Instagram: Sinnvoll für Podcasts? Und wenn ja, in welcher Form?

Dieser spanische Blogartikel gibt Tipps, wie man seinen Podcast auf Instagram bekannt machen kann. Ich schließe mal daraus, dass die Plattform dafür genutzt wird:

Und im Gegensatz zu dieser Betrachtungsweise, wird hier unter anderem empfohlen Podcasts als Video (“Audiogramme”) zu präsentieren, so wie zum Beispiel das Video im Artikel.

Ich habe für meinen Podcast einen Instagram-Account erstellt und etwas bespielt. Ich habe da aber noch keine klare Linie gefunden. Bisher poste ich Episodencover um auf neue Folgen hinzuweisen und plane von meinen Aufnahmetouren (Atmopodcast) ein paar Bilder zu posten oder diese dann als Teaser zu nutzen. Storys wären dann der nächste Schritt.

Wir versuchen es mit einem Mix aus Bildern (mit Zitaten aus der Folge) und Audioschnipseln als Videos, in denen eine Audio-Wellenform läuft, um zu signalisieren, dass es Ton gibt. Dasselbe könnte man auch mit Untertiteln machen, ist aber ungleich mehr Aufwand.

Mit Hashtags kann man tatsächlich relativ viel erreichen, sofern man sie auch gezielt einsetzt, sie zum Thema passen und nicht nur, um in irgendwelche Blasen hineinzukommen. Außerdem kann man in Stories einen Direktlink zur Spotify-Folge verbauen.

Bin etwas zwiegespalten, was den Nutzen angeht. Zur Audiopromotion taugt es meines Erachtens nicht wirklich, man muss schon etwas kanalspezifisches anbieten (Bilder/Stories). Aufgrund mangelnder Reichweite kann ich dazu aber nur begrenzt etwas Qualitatives sagen.

Ein gutes Beispiel, wie man das fachfremde medium Podcast mit dem Kanal Instagram verbindet, liefert der @GNetzer mit dem Rasenfunk. Du kriegst als Hörer echten Mehrwert (behind the scenes, making of,…). Allerdings ist die Hörerschaft natürlich auch sehr groß und vermutlich mit einem hohen Aufwand verbunden.

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Aufwand geht eigentlich, es gibt auch Wochenenden, an denen ich es komplett lasse wegen Unlust. Größere Hürde ist eher gewesen, das eigene Gesicht immer wieder in die Kamera zu halten und über etwas zu erzählen, das aus meiner Perspektive immer gleich und nicht immer spannend ist. Versuche das jetzt derzeit etwas kreativer aufzulockern, aber auch da stößt man an Grenzen. Aber freut mich natürlich, dass du mich hier nennst. Interessant ist, wie viele Leute ihr Feedback zu Rasenfunk-Folgen inzwischen per Direktnachricht bei Instagram rüberschicken. Gemeinsam mit Twitter und Youtube kriegen wir dort am meisten Rückmeldungen.

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Ja, gerne. ist für mich tatsächlich ein gutes beispiel. Du hast natürlich auch den Output-Vorteil, da du viele Aufnahmen machst und da dann auch Abwechslung dank verschiedener Gäste da ist. Und den Themen-Vorteil, da der Rasenfunk halt Bundesliga-Podcast Nr. 1 ist (und du machst ja noch viel mehr). Als Nischen-Podcast hat man es da sicher schwerer.

Am Ende ist es wie immer: Gehe da hin, wo die Hörer sind. Und die sind mittlerweile einach vermehrt auf Insta statt auf Facebook, Twitter in der Podcast-Szene vielleicht noch). Das merken wir auch an Interaktionen, Followeraufbau etc.

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Ach mit www.headliner.app kann man einen Instagramaccount super bespielen. Wir nutzen das beim ESCGreenroom oft, um mit Ausschnitten auf den Podcast hinzuweisen.

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@worka Guter Ansatz. Meine Idee ist auch auf 4 Säulen bei Instagram aufgeteilt:

Ich rolle das Feld einmal von hinten auf, denn ich denke, dass IGTV ein tolles zusätzliches Format ist um die Podcastfolgen zu platzieren. Du kannst bis zu 10 Minuten hochkant posten, dabei muss man allerdings mp4 und das Hochkantformat beachten. Erste FRAGE an dieser Stelle: Wenn ich ein mp3 inkl. Bild des Podcast im 1:1 vorliegen haben, welche Freeware (ohne Wasserzeichen o.ä) gibt es unter Mac oder Ios um ein Hochkant mp4 daraus zu machen. Das tolle bei IGTV ist, dass Du einen Teaser direkt in deinen Feed laden kannst, d.h. ein kurzes Feedposting von dem IGTV Upload hast, der auf den gesamten Videoinhalt verweist.

Zweitens: Shot Teaser, d.h. 30 Sek. die du im Feedposting mit Audiovisulaisierung post kannst, dann ist direkt klar “Bitte Ton anschalten”. Auf Textliche Dinge und Hashtags gehe ich an dieser Stelle nicht ein - das würde den Rahmen sprengen.

Drittens: Instagram Storys: Wieder das Hochkant 9:16 Format. Jede Sequenz auf 15 Sekunden beschränkt. Kreiert dafür ein 9:16 Bild und hinlegt eine knackige Passage aus eurem Podcast. Eine sehr coole Lösung für alle, die Ihren Podcast auf Soundcloud hierüber promoten möchten ist die Integration von Instagram im Soundcloud “teilen” Butten. Hier kannst du direkt angeben: In deiner Instagram-Story teilen. Erstens sieht es optisch sehr schön aus und zweitens kann man von der Story direkt auf den Podcast klicken. Eine Mechanik, die sonst lediglich Profilen mit 10K Follower vorenthalten ist, da diese einen Link per Swip-Up in Storys hinterlegt können.

Viertens: Das Podcast Social Profil: Aus meiner Sicht ein absolutes Muss, wenn es um Marketing, PR und Promotion des Podcast geht.

Ansonsten kann ich als Fachmann aus dem Bereich digitales Marketing sagen, wenn ihr Reichweite generieren möchtet, nutzt die digitalen Medien! Warum nicht mit Influencern aus der Zielgruppe zusammen arbeiten? Wie sieht es mit Native Als auf CPC Basis aus? und und und …

Wer Aufmerksamkeit möchte, muss “trommeln” um gehört zu werden. Der tollste Podcastnutzt nichts, wenn niemand davon erfährt, dass es ihn gibt :slight_smile:

Kennst du außer Paul Ripke denn einen Case, für den IGTV funktioniert?

Klar, könnte sich durch die neue Möglichkeit, die erste Minute im Feed zu posten, leicht verändern. Aber meinem Nutzungserlebnis nach ist IGTV immer noch eher Friedhof als Spielplatz.

@GNetzer

Glaube mir, ich weiß aus sicherer Quelle, dass es PrioA bei Instagram ist IGTV als Hochkantwettbewerber von YouTube zu etablieren. Und by the way: So ist das mit Neuerungen. 2017 war es das Gleiche mit den Instagram-Storys. Jeder sagte, brauch ich nicht, nutze ich nicht. Das ist doch Snapchat. Was soll die Kopie? Instagram ist eine Fotoapparat für den Feed. und und und …

Und jetzt? Egal ob privater Instagramnutzer, Influencer oder Advertiser: Storys sind nicht mehr weg zu denken und ein elementarer Punkt von Instagram. Das gleiche wird bei IGTV sein. Wer früh dabei ist, wird auch Erfolg haben, wer erst aufspringt, wenn der Zug Fahrt aufgenommen hat, wir es schwieriger haben.

Außerdem: Was “stört” es, wenn dein Video auf IGTV ist, die Mehrzahl der Leute aber in der Linie den Teaser im Feed sehen? Eine weiter Option - sollte man diese liegen lassen?

Ich wollte nur fragen und nicht deine Expertise anzweifeln. Was Instagram sagt, weiß ich. Hab lange genug den Job gemacht. Es interessierte mich nur.

Wie bist du bspw. auf “The Daily Ripky” aufmerksam geworden?
Wieso kennst du (ebenfalls) die interne Strategie bzgl. IGTV?
Welchen Job hast du lange genug gemacht?

Die Strategie allgemein von Podcast auf Instagram ist m. E. wichtig und dabei geht es alle Möglichkeiten aus zu schöpfen, die das Portal bietet. Die “Spielregeln” macht Instagram, die Herausforderung ist, diese bestmöglich für sein Business, seinen Account zu nutzen. Und das ist nicht (immer) Schaltung von FB/ Instagram Ads (Feed, Story).

Paul Ripke folge ich, seitdem er bei der Nationalmannschaft zum ersten Mal im Trainingslager war (müsste 2014 gewesen sein), ich hab zehn Jahre lang Unternehmen und Agenturen bezüglich ihrer digitalen Strategie beraten und deshalb direkten Draht zu Facebook bzw. Instagram. Rest können wir ja gerne per DM klären, soll hier ja nicht in ein Zweiergespräch abgleiten.

Und das ist nicht (immer) Schaltung von FB/ Instagram Ads (Feed, Story).

Doch genau das ist ja der Grund, warum die das alles machen (von Daten mal abgesehen): Leute auf die Plattform ködern, dort halten und durch Algorithmenanpassung die Buchung von Ads pushen. Lehrbeispiel Facebook.

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Aber schön, wenn man andere und günstige Lösungen hat :grin:

Ja welche denn? Und ist es eine “Lösung”, wenn Facebook nicht will, dass es eine ist? :wink:

Habe ich das nicht ausführlich erklärt :thinking:

Ich sehe da keine günstige/kostenlose Lösung mit der man den Facebook-/Instagram-Algorithmus austricksen und ähnliche (qualitative) Reichweiten wie mit Bezahlposts generieren kann.

“Content ist King”, sagt man so schön. Für Vitalität braucht man kein Budget, sondern eine Strategie. Bezüglich des Algorithmus: Das ist die “Spielregel” von FB/ Insta, wenn man weiß, wie man diese zu seinen Gunsten einsetzt, dann sind 10-fache Reichweite bezogen auf die Abonnenten/ Followerzahl möglich. Genau diese Ansatzpunkte habe ich angerissen.

Und bezüglich Reichweite unter der Prämisse: “Ich setze Budget ein” - gibt es vom Preis-/Leistungverhältnis ebenfalls kostengünstiger Lösungen als FacebookAds oder InstaAds.

Welche Dinge pusht FB/ Insta automatisch?

Hierzu eine kleine Denksportaufgabe: Nehmen wir an, Instagram bringt ein neue Feature heraus, bspw. Musik in den Storys, IGTV, Q&A bei Live, etc. Was glaubst du wird mit den Postings passieren, die dieses neue Feature nutzen? Das Feature, was kommuniziert und in die Breite getragen werden soll?

Hierzu eine kleine Denksportaufgabe: Nehmen wir an, Instagram bringt ein neue Feature heraus, bspw. Musik in den Storys, IGTV, Q&A bei Live, etc. Was glaubst du wird mit den Postings passieren, die dieses neue Feature nutzen? Das Feature, was kommuniziert und in die Breite getragen werden soll?

Was passiert? Vermutlich ist es wie immer: Die Timelines der Nutzer werden mit Postings im falschen Format ertränkt: Zum Beispiel FocusOnline-Videos, die eigentlich eine Slideshow sind. Das ist aber nicht im Sinne des Nutzers. In dem Fall jetzt haben wir viele Audio-Inhalte auf ner Video/Foto-Plattform, super. Content is king - ja. Aber zuerst: User is King.

Ich bin in dem Bereich tätig und muss dir den Zahn leider ziehen - die Realität sieht anders aus. Dein Kommentar läßt mich aber vermuten, dass deine Wahrnehmung eine andere ist. An der Stelle gilt es zu erfahren, warum das so ist. Ich gehe davon aus, dass mit den falschen Mitteln versucht wird ein Ziel zu erreichen. Die Mechanik muss natürlich immer zu dem Ziel passen. Deine Schilderung hört sich für mich so an, als wenn jemand versucht mit einem Taucheranzug, Tennis zu spielen. Das klappt natürlich auch nur eingeschränkt :wink:

Nicht böse gemeint aber die Mentalität über alles zu schimpfen und die Haltung “die anderen sind Schuld” akzeptiere ich weder im Beruflichen, noch im Privaten. In erster Linie liegt es immer an einem selbst. Du bist gut in dem “Spiel”, wenn du die Spielregeln befolgst und diese so für dich einsetzt, dass du erfolgreicher bist als der Durchschnitt.

Den Kopf in den Sand stecken und nichts machen, ist immer die schlechteste Option.

Falls noch Bedarf ist, kannst du gerne einen PN schreiben.

PS: Der Content-Creator ist ein User.