Einen roten Faden zurechtlegen ist immer gut, dann hast Du im Notfall etwas, auf das Du zurückgreifen kannst.

Es kann auch nicht schaden soviele Fragen wie nur möglich zusammenzusammeln & grob zu sortieren, die Du so zum InterviewpartnerIn hast, auch die dummen Fragen(!). Die haben Deine Hörer vermutlich auch.

Wenn Du Glück hast, läuft das Gespräch auch so ganz flüssig aber falls nicht, haste immer was noch in der Hinterhand. Und Du läufst nicht Gefahr hinterher zu denken “AAAhhh, das wollt ich doch auch noch fragen…”

Ansonsten mach ich vieles chronologisch gern in Interviews, da Du so den Werdegang einer Person mit dem was sie tun verknüpfen kannst. Speziell bei Wissenschaftlern kannst Du so das aufkommende Verständnis des Wissenschaftlers im Laufe deren Karriere mit deren persönlicher Biographie verknüpfen, was abstrakte Themen greifbarer macht.
Beispielsweise ein "Zuerst hatte ich das Thema so und so verstanden. Dann kam mein Prof im Studium auf mich zu und hat mir die Frage gestellt: Ja, aber was ist wenn das und das passiert? Dann kam ich auf den Gedanken: Stümmt, dann haut das so und so nicht mehr hin, aber wenn mans anders macht, dann…"
Der Weg ist halt oft das Ziel und macht das Denken&damit Verständnis eines GEsprächs nachvollziehbarer.

Achso und Protipp: Hab was zu schreiben dabei, dass Du Dir Fragen, die sich im Laufe des Gesprächs ergeben, kurz notieren kannst, um sie ggf später noch stellen zu können.

Vielleicht hilft Dir das etwas weiter…

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