Business und Podcasting

Jup, legitim finde ich es an der Stelle auch total, nur leider schwer zu hören. War da aber nur als mögliche Erklärung für die Veränderung in dem Bereich gedacht :slight_smile:

Naja, für freie Podcastende waren Formate, auf die sie eigentlich keine große Lust haben, früher nicht wirklich interessant. Jetzt werden die für Reichweite etc gestartet. Da die aber das gleiche Problem haben wahrgenommen zu werden wie alle Podcasts, wird das dann nichts und sie geben oft schnell wieder auf. Und viele von denen hätten vielleicht gutes, kreatives Zeug gemacht, wenn sie nicht vorher auf Reichweite etc getrimmt worden wären. Wenn man heute nach Podcasts zum Einstieg ins Podcasting sucht, landet man halt bei etwas dubiosen Business-Menschen und nicht mehr bei allen Folgen vom Lautsprecher oder so

Es gibt eben verschiedene Welten: die einen podcast aus Freude am Inhalt oder vielleicht nur um einfach zu Podcasten. Und die anderen nutzen das Medium, um damit Geld zu verdienen. Das eine schließt das andere nicht aus und ich sehe per se darin kein Problem.
Das Problem sehe ich eher darin, dass Plattformen ihre Algorithmen nicht anpassen, um weniger große Formate auch mal zu zeigen. Daraus resultiert dieser Einheitsbrei und aus meiner Sicht auch eine Einschränkung, was die Informationsbreite betrifft. Für viele gibts halt bald nur noch die Meinung von Lanz und Precht, was @schaarsen meint, geht eben, bis auf seine Hörenden, unter.

Und da pflichte ich @SebastianStix bei - wie wird man sichtbar / bleibt sichtbar?
Ich wiederhole gern die wichtige Aufgabe von Frau Attig und Frau Heise, die das immer wieder sagen und auffordern, auch die kleinen Formate im Auge zu behalten. Allerdings dürfen diese Bestrebungen nicht im Sendegate versacken und ich glaube es ist auch notwendig, andere über die Weiten der Podcastlandschaftt aufzuklären. Wenn ich höre „gibts den auch bei Spotify?“ oder mir Kund:innen sagen „ich will auf jeden Fall bei Spotify gelistet sein“, dann stellen sich mir die Nackenhaare auf. Nicht, weil ich was gegen Spotify habe, sondern die Wahrnehmung der Personen offenbar so eingeschränkt ist und meinen, das es im Podcastbereich nur Spotify gäbe. Gute Arbeit von der Firma, Hut ab. Sehe es aber auch als meine/unsere Aufgabe an, beispielsweise fyyd zumindest mal zu benennen und sie über die Tiefen der Podcastlandschaft aufzuklären.
Oder man hält es pragmatisch und wirkt im eigenen Kreis, macht den Mist nich mit und tut, was man kann/will.

Das sind nur meine 2 cent und ich stehe mega zwischen den Stühlen. Klar, werde ich auch mal bei Spotify was pitchen. Und ich mache auch Werbung in meinen eigenen Formaten. Aber in jedem Workshop berichte ich über die Geschichte des Podcasts, wer eigentlich Motor war und ist für die technische Entwicklung und das man auf fyyd mal gucken kann und im Sendegate immer gut aufgehoben ist. Ultraschall mit SL gehören ebenso in die Kiste.

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oder halt im Sendegate etc. Ist immer die Frage warum gepodcastet wird.
Bin ja selbst einer dieser Neueinsteiger und klar möchte man sein Format ans Publikum kriegen und macht sich auch den ein oder anderen Gedanken wo und wie man einen Link platziert. Ist ja auch valide.

Wer sich von irgendwelchen Business Gurus blenden lässt… Naja. Selbst wenn man wirklich nur für Geld, Ruhm und Reichweite podcastet muss man nicht sehr weit denken um zu erkennen, dass man als kleiner unbekannter Podcaster eben auch Mehrwert bzw. Content liefern muss. Mich kennt niemand im Internet, warum sollte also jemand mir zuhören wie ich zusammenhangslos über meine Woche berichte? (ja ich bediene mal böse Klischees). Vor allem wenn dies mittlerweile jeder berühmte Mensch macht? Da muss man sich schon einen Spin überlegen.

Menschen die einfach schnell schnell Schema F abspulen springen halt auf den Hype Train und arbeiten da nicht aus einer schöpferischen Motivation.

So ist zumindest meine Wahrnehmung in der Szene.

Das ist toll und lobenswert. In meiner Bubble versuchen wir als Podcastende uns gegenseitig zu pushen und zu unterstützen. Das klappt ganz gut. Aber erstmal muss das Publikum in der Bubble angekommen sein.
Ich glaube daran, dass sich gute Formate durchsetzen. Allerdings darf man nicht vergessen dass Massenmedien ihre eigenen Formate natürlich massiv bewerben und damit ein Millionenpublikum direkt erreichen. - Dafür haben diese Formate dann wieder sehr wenig Publikum… Nunja.

Vielleicht kann man dass gegenseitige Empfehlen von Formaten forcieren. Manche empfinden das als komisch und unpassend zum eignen Format. Aber im Grunde haben wir nur dieses eine Massenmedium um sichtbar zu sein. Man stelle sich vor, 10% der Podcasts würden nach dem Abspann noch eine Minute ein anderes Format empfehlen… Stört nicht, hat aber mit Sicherheit einen fetten Impact der allen zugute kommt. Das ist aber natürlich ungerecht. Wer ein großes Publikum hat, profitiert weniger als anders herum. Dennoch könnte das eine Tugend werden und einfach zu einem guten Podcast dazu gehören.

Ich glaube das werden sie auch nicht.

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da gab es doch hier im Sendegate eine Excel für, wenn ich mich nicht täusche. Wie gut das funktioniert, kann ich leider nicht beurteilen.

Stimme dir aber ansonsten voll zu. Als Community können wir schon einiges bewegen.

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Mir fallen da recht schnell viele Ideen zu sein. Aber da braucht es ein Team und Leute die das langfristig am Leben halten.
Sympathisch wäre auch ein Fileserver: Wer will, legt einen 60-Sekunden-Trailer von seinem Format dort ab und andere können die einfach einbauen und verwenden… Das ist aber wieder weniger persönlich. Dafür extrem unkompliziert. HMPF!

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Auf vielen Säulen kann man aufbauen. Ich hab zwar weder Erfahrung, besonders viel Ahnung oder gar Reichweite, hätte aber durchaus Lust mich an solchen Projekten zu beteiligen.


Edit: Die Diskussion und Beiträge hier, haben mir einiges zum Denken gegeben.
Ich nehme wahr, dass hier oft die Podcastwelt in zwei Lager geteilt wird. Die freien Idealisten, die intrinsisch motiviert coole kreative Formate schaffen wollen und die (bösen) Reichweitenoptimierer, die eigentlich nur Kohle und Clicks wollen.

Für mich entsteht (wenn auch bestimmt nicht immer von allen so gemeint) Vermarktung, Marketing etc. wären etwas böses. Im besten Fall notwendiges Übel.

Ein Ansatz wäre es doch grade auch die kreativen, technisch verliebten und mutigen Podcastenden aufzubauen auch selbstbewusst sich und Ihre Schöpfung zu vermarkten und promoten.
Es ist ja niemandem geholfen wenn all die guten Formate in der Senke landen. Es ist ja auch nichts schlechtes, sein Schaffen auch aktiv zu verbreiten. Nur so kann eine Hörerschaft aufgebaut werden. So wiederum können neue Menschen animiert werden selbst kreativ zu werden und abseits bekannter Wege Dinge zu probieren.

Kurzgesagt Mut zur Eigenwerbung und auch die ein oder andere Strategie nutzen. Logischerweise soll der Content im Mittelpunkt bleiben.

Vielleicht ist das eine Attitüde, die in der Welt der Indiepodcasts mehr gebraucht wird?

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Habs Mal mit ner Sammlung von verschiedenen Fiction-Podcasts versucht und die podcasts auch gefragt, ob sie das weiterverbreiten und weitere Podcasts vorschlagen möchten. Hab leider wenig Resonanz. Bei mir bewerbe ich die Sammlung öfter und verlinke sie immer. Könnte mir vorstellen, dass man in so ein Projekt viel Arbeit reinsteckt, aber nix bei rum kommt. Aber wenn jemand ne geile Idee hat, helfe ich gerne mit!

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Ich würde nicht sagen, dass sie böse sind, sondern sie nutzen die Möglichkeiten, die das Medium derzeit bietet und sind keinesfalls böse. Sie denken eben anders über den Einsatz des Mediums, als andere. Wie gesagt, Minkorrekt machen das auch, aber niemand würde hier auf die Idee kommen und ihnen das vorwerfen. Finds wichtig, trotzdem den Respekt zu wahren und alle Personen und Formate durchaus mit in die Betrachtung miteinzubeziehen. Auch wenn die damit Geld verdienen, viel Reichweite haben oder sonstwas. Wir gehören schon alle irgendwie zusammen. Und man muss evtl auch auf die Rollen gucken… während man Prominente nutzt um Reichweite zu generieren, wissen ja die Hosts nix über die Einstellungen am H6, dem Rodecaster, oder den Schnitt. Die geben ihr Brain, Ihren Namen und die Reichweite. Der Rest läuft in der Produktion. Also wenn man es genau nimmt, müsste man die Produktionsfirmen näher ins Visier nehmen, die am Ende im Zweifel aber auch nix mit der Technik zutun haben. Vielleicht Aufnahme, aber Post macht wieder nen Dienstleister, genau wie Marketing und Konzeption. Während hier im Sendegate einige sind, die alles in einer Person sind.

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Ja, ich gebe zu, dass ich selbst oben evtl. etwas zu drastisch war. Gegen finanzielle Interessen ist wirklich nichts zu sagen. Für mich kommt der Kipppunkt immer dann, wenn der Zweck des Formats der Umsatz und nicht der Content ist.

Das ist wie Clickbait bei Zeitungen etc. Man fühlt sich als zuhörende Person irgendwie um die Lebenszeit gebracht. Klar, dann deabonniert man eben, aber es ist frustrierend, wenn man ständig auf solche Formate stößt.

Positive Beispiele sind m.E. auch Minkorrekt oder Geschichten aus der Geschichte oder das Zeuch von dem immer aufgeregten Monsieur Klein und Haus1 und viele andere… Der Content ist recht hochwertig und dann bin ich sehr gerne bereit etwas dazuzugeben oder mit Werbung und Promotion zu leben. Das halte ich für legitim.
Und wenn die Menschen dann noch davon leben können, dann freut mich das, denn kreative Arbeit wird immer zu schlecht bezahlt.

Ich denke auch eben an Menschen die Podcasts an sich blöd finden, weil sie ein paar gehört haben und festgestellt haben, dass das eine „besondere Version von Privatfernsehen ist“. Diesen Eindruck kann man ganz schwer wieder wegreden und dieser Effekt ist schade. Im Moment habe ich das Gefühl, dass die Warscheinlichkeit als erstes auf ein „Business-affines“ Format zu treffen leider zu hoch ist.

Und ja, ich gebe auch zu: Ich habe mir heute einen Tag Podcasturlaub genommen. D.h. ich habe heute nur Podcasts aufgenommen und den Hauptjob nicht gemacht. Das ist schon ein ziemlicher Luxus und macht Spaß! Das mag ich aber als Bonus betrachten und natürlich könnte ich mir vorstellen das öfter zu machen. Das ist aber ein GESCHENK des Publikums und nicht Ergebnis eines Businessplans.

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Du hast natürlich total recht. Den wertenden Begriff setzte ich auch daher in Klammern. Ich meinte damit auch nicht prinzipiell Podcastende, die mit Ihren Sendungen Geld verdienen, sondern jene Gruppe, für die die Vermarktung über dem Content steht aka „ich spule Schema F ab um möglichst viele Menschen zu erreichen um mehr Werbung zu platzieren.“

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Aber auch das darf eben sein. Schon allein deswegen, weil der „Markt“ und die Hörenden genau das zulassen. Demnach ist ein, aus meiner Sicht, völlig normaler Akt. Wenn du oder wir das anders sehen, müssen wir eben damit leben, mit unseren Inhalten keine großen Umsätze zu machen.

Und das ist das, was @schaarsen gut auf den Punkt gebracht hat. Glücklicherweise hat man die Wahl und kann es einfach lassen, wenn man das nicht möchte. Und das beweist auch, wie „frei“ man ist, einen Podcast zu betreiben und wieviel Möglichkeiten das Format sn sich auch gibt. Somit funktioniert es offenbar für beide Seiten.

Ich habe eher die Befürchtung, dass mittlerweile alle Audioformate in eine Schublade gepackt werden und am Ende alles als Podcast verkauft wird.Ich will das Fass jetzt hier nicht aufmachen, aber mal beherzt nach dem neuen Format „Batman unter Toten“ fragen, was in der Kategorie „Podcast“ geführt wird, aber eher in Richtung Hörspiel geht?! Top produziert, toll umgesetzt. Aber nicht alles was Audio ist, ist auch nen Podcast. Reicht wirklich, wenns nen RSS-Feed gibt und dann alles einfach Podcast genannt wird, damit es Hörende bringt? Da hab ich etwas Sorge vor. Aber gut, Erbsenzählerei. Aber die kann man vielleicht auch nur zählen, weil ich mich mit dem Medium mehr beschäftige als andere, die nur konsumieren wollen. Ach, was rede ich.

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Nachdem alles gesagt wurde - aber noch nicht von allen:

Es ist wohl eine allgemein anerkannte Eigenart dass Menschen im Zweifel immer das für gangbar und vertretbar halten, was sie gerne machen würden.

Das mag sich bei derselben Person im Laufe der Zeit auch mehrfach verändern, und wenn ich mir vergangene Diskussionen hier im Sendegate dazu ansehe, dann ist die intrinsische Motivation einen Podcast zu machen - selbst wenn er sich schon in der Herangehensweise gar nicht finanziell rentieren soll - ein breit vertretener Standpunkt.

Ich stand schon ein paar mal vor Angeboten ob ich einen Podcast für Firmen produzieren soll, und hab gemerkt dass ich mir ungefähr so die Hölle vorstelle.

Mein ganz persönliches Verhältnis zu Marketing, mit all den privaten Auswirkungen in unseren digitalen Alltag, ist mit dem Wort „Verachtung“ recht treffend beschrieben.

Ich denke am Ende ist es weniger die Frage ob so ein Business-Ansatz zum Podcasten nun gut oder schlecht sei… falls Leute sich dazu entscheiden, dann gilt für mich der Gustav Meyrink Ansatz ‚Hüben wie Drüben ein lebendiger Mensch‘ - d.h. manche driften ab… und wir kennen vielleicht ja alle eine Person im privaten Umfeld, die das erste mal in die Selbständigkeit geht und in der ersten Zeit alles unter dem Gesichtspunkt der Monetarisierung neu einordnet, oder wir kennen hier im Sendegate alle die unregelmässig aufschlagenden Burschis, die dem BWL-Studium näher als dem Politik-Teil der Zeitung sind, und irgendwo den Satz aufgeschnappt haben dass in Deutschland das Marketing im Podcastbereich eine noch unerschlossene Goldgrube sei, und nun beschließen dass sie es sind, die daran reich werden könnten.

Solange die Leute am Mikro, am Ende des Tages, irgendwas gemacht haben worauf sie stolz sind und was dazu beiträgt Themen ohne künstliche Sendezeitbeschränkung auszuwalzen… oder sie eine Gruppe von Leuten haben die sich darauf freuen sie zu hören, um die Batterien wieder aufzutanken oder zu merken dass sie nicht alleine mit ihren Ansichten sind (und solange es einen RSS-Feed gibt) ist es ein Podcast und ich freue mich dass es ihn gibt, selbst im Falle dass ich selbst ihn nicht höre.

• Wenn es nur auf Spotify ist, höre ich es sowieso nicht
• Prominenz XY ist in dem Format dabei - das alleine ist mir ja auch kein echtes Kriterium
• True Crime / Self Improvement / Was mit Filmen und Serien und Computerspielen - wer das wirklich tun möchte, nur zu. Ich werde aber bis auf Weiteres davon ausgehen dass ist Recherchefaulheit und eine Wiederholung all dessen was zahllose vorher schon gemacht haben

Unterm Strich gesagt - wenn ich mit meiner Position recht behalten soll, dann wird sich das mit der Zeit zeigen. Tu gutes, und streame darüber. Falls andere mit ihrer Position recht behalten sollen, und Podcast ist das neue Marketinggold… dann ist das halt auch so.
Auf die eine oder andere Art sehe ich darin aber keine echt Widersprüchlichkeit… wir müssen halt gucken und abwarten.

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Ich weiß nicht, ob ich das am Content festmachen würde. „Podcast“ ist für mich in erster Linie ein Medium und kein Genre, insofern finde ich, dass auch fiktionaler Content darin Platz haben darf. Ob das nun ein kommerziell produziertes Hörspiel wie „Batman unter Toten“ ist oder irgendwas, das aus der Geschichtenkapsel rausfällt, Hartwich & Swarowski oder das sehr tolle „Who killed Avril Lavigne?“. Im Radio oder Fernsehen gibt es diese inhaltliche Breite ja auch und iirc ging es ja im Ursprungspost genau darum, dass das Medium Podcast gerade nicht vielfältig genug ist, weil alle immer das gleiche machen.

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Geht mir nicht um den content, der darf ja fiktional sein, sondern um das Genre. Dachte immer, Hörspiel ist eben Hörspiel. Macht ein RSS-Feed ein Hörspiel zum Podcast? Wahrscheinlich ist das so und ich finde das auch nicht doof, weil ja plötzlich alles an Audio mit Feed als Podcast rausgehauen werden kann und schon hat man die Breite. Für mich fühlt sich das nur komisch an, weil wir dann Genres am Medium knüpfen würden. Also Batman auf CD ist Hörspiel und im Feed dann Podcast. Inhalt gleich, Medium ein anderes. Das bedeutet ja eigentlich, dass es grundsätzlich die Breite an verschiedenen Audioformaten bereits vorhanden ist, nur nicht alle über einen Feed verfügen.

Sorry für off-topic, umtreibt mich aber irgendwie, weil ich befürchte, dass es zu beliebig wird.

Ich finde die Diskussion gut. Was ist ein Podcast ist das schlimmste Minenfeld!
Kein Feed → Kein Podcast… Dachte ich immer.

Die Diskussion hier hat meine Einstellung aber nun etwas verändert:

Alle erzählen von ihren Podcasts auf Youtube, Spotify, Audible… Podcast ist offenbar ein abonnierbares Stück Audio. - Okay, damit muss ich leben.

Das alles hat sich weiterentwickelt.

Und nun wieder zurück zum Thema:
Vielleicht bin ich einfach zu alt. Ich kenne Wannhoffs wunderbare Welt der Wissenschaft, Tim’s Raumzeit und und und… „Klassische Podcasts“ eben und das ist das Medium, das ich lieben gelernt habe und offenbar bekomme ich die geistige Weiterentwicklung eben nicht hin:
„Podcast ist IRGENDWAS, meist ohne Video, in einer App mit mehreren Episoden.“

Ob das Zeug Werbung enthält, Promis, Zweitverwertung, ob das mit oder Inhalt Inhalt ist… Offenbar ist das alles ein Podcast und das erwartet das Publikum inzwischen möglicherweise genau so. Die Definition ist auch so schön einfach.

Meine romantisierte Vorstellung entspricht dem Internet von vor 30 Jahren und vielleicht haben die ersten Kinofilmmenschen das gleiche gedacht als das Fernsehen kam.

Wenn ich euch alle hier lese, habt ihr alle recht. Auch wenn ihr euch widersprecht. Der Diskurs inspiriert und jeder hat eigene Wege und Strategien entwickelt und verteidigt diese mit Leidenschaft.

Das was ich bislang als Podcast bezeichnet habe ist vielleicht inzwischen einfach ein Genre: Classic-Indie-Podcast. - Eine Nische in der Nische. - Meine Nische!

Und damit meine ich nicht den grad an Professionalität, Monetarisierung, Aufwand… Damit meine ich die Idee dahinter: Wir produzieren Inhalte für ein Publikum - unser Publikum und legen den Fokus genau auf diese Inhalte. Um diese Inhalte so zu produzieren nutzen wir alle möglichen Tools, Monetarisieren das und haben hoffentlich viel Spaß daran.

Im Kern geht es aber immer um die Inhalte, den Mehrwert für das Publikum und für uns selbst.
Genre, Format, Gäste… Alles nicht so wichtig. Das Gesamtkunstwerk ist entscheidend.

Im Moment kann ich eigentlich nur bewundern, was alles entstanden ist. Meine einzige Befürchtung ist nur, dass unsere Nische in der Masse unentdeckbar wird und diese Befürchtung führt dann eben dazu, dass ich andere Herangehensweisen verteufeln möchte.

Sollen die alle mal machen. - Mache ich auch, machen wir auch. - Das Publikum entscheidet.

Nur das mit dem Vernetzen… Daran finde ich, sollten wir arbeiten. - Damit wir auffindbar und sichtbar sind und es auch bleiben.

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Für mich ist Podcast, was einen Feed hat (weswegen Spotify exklusives nicht darunter fallen, andere Hörspiel-Podcasts aber schon). Was mich hier eher stört ist wieder, dass es so unkreativ ist: Natürlich kann man ein Hörspiel verpodcasten, aber bei größeren Produktionen, die sich angeblich mit Podcasts auskennen, hätte ich gerne mal ein Fiction-Format, das auf Podcast als Ausspielweg zugeschnitten ist. Am ehesten macht das noch „schreib mich ab“, die die Pause zwischen den Folgen nutzen, um über social Media die Hörenden bestimmen zu lassen, wie es weitergeht. „Creature Feature“ machen ein Hörspiel, in dem ein Podcast gemacht wird, was auch ganz gut funktioniert. Die meisten großen Produktionen halten sich bei Fiction aber leider ans klassische Hörspiel und labeln es dann anders (eine Produktion wurde mal als „Audio-Film“ oder so beworben). Kreativität muss man hier auch wieder in der freien Szene suchen

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Hi!

Um sich als Hobby oder Indi gegenseitig zu unterstützen, hatte ich das hier mal gestartet…

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Der RBB nennt seine neue Hörspiel-Serie „Der Ring des Nibelungen“ überraschenderweise Podcast-Serie: https://www.rbb-online.de/unternehmen/presse/presseinformationen/programm/2022/04/20220429-ring-des-nibelungen-podcast-serie-rbb-kultur.html

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