Scarlett solo

Hallo Community, ich habe mich im Rahmen einer Lehrerfortbildung dafür begeistern lassen, mit Podcasts zu arbeiten und mir im Anschluss daran (wohl etwas überstürzt) auf Empfehlung ein Scarlett-Interface gekauft (mit Mikrofon etc.) und dann auch noch das Solo :roll_eyes:. Jetzt habe ich das schon seit einer Weile rumstehen, arbeite mich langsam in die Thematik ein und frage mich, wie kann ich das Gerät denn jetzt sinnvoll nutzen. Mein Ziel ist es, Gespräche mit einer Kollegin über Studiolink aufzunehmen. Ich bin also nur eine Sprecherin vor Ort. Kann mir da jemand weiterhelfen? Ich wollte mir auch noch ein Beyerdynamic Headset besorgen, aber das funktioniert vermutlich mit dem genannten Interface nicht, oder?

1 Like

Das Scarlett Solo ist ein sehr gutes Interface für Deinen Anwendungsfall, da hast Du IMHO erst einmal alles richtig gemacht. Ein beyerdynamic Headset ist mit Sicherheit eine gute Idee (und das funktioniert auch mit Deinem Scarlett Solo), aber vielleicht schaust Du erst einmal, ob Du mit dem Mikro, das Du zusammen mit dem Scarlett gekauft hast, nicht schon zufrieden bist.

Es würde helfen, wenn Du etwas präziser beschreibst, wo genau Du Hilfe benötigst. Geht es um den Anschluss des Scarlett? Treiber? Zusammenarbeit mit Studiolink und/oder Reaper (wenn Du das auch nutzen willst)? Mit was für einem Computer/Betriebssystem arbeitest Du?

LG,
Matthias

1 Like

Und es stellt sich die Frage: Was nutzt deine Kollegin für ein Setup. Im Idealfall nutzt sie das gleiche wie Du (wenn Sie das investieren will), hängt aber auch von ihren räumlich/akustischen Gegebenheiten ab.

1 Like

Doch, das avisierte Headset funzt am Scarlet. Aber: Ich werde mit dem Scarlet Solo nicht warm. Ich muss Gain voll aufmachen, damit was ankommt (zB mit beyerdynamic Headset, Phantom on). Auch das Monitoring möchte zum Gehörtwerden quasi auf Anschlag gedreht werden.
Ich staune, wie andere /Ihr damit zurecht kommt…
Ich nutze als AudioInterface ein zoom H6 oder auch ein USB-Mikro (Shure Motiv https://www.thomann.de/de/shure_motiv_mv51_dig.htm).

1 Like

Vielen Dank für eure Antworten. Meiner Kollegin wollte ich das preiswerte Setup (€ 94,-) empfehlen, das von Ralf im April 16 vorgestellt wurde: „HMC660 Headset richtig einsetzen für unter 100,- €.“ Die Initiative geht vordergründig von mir aus und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie so viel dafür investieren will, aber wir sind noch im Gespräch. Sie selbst meint, dass ihr Logitech Headset auch ausreichen könnte, aber da bin ich nicht so optimistisch.

Beim Scarlett Solo ist mir auch aufgefallen, dass ich sehr stark aufdrehen muss, damit was ankommt. Ich dachte, das wäre vielleicht ein Bedienfehler meinerseits gewesen, allerdings war das auch bei Videokonferenzen schon so. An die, die gut damit zurecht kommen: Gibt es etwas, was man mit dem Gerät anders machen kann, damit mehr rum kommt?

Ich habe ein neues MacBook Pro mit M1 Chip. (Das alte Air hat das letzte Update nicht verkraftet…) Von daher sind das schon mal gute Voraussetzungen für’s Podcasten mit Ultraschall und Reaper, denke ich. Ansonsten ist die Frage, verkaufe ich das Scarlett Solo wieder und orientiere mich am „Goldstandart…“ (Zoom H6… + Beyerdynamics…)? …und ist das OK, wenn meine Kollegin ein anderes (preiswerteres) Setup hat? Oder vielleicht treffen wir uns doch Life, ich organisiere ein anderes Interface, dann bräuchte Sie aber auch noch ein vernünftiges Micro für Sie und welches könnte das dann sein? Über Inspirationen in der Richtung etc. freue ich mich sehr.

Das würde ich immer vorziehen, dann habt ihr auch nur einen Raum, der stimmen muss, und habt auch eine etwas andere Dynamik unter Euch. Remote ist ja eigentlich eher die Notlösung. Aber das könnt ihr besser beurteilen, wie viel Aufwand das ist.

Hallo Matze, danke für deine Zeilen. Das Scarlett habe ich einfach über einen Hub an meinen Mac angeschlossen. Der Treiber wurde installiert und von daher müsste das so passen. Ich nehme auch an, dass Ultraschall das Scarlett erkennt, das ist allerdings in Ultraschall nicht so genau sichtbar. Sieht eigentlich genauso aus, wie wenn ich über das im Mac integrierte Mikrofon aufnehme.
Was ich, wie vorhin geschrieben, etwas seltsam finde, ist die Notwendigkeit, das Scarlett so hoch zu regeln, damit die Stimme rüber kommt. Lässt sich da was machen?
LG, Anja

1 Like

Taucht denn bei Reaper (Ultraschall) in den „Preferences“ unter „Audio“ -> „Device“ das Scarlett auf? Und wenn das stimmt, ist 48V Phantomspeisung am Scarlett aktiviert, falls Du ein entsprechendes Kondensator-Mikro verwendest? Dann solltest Du auch nicht zu viel Gain brauchen. Was für ein Mikro hast Du denn mit dem Scarlett verbunden? Solltest Du ein dynamisches Mikro verwenden, das sehr Gain-hungrig ist, kannst Du tatsächlich Lautstärketechnisch an die Grenzen kommen. Dann bräuchtest Du entweder tatsächlich einen anderen Preamp, ein Mikro mit 48- V-Phantomspeisung oder einen s. g. Fethead Vorverstärker.

1 Like

Danke! Das Scarlett taucht auf und das Mikrofon (Scarlett Studio) habe ich im Set mit dem Interface gekauft. Müsste passen, oder? Die 48V Phantomspannung kann ich per Knopfdruck am Scarlett aktivieren. Habe jetzt ein paar kleine Testaufnahmen gemacht und es scheint einigermaßen was anzukommen, …wenn ich mir die Aufnahme über das Interface (Kopfhörer) so anhöre. Muss wohl auch relativ nah an das Mikrofon ran gehen.

Ich sollte vielleicht mal eine Probeaufnahme komplett durch bearbeiten, damit ich einen Eindruck bekomme, wie das Endprodukt dann rüberkommt. LG, Anja

1 Like