Ultraschall als Cloud: Eine Lösung für vernetzte Podcast-Teams [Developer]

Hi all PodcasterIn,

vielleicht erstellt Ihr euren Podcast mit einem vom Ort unabhängigem Team. Ich versuche immer ein wenig weiter zu denken und habe mir daher die Frage gestellt, ob man eine DAW nicht auch als komplettes System über den Browser steuern könnte.

Motivations:

Immer wenn ich zusammen mit meinen Kollegen im PodUnion Magazin, eine Folge aufgezeichnet habe, war die Frage wer schneidet und wer kann die Daten übernehmen. Da wir gleichzeitig ein Backup über Mumble fahren und uns selber aufzeichnen, müssen wir unsere eigenen Stimmen über FTP laden.

Derjenige, der die Episode am Ende schneidet, muss die Daten herunterladen, in seine DAW einbringen und das dauert Zeit. Oft gab es auch eine Nacharbeit. So hat z.B. der @Bobsonbob die Episode geschnitten und ich habe sie das Mastering übernommen und den rest zu Auphonic geschickt.

Dank Jörg war das eine sehr gute Erfahrung und ein gutes unterteilen der zeitlichen Arbeit. So konnten wie dank @rfluethi, der unser Shownote ins rechte Licht brachte, schnell eine neue Episoden erzeugen…

Die Idee einer Ultraschall Cloud

Mir ist damals schon in den Sinn gekommen…

… jeder Podcaster nutzt eine andere DAW und es wäre doch cool wenn man zusammen aufzeichnet und der Schneider, hat alle Daten auf einer Kiste und kann sofort loslegen.

Der Vorteil ist, wird jemand krank oder fällt aus, kann schnell jemand übernehmen und alle haben einen Zugriff und können vorab das ganze starten. Auch können scripts zur Automatisierung eingesetzt werden und vieles mehr.

Die Idee also:

Eine Cloud muss her, die eine bestehende DAW (hierbei Ultraschall) direkt im Browser abbildet und klickbar macht.

Ich habe dazu im eigenen Test geschaut ob Reaper als DAW ähnlich wie VirtualBox ansprechbar ist und eine eigene Schnittstelle bereit stellt. Ich habe jedoch nach etwas gesucht, das es am Ende auch ermöglicht, eine eigene Website damit bauen zu können.

Meine ersten versuche:

Ich habe dazu Wine + “devzeugs” auf einem Ubuntu Server eingerichtet und nachträglich noch die GUI nachinstalliert (da ich doch erst einmal grafische testen wollte).

Ich habe zusätzlich Broadway und GTK installed. Zusammen mit Phyton kann eine eigener include von Ultraschall in ein Interface gebaut werden:

Hier ein Tut zu Python um sich ein eigens Grundgerüst zu bauen und andere Systeme (wie etwa Mumble gleich mit in den View einzubauen:

Noch ein wenig mehr spielerei: Hier gezeigt wie man Eclipse im Browser startet:

Noch mehr gibts hier: https://www.youtube.com/results?search_query=GTK+broadway

Das geht nun natürlich auch mit Reaper + Ultraschall zu bauen. Dabei habe das Fenster einfach ausgebaut und fest definiert, damit es nicht mehr zu schließen geht:

Wenn sich genug Developer finden, würde ich das Projekt gerne weiter entwickeln und fortführen.

Und was sagt Ihr so dazu?

P.S.
Damit lassen sich auch komplette Desktopsysteme selber bauen wie OS.js beweist: http://os.js.org/

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Ich kann die vielen technischen Finessen nur so halberwegs nachvollziehen. Aber die Grundidee, auf einer virtuellen (?) Maschine aufzuzeichnen, auf die alle Redaktionsmitglieder gleichermaßen Zugriff haben (können), finde ich ausgesprochen charmant. Mein Favorit ist und bleibt: alle in einem Raum, alle am selben Tisch. Aber wenn es, wie beim PUMagazin, eben nicht anders als remote geht, wäre Dein Ansatz etwas richtig feines.

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