Abmahnung - Anfrage und Bitte um Hilfe


#1

Hallo liebe Gemeinschaft. Mein Thema ist vielleicht ein wenig abseits vom Podcasten, doch vielleicht auch insgesamt interessant.
Ich habe einer lieben Freundin bei der Einrichtung einer Internetseite geholfen. Für einige Episoden hatte ich hin und wieder Bilder von flickr unter cc Lizenz auf meine Podcastseite gestellt. Diese Idee hatte ich ihr auch unterbreitet, auch mit dem Hinweis auf Namensnennung und Verlinkung. Dies hat sie leider vergessen und nun kam ein Brief von Marco Verch (dem Rechteinhaber) mit einer Forderung von fast 400 Euro für 3 Monate für ein Bild.
Herr Verch scheint diesen Weg des Geld-Verdienens , sowie es im Netz beschrieben wird, häufig zu nutzen. Bei Flickr hat er über 11 Tsd. Fotos eingestellt. Zu jedem Anlass wird man hier fündig.
Nun meine Bitte: Kennt sich jemand mit dem Thema aus? Wie soll sie reagieren? Gibt es Musterschreiben oder muss ich einen Anwalt einschalten? Kennt jemand einen, der sich darauf spezialisiert hat?
Natürlich hat sie einen Fehler gemacht und den Hinweis schlichtweg vergessen.
Doch die offensichtliche Abzocke möchten wir nicht so sang- und klanglos hinnehmen.

Danke für eure Hilfe, ich würde mich sehr über Antworten freuen.
Jakob


#2

Googlen hilft?

Ansonsten Rechtsanwalt fragen.


#3

Danke für deine Mühe. Habe ich natürlich vorher gemacht, Das ist eine von einigen Seiten, die sich teils widersprechen und diese kenne ich bereits. Daher meine Anfrage.
Liebe Grüße
Jakob


#4

Falls du dich weiter einlesen willst: Auf dem Justizportal NRW gibt es das Urteil im Volltext, also quasi aus erster Hand.

Ich kann beim schnellen Überfliegen nicht ganz nachvollziehen, wieso die Kosten des Verfahrens dem Beklagten auferlegt wurden. Das solltest du dir vielleicht noch mal genauer ansehen. Ich kann und darf dir keine Rechtsberatung geben (I’m not a lawyer™), aber wenn du zum Schluss kommst, dass die Kostenentscheidung tatsächlich auf irgendeiner Besonderheit in diesem Einzelfall beruht, die du umschiffen kannst, wäre es eine Überlegung wert, mit diesem Urteil zu argumentieren und so vielleicht zu erreichen, dass der Abmahnende das Interesse verliert.


#5

Ja, von Herrn Verch hatten wir beim Uniradio neulich auch Post. Dessen Anwalt scheint sehr aggressiv. Ums zahlen wirst du nicht rumkommen, da die Kosten für einen Rechtsstreit wahrscheinlich mehr wären und ein Erfolg ungewiss. Aber auf jeden Fall vom Anwalt eine modifizierte Unterlassungserklärung zurück schicken lassen. Kostet leider nochmal ein bisschen, aber dann bist du auf der sicheren Seite. (Ist jetzt nur meine persönliche Meinung als Laie und ehemals Betroffener, nur damit es keine Missverständnisse gibt).

Für die Zukunft: Ich nehme alle Bilder von unsplash.com Die kuratieren extra Bilder die garantiert gemeinfrei sind und nicht von zweifelhaften Fotografen gemacht wurden.


#6

Man muß unterschieden zwischen einem Schreiben des “GEschädigten” und einer Abmahnung, die nur von einem Anwalt kommen darf und kann.

Grundsätzlich gilt: Nicht in die Hose machen. Gerade bei Leuten, die das als Geschäftsmodell handhaben, kann es duchaus sein, dass Hunde die bellen, nicht beißen. Insbesondere, wenn ein solches Urteil vorliegt, das ich jedoch noch nicht im Detail gelesen habe. Der Punkt ist, dass auch der (professionelle) Abmahner ein nicht unerhebliches RIsiko eingeht. Wird seine Abmahnung vor Gericht abgeschmettert, ist sein Geschäftsmodell dahin.

ANwaltliche ERSTberatung ist nicht so teuer und solle bei einem FACHanwalt vorgenommen werden. Probier es mal hier: https://www.wbs-law.de/ Die Jungs und Mädels sind ganz gut.