Aufmerksamkeit für Podcasts

Interessieren sich die Leute nicht mehr für ein bestimmtes Thema, als für Podcasts generell? Wenn jemand ein generelles Interesse an Podcasts anmeldet, dann hört er/sie doch mindestens schon einen.
Man müsste irgendwie die Leute ansprechen, die sich für ein Thema interessieren, aber nicht wissen, dass es dazu Podcasts gibt. Wenn der nicht weiß, das Podcasts das richtige für ihn sind, dann wird er ja auch nicht auf so eine Podcastseite stoßen.

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Ich glaube ja, dass wenn Menschen sich für ein bestimmtes Thema interessieren, dass sie dann auch die entsprechenden Medien finden die eben jenes abhandeln. Das gilt für Sendungen im Fernsehen oder im Radio, so glaube ich, genauso wie für Zeitschriften, Bücher oder auch Podcasts. Es ist ja dann auch ‘nur’ ein weiteres Medium um sich eines Themas habhaft zu machen. Wir sind, um mal die Quasselstrippen als Beispiel zu nehmen, sicher nicht der typische Podcast, welcher von Menschen gehört wird die auch noch drölfzig andere Podcasts hören. Wir werden aber von Kulturschaffenden als Sender wahrgenommen. Die haben uns auch nicht gefunden weil die ach so große Podcastfans sind. Die haben uns gefunden weil wir über das Reden, was sie interessiert. Ich glaube das Hörer die Themen finden, und das Podcasts auf diesem Wege auch zu ihren Hörern finden. Ich glaube man wird gefunden, wenn man ein bestimmtest Thema verpodcastet. Wenn man etwas macht was die Menschen interessiert, was auch immer das ist. Geduld scheint mir einer der Tugenden zu sein, welche nicht zu unterschätzen ist. Wir haben diese Erfahrungen gemacht, und sind glücklich in unserer Nische der Nische. Weil wir bestimmte Themen bedienen, haben wir sehr treue und tolle Menschen die uns zuhören. Einige zahlen uns sogar ein wenig Geld für das was wir da so machen. Ich glaube Mensch ‘muss’ sich die Zuhörenden erpodcasten. Das alles sind natürlich nur persönliche Eindrücke und Erfahrungen, und soll nicht den Anspruch der Allgemeingültigkeit erheben.

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Also ich höre euch ja nicht nur wegen den Themen. Das hat primär 3 Gründe warum ich euch höre

  1. Ich mag euch als Personen und eure Art ist hübsch.
  2. Ihr besprecht Themen, die bei mir meist davor noch nicht so auf dem Zettel waren und bereitet sie gut auf
  3. Ihr habt den perfekten Sendeplatz. So Sonnabend 11:00 das ist einfach die perfekte Zeit für einen “Aufstehenpodcast”. Ihr macht quasi eine Morningshow wie ich sie gerne bei den Radios hätte. Nicht Dudelfunkmusik und Dudelgewinnspiele, sondern kulturellen Anspruch und trotzdem nicht zu hoch.

Perfekt für den Sonnabend morgenlichen Kaffee :slight_smile:

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Der @Herr_Martinsen und der Herr @BigMcIntosh91 haben mich auf die Idee gebracht, mal einen näheren Blick darauf zu werfen, wie nun so ein Helga-Normal-Mensch zum Podcast-Mensch wird. Das könnte dem Topic hier dienlich sein. Bitte hier entlang: Podcastbiographien

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Wir hatten ja über Twitter schon drüber geschrieben, wo ich bezweifelt hatte das das mit jedem Thema geht.
Muss mich da leider korrigieren - es scheint doch zu gehen.

Ich bearbeite ja mit meinem Podcast eine Nischensportart - wo ja Sport sowieso schon nicht die meisten Hörer hat - da im speziellen den Sport für Reiche und Schöne und A bis B Prommies, nämlich Golf.
Da aber nicht das aktuelle Turniergeschehen, sondern mehr die Metathemen.

Ich werde sicher nicht mit jeder Folge 10.000 Hörer haben aber mit der letzten Folge bin ich schon mal in die Gegend gekommen.
Bei mir hängt es sicher auch viel mit dem gewählten Thema zusammen. Aber, du hast Recht, es ist möglich.

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Servus zusammen,

nachdem das Thema nun über Tage hinweg in die verschiedensten Richtungen mäandert ist, würde ich gerne zum Kern der Ausgangsfrage zurückkommen. Zur Erinnerung - es ging um folgendes:

Zunächst: Ich unterschreibe die These von @rstockm vollumfänglich. Wobei ich mich nicht darüber streiten mag, ob es in einem Fall 9.000 oder 40.000 sein könnten. Ich verstehe Ralf so, dass es seiner Meinung nach signifikant hohe Zahl potentieller Hörer gibt, die jedoch noch nicht aktiviert werden konnten.

Auf der Suche danach, warum dem so ist, kreist mir die Debatte zu sehr um eine Facette: Den (technischen) Zugang zum Format Podcast. Ja, man kann Verzeichnisse bauen, ja man kann Erklärseiten vollschreiben und ja, man kann Podcatcher verbessern. Das alles mag wichtig sein, doch am Ende ist das zu kurz gehüpft.

Ich behaupte: Einen Podcast zu konsumieren ist längst keine trickreiche Herausforderung mehr, die nur technisch versierte Menschen zu meistern wissen.

Dank des Podlove-Projekts und insbesondere dem zugehörigen Web-Player (und nunmehr obendrein eines Subscribe-Buttons, der selbst Unwissende elegant durch den Abo-Prozess führt) ist es einfacher denn je Podcasts zu hören.

Jeder, der es auf eine Website mit einem Podcast schafft, ist in der Lage, auf den Play-Button zu drücken. Und wenn ihn das, was er dort zu hören bekommt, einnimmt, dann sind die Chancen groß, dass er regelmäßig wiederkommt. Und im besten Fall wird er den Podcast sogar abonnieren und irgendwann sogar von selbst auf die Idee kommen, einen Podcatcher zu nutzen. Die Hörer bekommen meiner Beobachtung nach ganz alleine auf den Trichter wie das funktioniert und wenn nicht, dann hören sie den Podcast eben ausschließlich über die Website. Na und?

Will sagen: Die Debatte über den „technischen“ Zugang zu Podcasts halte ich für überbewertet. Und im Kontext des Themas „mehr Aufmerksamkeit für meinen Podcast“ für wenig zielführend.

Blöd, wenn die Inhalte da sind, aber keine Sau davon weiß

Für viel wichtiger halte ich es, sich darüber Gedanken zu machen, wie und ob die eigenen Inhalte potentielle Hörer erreichen. Das ist übrigens eine Fragestellung, die einen Blogger ganz genauso umtreibt: Wie schaffe ich es, dass meine Inhalte von der avisierten Zielgruppe wahrgenommen werden?

Meine Antworten darauf mögen simpel sein. Ich bin immer wieder erstaunt, dass die einfachsten Werkzeuge der digitalen Eigenvermarktung entweder nicht zum Einsatz kommen oder nur hinter vorgehaltener Hand darüber geredet wird. Warum eigentlich?

Relevanz statt Reichweite

Ist es verpönt oder gar verwerflich, sich bewährter Methoden zu bedienen, die für nahezu jeden Produzent von Inhalten selbstverständlich sind? Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass jemand seinen Podcast mit dem Ziel produziert, nur von einer Handvoll Hörern gehört zu werden.

Es sollte für Podcaster zum Selbstverständnis gehören, seine ganz persönlichen Hörer zu erreichen. Um es noch einmal klarzustellen. Es geht nicht um Reichweite, es geht um Relevanz. Es geht darum, den noch nicht aktiven Hörern überhaupt die Chance zu geben, ihren ganz persönlichen Themen-Podcast entdecken zu können.

Ganz simple Methoden, eigene Inhalte näher an eine Zielgruppe zu bringen sind:

  • Suchmaschinen
  • Soziale Netzwerke
  • Empfehlungen
  • Newsletter (eigene und fremde)
  • Werbung

Suchmaschinen
Unbestritten sind Suchmaschinen das mit Abstand mächtigste Vehikel, Zielgruppen und passende Inhalte zusammenzubringen. Wer sich für ein Thema oder Antworten auf eine Frage interessiert, der sucht. Kurzum: Wer mehr Aufmerksamkeit für seinen Podcast möchte, sollte sich deshalb auch um ein gutes Ranking zu seinen Themen in Suchmaschinen bemühen.

Das erfordert einiges an Hirnschmalz und flankierende Maßnahmen. Darauf möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Wir können das aber gerne an anderer Stelle vertiefen. SEO für Podcasting halte ich für ein sehr spannendes Feld! Nur soviel: Ein thematisch begleitendes Blog, zusätzliche Inhalte und Metadaten rund um das eigene Thema helfen ungemein.

Um etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern: Etwa 30 Prozent unserer neuer Hörer werden via Google auf unseren Podcast aufmerksam. Und warum? Weil sie sich für bestimmte Themen interessieren, danach suchen und idealerweise über den Podcast stolpern. Sie hören rein (klicken also auf dem Play-Button) und wenn ihnen das Thema wirklich etwas bedeutet, dann werden sie den Podcast „als Teil ihres Lebens“ (@rstockm) sehen. Um genau diese Hörer geht es meinen Podcast-Kollegen und mir.

Und das Beste daran: Einige neue Hörer haben sich sogar dafür bedankt, dass sie via Google auf den Podcast aufmerksam wurden. Merkt ihr was?

Soziale Netzwerke
Soziale Netze bieten neben Suchmaschinen ebenfalls sehr gute Möglichkeiten bis dato nicht aktivierte Hörer für sich zu gewinnen. Selbstredend genügt es nicht, ab und an einen Tweet abzusetzen und auf eine neue Folge aufmerksam zu machen. Auch dieses Themenfeld können wir gerne an anderer Stelle weiter diskutieren, ich teile meine Erfahrungen hierzu gerne.

Auch hierzu eine Zahl: Etwa acht Prozent neuer Hörer finden über soziale Netze ihren Weg zu uns.

Word of mouth
Persönliche Empfehlungen eines Hörer für einen Podcast innerhalb ihrer eigenen peer group sind ein unglaublich gewichtiges Pfund. Punkt.
Mal abgesehen davon, dass wir selbst deutlich mehr untereinander referenzieren sollten, gibt es mannigfaltig weitere Möglichkeiten.

Newsletter
Wer (aus SEO-Bedürfnissen heraus) bloggt, wird seinen Lesern vermutlich auch einen Newsletter anbieten. Ich mag Newsletter, wenn sie inhaltlich gut gemacht sind und meine Themen bespielt werden. Und da bin ich nicht alleine. Wer Newsletter für die reinste Pest hält, verachtet mitunter Liebhaber in seiner potentiellen Hörerschaft.

Inhalte für Newsletter zu produzieren, kostet Zeit und kann arbeitsintensiv sein. Wer die nicht hat, dem mag ich zwei Tipps an die Hand geben:

  • Kuratiere (deine) Themensammlung und baue aus den Inhalten einen Newsletter.
  • Suche einen Kooperationspartner (Gleichgesinnten), der einen Hinweis auf eine neue Folge deines Podcasts mitverschickt.

Wer dabei eher den Konkurrenz-, statt den Vernetzungsgedanken im Kopf hat, dem ist eh nicht zu helfen.

Werbung
Schon mal aus reiner Neugier versucht, ob via Google Adwords oder hervorgehobene Beiträge auf Facebook potentielle Hörer erreicht werden können? Nein? Ich schon. Es funktioniert. Punkt.

Wer an dieser Stelle die Nase rümpft, SEO blöd, Facebook bäh, Adwords verwerflich und Newsletter total bescheuert findet, gleichzeitig jedoch lamentiert, nicht genügend Aufmerksamkeit zu bekommen, dem kann ich leider auch nicht helfen.

Wir reden hier über Distributionskanäle für die eigenen Inhalte, mehr nicht. Von diesen Werkzeugen sollte man – solange keine Eigendynamik erkennbar ist – Gebrauch machen, würde meine Antwort auf die Eingangsfrage lauten.

Die Wahl der passenden Mittel, um seine Inhalte möglichst in Klicknähe der avisierten Zielgruppe zu bringen, zahlen auf den Grad der Aufmerksamkeit ein.

Die aufgezeigten Wege kann man gehen, muss man aber nicht. Ich podcaste - wie wohl die meisten von euch - aus Leidenschaft und mit jeder Menge Herzblut. Es liegt auf der Hand, möglichst viele potentielle (besser: bisher nicht aktivierte) Hörer erreichen zu wollen. Ist das nicht irgendwie Sinn und Zweck der Übung?

Einen wichtigen Punkt habe ich an dieser Stelle ausgelassen - jedoch nicht ohne Grund: Der wohl stärkste Katalysator ist die eigenen Community. Wohl dem, der zum Start weg auf eine solche bauen kann. Da ich jedoch nur wenige Einzelfälle kenne, wo dies der Fall war, gehe ich nicht weiter darauf ein.

Ich drücke mich an dieser Stelle auch um das Thema Community-Building. Da hier ganz eigene Mechanismen zum Tragen kommen, schreibe ich gelegentlich mal an gesonderte Stelle meine Gedanken und Erfahrungen dazu auf.

tl;dr Content is King – Nicht das Format Podcast ist das Hindernis für eine zu geringe Aufmerksamkeit, sondern weil potentielle Hörer nichts von dessen Inhalt mitbekommen.

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Hallo Christian,
es mag sein, dass es für jeden Podcast (nicht nur rechnerisch) 10.000 Hörer gibt und die Kunst darin besteht, diese auf den eigenen Cast aufmerksam zu machen. Die meiner Meinung nach größere Herausforderung ist jedoch, sie auf dem “Programm” zu halten und nicht zu Abonnement"leichen" zu machen. Du hast also vollkommen Recht: Zunächst zählen die Inhalte (denn nur die lassen sich wirkungsvoll vermarkten) und als zweites die technische Qualität der Produktion (denn auch ein thematisch guter Podcast wird, wenn er schlecht produziert ist, nur wenig Hörer finden). Diese Qualität ist allerdings nur interessant, wenn der Podcast gefunden wird. Womit wir wieder beim Content als wichtigstes Element sind. Und damit letztendlich auch bei der Professionalität der Contententwicklung, der Vermarktung und der Produktion. All das kostet Geld und Zeit, die wiederum nur eine andere Form des Geldes darstellt. Das Ganze ist so ähnlich, wie ein dreibeiniger Hocker. Nimmt man ein Bein davon weg, fällt der Hocker um.

In diesem Sinne
Achim

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Zweifelsohne muss die Qualität stimmen. Wer einen Podcast das erste mal hört und von der Darbietung überzeugt ist (inhaltlich wie audiotechnisch), wird sehr wahrscheinlich dranbleiben. Ansonsten wendet sich ein potentieller Abonennt eben ab.
Dass Podcasting Geld kostet ist unbestritten. Es ist aber ein vergleichsweise günstiges Hobby. Es gibt Freizeitbeschäftigungen, die deutlich stärker ins Kontor schlagen.

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Sicher, vollkommen klar. Die Formel “viel Geld = guter Podcast” wäre auch zu einfach und die öffentlich rechtlichen Sender machen ja auch vor, dass diese Formel falsch sein kann. Worauf ich raus will ist, dass das “Herzblut” von dem man immer iweder liest, nicht reicht, wenn man Erfolg haben will. Was aber Erflog ist, muss natürlich jeder für sich selber definieren. Das macht die Diskussion u. a. ja scho schwer.

Ich möchte mal einen anderen Ansatz in die Runde werfen. Ich bin über “Das Abenteuer Leben” gestolpert. http://www.dasabenteuerleben.de/ Den Ansatz finde ich ganz interessant. Hier gibt es einen klaren Fokus: Trainer und Berater im weitesten Sinn. Die Plattform, die es schon seit 2005 (!) gibt, wird als “Lernplattform” mit Podcasts vermarktet und von den rund 30 Trainern erreichen nicht wenige Downloadzahlen von bis zu 50.000 Download im pro Folge.

Es kann sich zwar jeder bewerben, aber nicht jeder kann mitmachen. Ein Gremium entscheidet, ob a) dass Thema passt und b) die Qualität gut genug ist.

Zielgruppen sind Unternehmer, Selbständige, Freiberufler etc.

In Wirklichkeit ist die Plattform ein Forum zur Akquise, dass nach Aussagen der Teilnehmer auch sehr gut funktioniert. Darum kostet die Teilnahme auch Geld und bringt keines ein. Ein Starter zahlt so um 80,- Euro im Monat. Dieser Preis sinkt im Lauf der Jahre, die ein Podcast dabei ist, auf rund 40,- Euro im Monat.

Ich finde das Design zwar grausam, aber darum geht es nicht. Das Ding ist erfolgreich. Warum? Ich meine, dafür stehen folgende Gründe:

  1. klare Zielgruppe (Unternehmer)
  2. klare Ziele ("Lerninhalte / Akquise)
  3. klare Finanzierung (kostet Geld)
  4. klarer Service (Vermarktung / Werbung)
  5. Qualitätskontrolle (inhaltlich wie technisch)

Da hat sich jemand genaue Gedanken über eine Strategie gemacht und diese dann erfolgreich umgesetzt. Das bestätigt aber auch das, was ich an anderer Stelle schon einmal schrieb: Eine solches Netzwerk wird es nur geben, wenn einer oder eine kleine Gruppe es aufziehen, klare Ziele und Regeln erstellen und eine Win/Win-Situation schaffen. Ich weiß: mit Demokratie hat das nicht viel zu tun - aber mit Erfolg.

Allerdings läßt sich dieses Modell auch nicht so ohne weiteres übertragen, denn hier kommen einige Faktoren zusammen, die nur selten gegeben sind.

  • Zielgruppe mit Geld (Unternehmer, die Trainer buchen)
  • ortsunabhängige Teilnehmer (Trainer, die überall Jobs annehmen können)
  • früh gestartet (Alleinstellungsmerkmal)

Was fällt mir da spontan ein? Ja, pfui Geier!

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Diese Plattform ist der Grund der mich zum Podcasten brachte - dieses für mich als Fachfrau viel zu extrem seichte Psychogeblubber!!!
Nichts gegen Das Abenteuer Leben. Das war für mich mit das Erste, was ich gehört habe, als ich mit Podcasts anfing. Ich mag auch die Psycho-Inhalte von Nicola Fritze und anderer, weil die inhaltlich gut sind.
Aber ganz ehrlich, mir als Psychologin stellen sich regelmäßig die Nackenhaare auf, über eine solche geschäftsmäßige Präsentation psychologischer Inhalte. Und genau diese kommerzielle Einseitigkeit in der Präsentation war für mich der Ansporn für meinen Psychologie-Podcast, der sich schon vom Titel her davon abheben sollte. Keine Weichspülstimme, keine verträumte Esomusik, keine Pseudowissenschaftliche Verkleidung, kein Gesiezt werden, …
Zum Glück sind Geschmäcker verschieden und ich hoffe, dass ich meine Nische finden werde. Bislang hören meinen Podcast nur sehr wenige. Aber es ist auch für mich ein Fun-Projekt und Herzensangelegenheit. Als Psychologin und Psychotherapeutin war es für mich dennoch ein Schritt sowas zu wagen, weil es vermutlich die Wahrnehmung meiner professionellen Person färben wird.

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Habe gerade mal deine letzte Folge durchgehört zur Prokrastrination am Beispiel von aufgeschobenen Podcastfolgen: sehr schön, das werden hier viele kennen: ich auf jeden Fall am Beispiel von aufgeschobenen Ultraschall-Folgen. Hörtipp für die Gemeinde: http://www.indyacapunk.de/ip013-aufschieberitis-und-aufschieben-besiegen/

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Herzblut satt - abonniert!

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Hinzukommt, und das gilt nicht nur für Kommentare im Netz, dass Rezeption viel stärker ausgeprägt ist, als Partizipation. Alle sind faul und lesen/hören.
Ich habe die Vermutung, dass es eine Quote gibt; sprich: 100 Hörer, 1 Kommentar oder so ähnlich.

Hier mal unsere fünfeinhalb Cent:

Da wir uns an Studierende der Religionswissenschaft, eines kleinen Faches an Unis, wenden (soviel zu den 10.000 Hörern: niemals!), haben wir eine Flyeraktion gemacht. Ja, wirklich, wir haben Flyer auf A7 ausgedruckt und an alle Institute an den Unis verschickt. Es sind nur knapp 30 im deutschsprachigen Raum. Danach stieg unsere Hörerzahl um etwa 30% auf nun, vermute ich.

Noch etwas zu @ganzbeitrost: Super Liste, weiter oben, vielen Dank. Gerade für Leute, die einen Podcast starten eine lesenswerte Liste. Ich denke, es lässt sich trennen in extrem gering-investive Podcasts (irgendein Mikro plus Elan und Software) und jene, bei denen man sich schon vorstellen kann, Google AdWords oder Facebook-Booster einzusetzen. Zumal die Technik ja scheinbar auch schon mindestens ein Monatsgehalt gekostet hat.

Hallo Bettina,
da magst Du vollkommen Recht haben. Mich persönlich reizen die Themen auch nicht sonderlich. Es ging aber um das Geschäftsprinzip und Marketingkonzept. Nicht um Inhalte.

Genau so ging es mir gerade ging, als ich die Seite aufrief – wer sich mit NLP abgibt und solche Seiten bewirbt, denn kann man doch unmöglich ernst nehmen. Wenn es nur darum geht “erfolgreich” zu sein (ob sie das tatsächlich sind, kann ich ja nicht beurteilen), dann kann man auch direkt Pseudomedizin verkaufen. Das bringt ordentlich Kohle.
Ohne jetzt Einzelnen ans Bein pinkeln zu wollen, aber seriösere Beispiele (auch gerne ohne SEO) würden mich interessieren.

Sehr interessanter und durchdachter Beitrag. Habe darauf hin auch mal eine Facebook-Seite für die Kutlurpessimisten erstellt, obwohl mich lange dagegen gesträubt habe.

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Oh, ich denke, Du meinst mich. Ich fühle mich nicht “ans Bein gepinkelt”, und bin auch kein Fan von “Abenteuer Leben”. Soweit ich das beurteilen kann, ist das eine Vertriebsplattform, die sich Podcasts bedient und mehr oder weniger erfolgreich ist und Jobs für die Teilnehmer generiert. Solange sie funktioniert, erfüllt sie ihren selbstgesetzten Zweck und darum geht es eigentlich nur.