Das wird eher schwierig, weil Dir für ein “normales” Mikrofon mit XLR-Anschluss der nötige Adapter fehlt bzw. das nötige Adapterkabel (ja, so etwas gibt es zwar, aber das reißt mich aufgrund eigener Erfahrungen nicht so vom Hocker).

Mir ist nicht so ganz klar, warum Du die an sich vergleichsweise leichten Zoom nicht selber wie ein Mikrofon händelst und sie zwischen euch hältst (testen!). Ginge im übrigen auch, wenn der Schaumstoff als Windschutz nicht ausreicht (wahrscheinlich), mit einem Fellwindschutz. Neben Rycote und Zoom-Hauslösung wüsste ich da noch einen den Umständen entsprechend günstigen Handfertiger aus Berlin, der die in diesem Fall sogar auf Lager hat.

Wenn es aber doch ein Handmikro sein soll, dann werden viele reflexartig antworten: Niere oder Superniere. Sehe ich allerdings nicht ganz so streng. Und beim Stichwort “Reportermikro, dynamisch” wurde ich hellhörig: Erstaunlicherweise haben wir dieses Thema vor einiger Zeit in den radioforen diskutiert, und da gewann letztlich die Kugel am langen Stiel. Die Kugel wird dabei in aller Regel unterschätzt und ein gewisses Maß an Atmo ist allemal authentisch.
Das dabei als Geheimtipp auch ins Rennen geworfene Beyerdynamic M58 gibt es leider nicht mehr im Markt; sein hartnäckigster Konkurrent ist (war) immer noch das Sennheiser MD42, quasi als state of the art (zumindest zu dem Preis).

Der zum MD42 empfohlene Windschutz MZW4032 mag preislich erschrecken; Sennheiser verschweigt aber, dass der fast ebenso gut passende MZW1 (gleicher - guter! - Schaumstoff, angeblich nur für die Funken, sitzt aber auch sauber) die günstigere Alternative ohne Einschränkungen ist. So habe ich es nämlich bei meinem e835 gemacht.
Finger weg vom Billig-Schaumstoff, der versaut Dir alles! Da ist ein gewisses “mehr” im Preis auch ein “mehr” in der Qualität. Definitiv!

Zugegeben, das alles kratzt an der Budgetgrenze, aber einen Versuch wäre es wert. Wollte ich selber schon mal probieren. Bis dahin begnüge ich mich mit meinem - gleichfalls hervorragenden - Sennheiser e835 mit MZW1 drüber oder, wenn’s eklig wird, einem Fellwindschutz aus Berlin. Erste Sahne, ist halt nur nicht so wirklich reportermäßig.

Aber, ganz ehrlich, die meisten Freien für’s Radio (Umfragen, kurze O-Töne etc.) packen sich so einen Mini-Lightning-X/Y-Aufsatz auf ihren angebissenen Apfel und halten das ihren Gesprächspartnern unter die Nase. Von daher: Was soll’s…

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