Probleme mit DBX 286 S Effekten

Hallo zusammen :wave:

ich bin neu hier und hoffe das eventuell jemand die richtige Idee für mein Problem haben könnte.

Vorab einmal mein Setup:
Rode NT1 → XLR an XLR → DBX 286 S → Klinke an Klinke → Steinberg UR24C → USB C an PC

Als XLR Kabel nutze ich das von Rode mit dem Mikrofon mitgelieferte.
Als Klinken Kabel ein Fender Deluxe Cable 1,5m.

Als Software kommt „Stein­berg Wavelab Ele­ments 10“ auf einem Win10 zum Einsatz.

Nun mein Problem:
Nach einer längeren Testaufnahme habe ich beim Bearbeiten festgestellt, dass sich scheinbar immer wieder merkwürdig klingende Artefakte, oder ein leicht rauschend klingendes verzerren in die Aufnahme schleichen. Oft scheinen diese Pulsartig und mir fällt es in der Nachbearbeitung gerade bei den Vokalen auf.

Daraufhin habe ich das Mikrofon via XLR einmal direkt an das Interface angeschlossen und ein paar Minuten aufgenommen. Hier ließ sich der Efekt nicht feststellen.
Dann habe ich das Mikrofon wieder an den DBX 286 S angeschlossen, den Bypass aktiviert und ebenfalls ein wenig aufgenommen. Auch hier konnte ich den Effekt nicht wirklich feststellen.

Erst wenn ich dann die Effektkette wieder hinzuschalte fällt es mir dann wieder auf.
In der späteren Bearbeitung verstärkt sich der Effkekt durch z.B. EQ noch.

Ich hatte auch den Gain in Verdacht. Dieser liefert mir am DBX beim normalen sprechen die ersten beiden Grünen Lämpchen und in Wavelab anschließend um die -13 Db.

Als Einsteiger bin ich mit meinem Latein langsam am Ende und hege schon den Verdacht, ob der DBX eventuell einen Kondensator defekt in der Effektkette haben könnte :expressionless:

Ich hoffe hier eventuell noch anregende neue Ideen zu erhalten, woran es liegen könnte :slight_smile:

Beste Grüße

Hallo,
Du hast die Fehlerquelle ja bereits identifiziert und auch schon eine mögliche Ursache identifiziert.
Das ist super!

Wenn Du bei Google DBX 286 S und eine ähnliche Fehlerbeschreibung wie Deine eingibt, erhältst Du viele Treffer in Foren.
z.B.:

Die Ursachen die dort beschrieben werden lassen mich vermuten, dass es keine Kondenstoren sind z.B.:

“ Hey! I managed to get rid of the HISS! Here is how:
I’ve turned on the 20dB Pad on my MG16XU mixer, and set the OUT from DBX to +0,5. Now is 100% quiet, no preamp hiss at all and sound great!
Before that i had the OUT from DBX at approx. -28dB…

Maybe the signal was bad and not clear at -28dB? Because i’m still in doubt if the dbx has problems, or the signal wasn’t good because was too low…”

Ich vermute daher, dass es nicht an Kondensatoren liegt, da viele andere ähnliche Probleme mit dem Gerät haben und es dort nicht die Kondesatoren waren.

Grüße
Gero

Anmerkung
Da vermutlich nur wenige hier dieses Gerät verwenden, kann es sein, dass Dir hier nur wenige Antworten gegeben werden, daher würde ich auch mal gezielt nach dem Gerät und dem Fehlerbild googeln.

Ich wäre alldings auch an der Lösung interessiert, wenn Du sie gefunden hast.

Hallo, ich bin wohl einer der wenigen Nutzer hier, die ein dbx 286s in ihrer Aufnahmekette nutzen :blush: Vorneweg hier noch einmal ein Link zu einem Beitrag über die Grundeinstellungen des 286s, falls du ihn noch nicht gelesen haben solltest: DBX 286s rauschen

Ich persönlich bin auch immer mal unzufrieden mit der Effektkette des 286s gewesen, da ich trotz verschiedener Einstellungsversuche beim Ausproduzieren oft das Gefühl hatte, dass meine Stimme „näseln“ würde bzw. ein seichtes, aber unangenehmes Pumpen in der Aufnahme zu hören war. Daher ging meine Vermutung eher in Richtung Handhabung von De-Esser und Expander.

Soweit ich recherchiert habe, soll der Input-Gain des dbx 286s eigentlich recht rauscharm und verzerrungsfrei sein. Außerdem wird der Input-Gain aktiv mitgenommen, auch wenn du die Effektkette des 286s im Bypass deaktivierst. D.h., wenn du im Bypass-Modus diesen klanglichen Effekt nicht bemerkt hast, ist das auch eher ein Hinweis, dass es irgendwo an den Einstellungen der Effektgruppe liegt.

Vielleicht wäre ein Foto über die Einstellungen am dbx ganz gut, um einen Blick drauf zu werfen. Der Makeup-Gain am Ende der Effektgruppe soll ja dafür sorgen, dass die Lautstärke wieder angeglichen wird, wenn man mit dem Compressor und den anderen Effekten rumgeschraubt hat.

Falls du es noch nicht gemacht hast, würde ich dir vorschlagen, ein Foto deiner aktuellen Einstellungen zu machen und den Einstellprozess anhand der Videos im oben verlinkten Faden nochmal neu als Richtwert durchzuführen und dann zu vergleichen. Ich persönlich habe gerade noch einen weiteren Vorverstärker (einen alten analogen Sound Devices MixPre) vorne am dbx 286s dran, um das SM7B schon vor dem Eingang etwas hochzuziehen. So liegt bei mir der Eingangs-Gain des 286s mit dem Mikro und gleicher Kabelführung wie bei dir bei ca. +12db → Effektkette dbx 286s → Makeup-Gain des 286s bei ca. -20 db → Onyx Blackjack auf Unity-Gain (also neutraler, nicht-färbender Gain) über USB rein in den Rechner. Damit komme ich dann bei etwa -9 db in Ultraschall raus und bin sehr zufrieden mit dem Klang. Er bedarf kaum mehr irgendwelcher Software-Effekte außer der finalen Anhebung auf -16 db.

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