DPA 4066 Headset via "Plug-In-Power" an USB Interface

Hallo zusammen,

ich habe hier ein DPA 4066 Headset liegen, welches ich gerne an mein H1n anschließen wollte. Nun stelle ich aber fest, dass ich den Gain für eine akzeptable Laustärke ordentlich aufdrehen muss, und mir dabei alles ordentlich verrauscht.

Laut Handbuch des H1n gibt der Line In Port eine “Plug-In-Power” von 2.5V. Mein DPA Headset benötigt jedoch etwas im Bereich von 5V-50V (für optimale Performance).

Welches günstige USB-Interface sollte ich deshalb nutzen, um das Headset optimal benutzen zu können? Oder gibt es eine alternative kostengünstige Lösung, die ich vor das H1n schalten kann?

Danke euch!
o1y

du hast mehrere Möglichkeiten: (Die Speisespannung des H1n ist def. nicht ausreichend)

einen externen Speiseadapter für das Mikro (der immer einen XLR Anschluss des Mikros bedingt) somit brauchst du den DPA Mikro Dot /XLR Adapter (ob der günstigere Rode MiCon 5 passt, konnte ich nicht rausfinden.
Den XLR in ein Phantomspeisegerät und vo da aus zurück via Adpter in H1n


ganz schön aufwendig…

Alternativ ein USB Audiointerface (das auch den XLR Anschluss bedingt), die haben alle Phantomspeisung.
Dieses spez, geht auch mit Batterie, somit könntest du es auch an den H1 anschliessen (und einen PC).

Und am naheliegendsten ist natürlich ein Digitalrecorder mit Phantomspeisung und USB Interface Funktion, da hast du alle Möglichkeiten.


Danke @RaGu! :slight_smile:

Ich habe eine Sache vergessen zu erwähnen. Mein DPA 4066 ist ein “Legacy” Headset mit einem fest verbauten 3-pol Lemo (Sennheiser) Anschluss, den ich aber via Adapter bereits auf eine Mini-Klinke bringe. Leider gibt es deshalb keinen Mikro-Dot-Anschluss.

Das Zoom U-22 ist in der Tat eine gute Idee!

Was mich einfach nur “wurmt” ist der Punkt, dass die DPA Headsets regulär an Funksender angeschlossen werden können, die keine Phantomspeisung von 48V bereitstellen. Es gibt sogar von DPA selbst mobile Lösungen, die mit der Spannung vom iPhone/iPad Lightning-Port zwei Headsets gleichzeitig betreiben können (allerdings auch nur Kompatibel mit Mikro-Dot).

Ich dachte deshalb, dass ich irgendwie um eine 48V Phantomspeisung herum komme. Wäre eventuell dieses Behringer mit 15V Phantomspeisung eine Alternative?

Es würde vermutlich mit 15V funktionieren, allerdings sind die (der) Mikro Preamps in diesen Billigpulten nicht sonderlich hochwertig (höhere Rauschwerte), insbesonders, wenn du für dein Mikro viel Gain brauchst.
Die Preamps des Zoom oder ähnlicher Interfaces sind da schon besser, insoweit würde ich deinem Spitzenmikro auch ein “gleichwertiges” Interface gönnen.

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+5V Plug-In-Power ist eigentlich nicht mehr weit verbreitet. Das (schon sehr teuere) Microdot-Audio-Interface von DPA erscheint mir die kompakteste Lösung, der Weg mit einem Speiseadapter (von XLR-Phantomspannung auf Plug-In-Power) ist das, was fast jeder verwendet.

Manch ältere externe USB-Soundkarten haben noch höhere Spannungen, aber eigentlich ist fast alles zur Zeit 2V oder 2.5V (das liegt an den standard Vorverstärker-Chips die verwendet werden, die arbeiten intern meist nur noch mit 3.3V oder weniger, und liefern dann z.B. stabilisierte 2V als Bias-Versorgung).

http://www.richardmudhar.com/articles/sound-recording-guide/pip.html erklärt vieles, und hat als “Fig. 3” einen Lösungsvorschlag, glaube aber nicht, dass man so etwas fertig kaufen kann.

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Danke Christian für die Erklärung.

Es ist gar nicht so einfach zu diesem Thema entsprechende Infos zu bekommen. Ich habe bei meiner Recherche noch ein passenderes Gerät gefunden, welches vermutlich eine der von dir verlinkten Schaltungen beinhaltet. Man kann hier beliebige Batterien einsetzen (z.B. 3,7V, 6V, 12V), um darüber eine entsprechende Spannungsversorgung für das Kondensatormikrofon zu ermöglichen. Der Hersteller empfiehlt direkt 12V mit einer A23 Batterie für das Gerät.

https://www.shopssl.de/epages/es869226.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/es869226/Products/PH1

Hier hat ein Bastler ein ähnliches Gerät mal “reversed”:

Und hier gibt es eine sinnvollere Schaltung:
https://www.making-sound.co.uk/projects/electret-battery-box.html

Ich versuche mich deshalb grad daran mir die Schaltung selbst aufzubauen, da sie doch relativ simpel zu sein scheint. Mal sehen, was aus diesem Bastelprojekt wird :slight_smile: Alternativen habe ich ja jetzt dank euch einige!

Diese kleine, aber nützliche “Batteriebox” zu bauen war in der Tat nicht so schwer und es funktioniert einwandfrei. Nun rauscht nichts mehr bei bester DPA Qualität! Die Kosten sind dafür natürlich auch marginal gewesen. Falls jemand daran interesse hat, könnte man natürlich auch mal ein paar saubere PCBs erstellen.

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