Sog. "soziale Medien" - Ja oder Nein?


#1

Hallo zusammen,

häufig erhalte ich Verweise zu Podcasts oder Episoden die ausschließlich zu Facebook führen, manchmal zu Instagramm. Ich verwende weder das Eine noch das Andere, möchte mich auch nicht von diesen verwenden lassen.

Ich habe mir für Morgen (31.12.2018) vorgenommen, alle Account in sozialen Medien endgültig zu kündigen. Auch Twitter. Dort reicht mir ein Funktionsaccout für den den Protonpodcast, den wir uns teilen.

Einige der Dienste sind eingestellt, andere habe ich nur genutzt, um dort einen bestimmten Usernamen zu “reservieren”, wobei okkupieren die bessere Vokabel sein müsste.

Zwar sind Podcaster keine Weltretter, aber in etlichen Fällen können sie Beispielcharakter haben. Wäre es da nicht sinnvoll, den sog. “sozialen Medien” Ade zu sagen und dabei zu bleiben?

Wie seht ihr das? Könnt ihr auf irgendeinen Accountnicht verzeichten, trotz aller damit verbundenen Mängel und Nachteile.


#2

#3

Ich habe es nie genutzt.


#4

Ich sage, dass man dahin gehen muss, wo man Menschen erreicht. Wenn die Zielgruppe dort ist, dann sollte man auch dort sein.

Egal, welches Netzwerk das ist.

Ich dachte auch, es würde genügen den Feed zu haben und die Hörer kommen dann schon. Fakt ist aber, dass mein Podcast für viele meiner Hörer der Erste ist und die hören eben mit dem Webplayer. Aber sie lassen sich via Facebook und Youtube erreichen, wenn es eine neue Folge gibt.
Das zu ignorieren bringt mich nur um Reichweite.
Zudem ist der Aufwand eher gering.

Bestenfalls nutzen die irgendwann einen Podcatcher, aber bis dahin sollten sie so leicht wie möglich konsumieren können.


#5

Privat ziehe ich mich mehr aus diesen Netzwerken zurück, weil ich es alles immer anstrengender finde. Twitter ist toxische Empörblase geworden, Instagram voller Werbung und von Facebook braucht man gar nicht anfangen.

ABER: Für die Arbeit nutze ich FB und TW für die Bewerbung von produzierten Inhalten und sehe da auch einen spürbaren Effekt. Da mir privat Reichweite egal ist, ist das da kein Grund, bei den asozialen Netzwerken zu bleiben. Für professionelle Projekte sehe ich da aber (noch) einen Mehrwert.

Grundsätzlich wünsche ich mir aber die Welt von blogs und rss readern zurück. #gutealtezeit


#6

“Soziale Medien” erscheint mir in diesem Kontext ein zu grober Begriff; schliesslich ist dieses Forum auch eine Ausprägung davon. Oder nichtkommerzielle Plattformen wie im Fediverse. Oder Q+A-Seiten wie Stackoverflow.

Der Kontext deren Verwendung ist ebenfalls ein entscheidender Faktor in der Bewertung solcher Medien, was dann zur Abwägung zwischen Zielen (Spass? Informiertsein? Reichweite generieren? Überzeugung?), Folgen (kommerzieller Erfolg, ethisch bedenkliche Externalitäten) und Risiken (z.B. fremdgesteuerte Manipulation des eigenen Weltbilds) führt.

tl;dr - mit einer geschlossenen Frage kommt man hier nicht weiter.

++ EDIT: Tippfehler ++