Was sind euch eure Podcastabos (finanziell) wert?


#1

Hallo zusammen,

aktuell habe ich 204 Podcasts abonniert. Davon sind 39 von ÖR, dür die ich ohnehin Geld geben muss und für diesen Inhalt auch gerne mache, aber den Betrag im Vergleich nicht angemessen finde.

Alle anderen 165 Podcasts müssen sich mein Restbudget von ca. 2 Prozent des Nettoeinkommens teilen.
Da bleibt nicht viel zumal dies Budget auch für andere Projekt verwendet wird: Wikimedia, GFF, Amnesty, usw. Mehr geht leider nicht.

Aber, um ehrlich zu sein, ca. 80-90 Podcasts die ich abonniert habe, sind kein Geld wert. Jedenfalls nicht im Vergleich zu den Anderen, auf die ich sehr ungern verzichten würde.

Mir ist es auch wichtig, bestimmte Episoden auch nach etlichen Jahren noch herunterladen zu können, Dritten zu empfehlen, noch einmal anhören und so weiter. Auch diese Bereitwstellung kostet geld. Nicht viel und weniger als früher, aber immerhin etwas.

Auch ist die technische Qualität in den letzten Jahren verbessert worden, die inhaltlich im Durchschnitt leider nicht in diesem Umfang, wenn überhaupt.

So bleiben dann ca. 80 privat produzoerte Podcasts übrig, die meiner Meinung nach Wert sind von mir gehört zu werden, weil sich Dinge ansprechen, die mich interessieren. Wenn ich dann noch die werbetreibenden deabonniere,es sind ihrer 12, dann sind es keine 70 mehr, für dir ich bereit wäre, Geld auszugeben, wenn ich es in nennenswertem Umfang denn hätte. Anders formu,iert, ich würde gerne mehr geben, kann aber derzeit nicht.

Macht mir dasss ein schlechtes Gewissen? NEIN, das macht es nicht, denn ich versuche ebenfalls zu geben. Durch Kommentare zu Episoden, durch Gespräche mit den Produzenten, durch eigene Projekte. Von denen erwarte ich auch nicht, dass sie sich finanziell als Standbein erweisen.

Getsern hatte ich nach langen Jahren mal wieder meinen Brude zu Besuch. er hat mir direkt vorgehalten, keinerlei Interesse an einer finanziellen Verwertung meiner Arbeit mit Podcasts zu verfolgen. Als ich entgegnete, so sei es nun einmal mit Hobbies, warf er mir vor, das falsche Hobby zu haben. Er habe deswegen auch keine Hobbies.

Ich würde auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich aus Gründen (z. B. Krankheit) nicht beitragen könnte. Da es aber derzeit zum Glück etwas besser als das ist, fühle ich mich innerlich genötigt, etwas zurückzugeben.

Ich befürchte sehr, dass die Haltung, die ich als verbreitet ansehe, verloren gehen wird, wenn wir ersteinmal dazu dressiert werden, für Podcasts zu zahlen und zu Konsumenten gemacht werden.