Das Mikrofon war in dem Fall aufgestellt. Genauer: Am (!) Tisch befestigt - mit einer von mir immer wieder gern genutzten Manfrotto 035 Superclamp. :wink:
Hintergrund: Ich wollte den Abstand zur nächsten reflektierenden Fläche (Tischplatte) künstlich verkürzen. Damit sollte eine besonders ungünstige Aufnahmesituation simuliert werden; natürlich wird jeder versuchen, eine bestmögliche Situation und Akustik zu erzeugen.

Ja, das ist als handheld geeignet. Sein Vorbild, das AKG C1000s wurde im entsprechenden Forum sogar mal als beliebtes Reportagemikro bezeichnet.
Ich hatte das M3 „an der Front“ (Outdoor-Interview) nur einmal im Einsatz und bin danach für solche Zwecke wieder zu meinem Lieblings-Dynamiker zurückgekehrt. Prinzipiell aber ist es als Interview-Mikrofon geeignet.

Es mag bloß ein überzogener Blickwinkel sein, aber aktuell scheint allein bei Sendegate eine besondere Vorliebe für Super-/Hypernieren vorzuherrschen. Vielleicht übersehe ich auch die schweigende Mehrheit der glücklichen Nieren-Podcaster - aber es juckt mich gerade in den Fingern, einen Blog über „Die Angst des Podcasters vor der Atmo in der Aufnahme“ zu schreiben.

Jetzt mal ehrlich: Sowohl das C1000s wie auch das M3 zeigen in der Standardkonfiguration eine breite Niere - und genau das macht das Einsprechen auch bei Veränderungen des horizontalen Einsprechwinkels ja so herrlich angenehm (ich habe das irgendwann auch mal im Netz gestreamt).

Ich gehe sogar noch weiter und neige immer mehr zur Kugel - auch in lauten Umgebungen. Zum Sennheiser MD 42 hat es zwar noch nicht gereicht, aber seit ich auf meinem H5 die X/Y-Kapsel mal gegen eine MSH-6 tauschen durfte, finde ich Aufnahmen damit noch besser.

Zum Abschluss: Sowohl für das AKG wie auch das Røde gibt es kleine, kompakte Spinnen. Ich kenne nur die von Røde (siehe Avatar), aber die hält Bombe und entkoppelt trotzdem.
An meinem Sprecherplatz kommt diese Kombination hervorragend zum Einsatz. :slightly_smiling_face:

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