Eigentlich ist es ganz einfach - wenn es irgendeine Option gibt ein Kabel zu legen, dann legt ein Kabel. Ein WiFi ist durchaus okay, es sei den man hat keinen Optimalen Empfang oder keine Optimale Hardware/Konfiguration. WiFi ist ein sehr fragiles Gebilde und sehr empfindlich. WiFi-Mesh und andere/ähnliche Konstrukte sind auf einer Ebene mit PowerLAN und PowerLAN ist der Notnagel falls WiFi nicht vernünftig funktioniert.
Kabel ist das was man will, geht es nicht denkt nochmal drüber nach ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt ein Kabel zu legen. Geht dies wirklich nicht, macht ein Brainstorming mit “Externen Bekannten” ob die nicht doch einen fantasievollen Weg finden für ein Kabel - Nicht? dann schlaft noch eine Nacht drüber und hofft das Euch im Bett ein Weg für ein Kabel einfällt. Erst dann ( und wirklich erst dann ) fang an über WiFi nachzudenken und regt alle Optionen ab, bevor Ihr über PowerLAN nachdenkt
bezüglich der Kabel - Hier reicht Cat 5 UTP (unbeschirmt!) völlig aus, es gibt derzeit keinen technischen Grund der für ein Kabel besserer Qualität spricht. Preislich machen derzeit jedoch etwas zwischen Cat 6a oder 7 Sinn, da diese unwesentlich teurer sind.
Cat 5 UTP reicht bis 10 GE! Und wenn man sich überlegt das es nur eine Handvoll Länder gibt die elektrisch einen Potenzialausgleich hinbekommen wie wir hier in DE und der Rest der Welt ( USA, China, Innen, Russland ) sowieso auf UTP Kabel sind, weil Sie sonst in die Elektrische-Teufelsküche kommen, dann hat man gelernt das Deutschland für die Kabel-Industrie ein gefundenes Fressen ist. Es passt uns Deutschen einfach gut in den Kram Super-Duper-8-Fach-Geschirmt-und-mit-Goldkontakt-Kabel zu kaufen weil wir es ggf. mal in 40 Jahren brauchen könnten…
Eine WiFi-Verbindung ist btw nicht “Gut” nur weil der Betriebssystem “Volle Balken” anzeigt. Wenn Ihr bei einem MAC mal zusammen mit der ALT Taste auf das WiFi-Symbol klickt seht Ihr die Details. Dort gilt es auf zwei Werte zu achten
- Kanal ist dieser zwischen 1 und 13 dann seit Ihr im 2,4GHz Bereich unterwegs, das ist sozusagen legacy und alt und damit natürlich auch langsam dort sollte irgendetwas >36 stehen
- MCS-Index - Dahinter verbirgt sich eine Technik wobei der Client seine Geschwindigkeit nach und nach verringert um seine Verbindungsqualität aufrechtzuerhalten. Dieses passiert in einem 9-Stufigen System, in den unteren Bereich angekommen fängt der Client dann übrigens an über Roaming, also den Wechsel des AP’s nachzudenken.
PowerLAN ist btw sehr hochfrequent, ab einer Leitungslänge von mehr als 5 bis 7 Meter strahlt das Signal über alle Adern im Kabel, bei “Drehstrom” also einem Herd z.B. somit auch über alle Adern/Phasen/Stromkreise inkl Null und Erd-Leiter. Teilweise schafft man sogar Verbindungen über mehrere Gebäude, Verschlüsselung ist als Pflicht! Als ich Damals Kind war hatten wir eine “Gegensprechanlage” die nach dem selben Prinzip funktionierte und die funktionierte drei Häuser weiter bis zum Bäcker.
Eine Weitere “Gute” Variante ist übrigens VDSL, es gibt “Modems” über die man 100 Mbit über Zweidraht-Leitung(Telefonleitung) bekommt., diese Verbindung sind üblicherweise stabil, sobald Sie sich einmal eingependelt haben auf eine bestimmte Geschwindigkeit