Der Podcast-Begriff ist von den Profesionellen gekapert. Die setzen den medialen Fokus und haben kein Interesse, ihrem Publikum eine zusätzliche Konkurrenzlandschaft aufzuzeigen. Ich befürchte auch eine zunehmende Unsichtbarkeit von Independentprojekten.

Spreche ich mit Neueinsteiger:innen, die das Medium gerade entdeckt haben, sind die von der Flut der Angeboten erschlagen und da sind die Indi-Projekte nicht einmal dabei. Die Leute entwickeln Strategien, um Angebote wegzufiltern, nicht um neue zu entdecken. Indi-Projekte, die aufs Entdecktwerden angewiesen sind, werden da vermutlich irgendwann komplett untergehen. Die kommerzielle Schlagzahl können wir ohne Arbeitsteilung ja nicht leisten. Solange es noch den Hörer*innenstamm aus der vor 2017er Zeit gibt, geht’s so, aber neue kommen da sicher nicht in großer Zahl hinzu.