Ich weiss jetzt nicht ob @rstockm in den Tiefen von Reaper vielleicht noch was ganz ausgefuchstes gefunden hat, aber eigentlich sehe ich keinen anderen Weg als eine extra Spur zu erzeugen auf welcher man sich den gewünschten Aufbau der Mehrspur-Datei im Routing-Fenster konfiguriert. Dies sieht dann z.B. so aus:

Du klickst 5x “Add new receive…” und wählst nacheinander die Quellspuren. Am besten “Parent send” gleich ausschalten, das macht nur Ärger.

Gelb ist die Konfiguration der Kanäle, Grün sind die Quellen und Violett hinterlegt der Abgriffpunkt. Das Mapping legt hier 4 Mono-Spuren auf die Kanäle 1-4 und eine Stero-Spur (Musik) auf die Kanäle 5 & 6. Der Abgriff ist “Pre FX” für die Rohdaten wie aufgenommen und “Post-Fader” wenn Du EQ, Kompressor, Mutes/Fader/Automation mit abspeichern willst.

Dieser Track erscheint erstmal leer, denn er hat ja keinen eigenen Inhalt. Er speist sich aus dem Signal der gewählten “Receive…” Spuren. Du kannst ihn aber – wie auch jeden anderen Kanal – “rendern”, d.h. als Datei herausschreiben. Am schnellsten geht das über das Kontextmenü (Render/Freeze -> Render to Multichannel), oder aber über “File -> Render, Source = Stems (selected tracks)”.

Wieder importiert sieht das Mehrkanal-File dann z.B. so aus:

Eigentlich kann man sich so eine Mehrspur-Datei in einem Template immer gleich mit anlegen, sie stört nicht solange sie während der normalen Arbeit nirgends hingeschickt wird (Spur, Parent, Hardware, …).

Als Alternative: File->Consolidate räumt die Rohdaten aller Spuren auf (Schnitte etc.), und dann mit einem externen Tool die einzelnen .wav/.flac/… Dateien in ein Mehrspur .wav/.flac zusammenfassen.

1 „Gefällt mir“