant Messenger–Apps, Landkarte/Navi–Apps, E-Mail–App, YouTube–App, Social Media Apps, Musik-Streaming–Apps usw. sowie mit Websites in Mobile Safari (bei iOS) oder Mobile Chrome (bei Android) umgehen.
(Und Games-Apps ignorieren wir für diese These)

Sollte sich dann also nicht alles auf Mobile Browser wie Mobile Safari oder Mobile Chrome fokussieren?

Menschen mit mehr Wissen werden dann sowieso den Weg zum Podcatcher ihrer Wahl finden und in jener App dann die Abo-Möglichkeiten für Podcasts?

Aber bis die “Masse” sich selbst solch Wissen erarbeitet, ist der Mobile Browser die zentrale Anlaufstelle.

Argumente für die These:

  • Öffnungszeiten, Telefonnummern, Kosten, Speisekarten usw. werden mittels Landkarte/Navi–Apps oder Mobile Browser herausgefunden
  • Kommunikation findet fast nur noch in Instant Messengern statt sowie in den Kommentaren der Social Media Apps, gegebenenfalls noch per SMS oder E-Mail (aber vom Anteil her sichtbar geringer)
  • Musik wird von den meisten Menschen nur noch gestreamt und nicht über den Desktop oder Laptop Computer auf das Smartphone geladen

Das sind so die Gedanken und Fragen, die mich die ganze Zeit beschäftigen. Was meint ihr dazu, Mobile Browser im Zentrum?
oli

Wir hatten das vor Jahren bei der MedienKuH mal ausprobiert mit der eigenen App und die Ergebnisse waren gemischt. Es haben zwar einige Hörer geschätzt, dass sie über neue Folgen per Push informiert wurden (Backgroundtasks gab es damals auf iOS noch nicht), aber so wirklich abgehoben hat das nie. Im Gegenteil es hat der damals noch wichtigen ITunes Chartplatzierung massiv geschadet. Wir hatten einen direkten Feedbackkanal in der App, der aber de facto nie genutzt wurde.

Bei Radio Nukular haben wir nie eine eigene App gemacht auch aufgrund der Erfahrungen bei der KuH. Dafür sieht man an den Zahlen von Nukular etwas anderes: Podcastapps kommen beim Normalnutzer an. Am Anfang haben über 75% der Leute Nukular im mobilen Browser über den Webplayer gehört. Inzwischen kommen über 95% über den Feed.
Die Menschen hören meist einmal im Browser und wechseln bei Gefallen dann auf die Podcastapp - so zumindest meine Erfahrung. Deswegen klebe ich auf alle Seiten wo es geht immer prominent den Podlove Subscribe Button, weil der es den Leuten einfach macht.

Deswegen: Eine ansehnliche Webseite, die auch mobil funktioniert, ist viel sinnvoller als x Apps.

Ich persönlich nutze für viele Sachen auch keine Apps mehr weil mir das ganze Push hier, Location da, bewerten dort massivst auf die Eier geht. Vom Tracking mal ganz abgesehen…

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Hallo an alle!

Vielen Dank für eure vielen Antworten! Das hilft uns enorm. Mitgenommen habe ich:

  • Eigene Apps für Podcasts könnten spannend sein als Add-On für Blogs, wenn sie deutlich mehr Funktionen haben als reine Player Funktionalität (und gleiche Grundfunktionen)
  • Trotzdem sehr große Skepsis, ob Zuhörer das brauchen/wollen (Stichwort: unübersichtlich)
  • Generell: je mehr Kanäle (Twitter, Email etc.) zu bedienen sind, desto mühsamer.

Ich glaube wir werden das Thema erstmal nicht priorisieren und uns auf andere Bereiche zuerst konzentrieren.

Falls wer mehr zu dem Projekt wissen möchte: hier ist meine Email Adresse: florian@rect.ag

Danke euch!
Viele Grüße
Florian

Habe es gerade erst gesehen. Nachzügler;)
Als Add-on OK.

Dein Podcast muss nicht mit tausenden weiteren Podcasts auf einer Plattform konkurrieren
Aber mit anderen Apps. Eher nein!
Gruß Ramona