Ja, die taugen.
Inzwischen habe ich rund 50 Folgen damit aufgenommen. (kunstderunvernunft.de alles ab April glaube ich)

Ich hatte einen H6, dann einen F6 und nun den Portacapture.
Ich nutze am Gerät sowohl die DT297-Headset als auch Sennheiser MKE-Mikrofone (die direkt statt der eingebaute Mikrofone einstecken), das spart die XLR-Adapter.

Subjektiv würde ich sagen:
Besser als H6, kann jedoch nicht 100%ig mit dem F6 mithalten. Der ist noch ein klein wenig rauschärmer.

Die Sache mit dem USB-Kanal sehe ich eher als Vorteil:
Speicherplatz kostet nix und lieber zu viel als zu wenig aufnehmen! Es ist unmöglich, das Routing so zu „verbasteln“, dass ich etwas höre und dann nicht aufzeichne. Das Routing im F6 empfand ich manchmal als kompliziert.
Der F6 hat so weit ich weiß jedoch auch alle aktiven Spuren immer aufgenommen.

Ich nutze ausschließlich den manuellen Modus, weil 32-bit-float nicht in der Podcast-App funktioniert.
Das hat hier schon einiges gerettet, gerade wenn Gäste extrem dynamisch sprechen. Flüstern oder Brüllen… - Egal.

Auch wenn der F6 ein klein wenig besser klingt, ist der Tascam das richtige Teil für mich, weil:

  • Im Gegensatz zu den Zooms scheint die Clock im Gerät sehr genau zu sein. Bei 2 Stunden Livesendung kann ich die Datei die in Reaper aufgenommen wurde problemlos durch das WAV vom Portacapture ersetzen und alles sitzt exakt da wo es sein soll. Ganz ohne externen Zeitgeber. Das habe ich genutzt bevor man das als 32-bit-Interface nutzen konnte. Beim F6 sind die Aufnahmen gerne ein wenig auseinander gelaufen, wenn einige Sekunden stille auf der Aufnahme waren.

  • Ich kann das Gerät ohne Aufwand mit Mikrofonen bestücken und mal schnell damit herumlaufen. Vorher hatte ich dazu zusätzlichen einen H2. Der Formfaktor ist irgendwie angenehmer. Ähnlich zum H6.

  • Mit dem Bluetooth-Modul kann man fix mal die Einstellungen ändern ohne am Gerät fummeln zu müssen. Seitdem Unter Windows Android-Apps laufen, lässt sich das Teil damit auch steuern. Das Display wird dabei komplett gespiegelt. - Was am Gerät einstellbar ist, erreiche ich auch in der App.

  • Der Hersteller liefert ständig Softwareupdates nach. Das bin ich von Zoom in dem Umfang nicht gewohnt. Preset-Slots (Live, 2 Gäste, 3 Gäste), Timecode via BT, 32-bit-Interface-Modus… Das kam alles erst in den letzten Monaten dazu.

Was stört:

  • Es wird immer auch ein Mix aus allen Spuren aufgenommen. Das ist in der Tat völlig überflüssig. Aber Speicher ist ja genug da.

  • Wenn ich einen Kanal aufzeichnen möchte, der aber im Monitoring nicht zu hören sein soll, dann geht das nicht wirklich. Man kann den Kanal im Mixer auf Mute stellen, aber das ist echt nicht intuitiv (wenn ich die internen Mikrofone für Atmo mitlaufen lasse, aber nicht hören will)

  • Dateiübertragung via USB ist quälend langsam. Ein Kartenleser ist Pflicht.

  • Diese ganzen anderen Apps sind echt nur Schnickschnack. Im manuellen Modus weiß ich, was ich tue und das läuft. Ich würde gerne einen Haufen Funktionen einfach ausblenden wollen.

  • Ich hatte schon 2 mal den Fall, dass das USB-IN-Signal irgendwie in Reaper wieder ankommt und als Echo wirkt. Neustart des Portacapture hat dann geholfen.

  • Ich hätte gerne weitere Mikrofone zum Aufstecken. Da ist Zoom besser.

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