Nein, auch beim Schnitt liegt das Audio schon vor und es kann „in die Zukunft“ geschaut werden. Wo das hingegen nicht geht, ist während der Aufnahme - da gibt es ja noch keine Audio-Zukunft.

Das ist grundsätzlich richtig, und hängt mit dem neuen AMP-Workflow zusammen. Die Logik ist dabei: „mach Euch keine Sorgen mehr um euer Audio, befolgt einfach diese 5 Schritte und alles klingt gut“.

Und dann ist eben die Logik: alle Einzelspuren auf -23 LUFS pegeln lassen und danach den Dynamics drüber laufen lassen, Zuspieler-Spuren und Musik und Ambient-Sounds hingegen nach Gehör reinmischen und ohne Dynamics, dann auf dem Master den LUFS-Effekt der die Summe richtig pegelt und einen weichen Limiter draufsetzt.

Alles hier erklärt:

Diese Herangehensweise scheint sich da draußen ziemlich zu bewähren. Ich hätte also erst einmal gern gewusst, was man sich etwa von einer Gruppen-Spur für die Stimmen verspricht? Grundsätzlich schadet die natürlch nicht, solange eben der AMP-Workflow dennoch beachtet wird, bedeutet hier: Einzelspuren behandeln wie bisher, aber eben kein Effekt auf dem gemeinsamen Bus.

Was beim AMP auch gegeben ist: das ist „what-you-hear-is-waht-you-get“ - es klingt also im Schnitt schon genauso wie das Export-Ergebnis. Wenn nicht: dann macht man einen Fehler in der AMP-Kette.