stephan
(Stephan Klein)
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Dazu kurz ein paar Gedanken. Habe über Ähnliches im Zusammenhang mit Monitoring schon mal nachgedacht.
Also, als IEEE-Standard gibt es AVB (Audio Video Briding), also ein nicht proprietäres Protokoll, für Audio-Streams übers Netzwerk. Auf Layer 2, also so weit unten, dass die Switches das unterstützen müssen. Dazu gibt es eine OpenSource-Implementierung. Damit sollten sich Audiostreams per Netzwerk verteilen lassen. Hab die Software noch nicht ausprobiert, aber es gibt da was.
Wenn man jetzt auf einer eigenen Platine den Analogteil und einen Analog-Digital-Wandler (ADC) implementiert und das zusammen mit einem Raspberry-Pi (oder anderem Einplatinencomputer) in eine Kiste baut, hat man die Dolmetscherkonsole.
Vom Raspberry-Pi aus lassen sich auch Knöpfe zur Signalisierung einbinden und LEDs oder auch Displays ansteuern. Der Audio-Stream kommt per SPI, I2C oder I2S relativ roh zum Pi. Das beschränkt den Aufwand auf der Platine quasi aufs Analoge.
Da alles ohnehin per Netzwerk verbunden ist, können auch Konfigurationen etc. übers Netzwerk verteil werden und nicht im ersten Anlauf, aber später könnte man z.B. das Einpegeln auch digital von zentraler Stelle aus machen, damit sich die Dolmetscher, auch darum nicht mehr kümmern müssen. Im Endausbau, könnte man statt einem ausgewachsenen Pi das Compute-Modul in die Platine eindesignen, dann wird das Ganze noch günstiger und die Steckverbindung ist maximal solide. Evtl. ist das aber auch der Punkt, an dem man drüber nachdenkt die Teile selbst teuer zu vekaufen ; )
Sind wie gesagt alles theoretische Überlegungen. Ich hatte von MOTU mal das AVB-Ultralite, bei dem es teilweise gedauert hat, bis der Rechner das Interface gesehen hat. Anfangs gab es auch Timing-Probleme, so dass sehr fiese Artefakte zu hören waren. Ist also wahrscheinlich eine Herausforderung, dass fluffig ans Laufen zu bringen.
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