"Hörnachweis" für Fortbildungspodcast

Hallo zusammen,

Ich ich betreibe seit kurzen ein Podcast-Projekt aus dem Bereich Anästhesie/Intensivmedizin )“Young Urban Anesthesiologists”) und biete damit letztendlich ein Weiterbildungsformat an.
Zur Zeit hoste ich auf einer meiner privaten Seite per Podlove mit einem parallel “gepflegten” Auftritt auf der Seite meines Arbeitgebers (mit Typo3-Hölle)

Mein mittelfristiges Ziel wäre es von der Ärztekammer als Fortbildung anerkannt zu werden.
Die Voraussetzungen für eine Zertifizierung als anerkannte Fortbildung wäre dass ich als Veranstalter die vollständige Teilnahme der Zuhörer nachweisen und damit auch bescheinigen könnte.
Damit stecke ich fest… wie können die Zuhörer das zuhören personalisiert nachweisen? Hat jemand eine Idee?

Vielen Dank im Voraus!

Das stelle ich mir mit klassischem Podcast-Setup schwer vor.
Du kannst natürlich personalisierte und geschützte Feeds machen und die Downloads der Episoden dann Userbezogen tracken.
Aber ob ein Hörer in der Episode hin und herspringt, komplett anhört etc. bekommst du mit den Feeds nicht mit.

Vermutlich wäre hier ein Ansatz in Richtung Streaming der passendere.
Hierbei kenne ich mich allerdings nicht aus wie sich z.B. Ein Stream so genau tracken lässt.

Eventuell liese sich der Nachweis aber auch durch eine Lernkontrolle in Form von Fragebögen zu jeder Episode durchführen?
Wenn diese als Multiple Choice ausgeführt werden können, kann auch die Auswertung automatisiert erfolgen. Bei Freitext ist dementsprechend manuelle Arbeit notwendig.

Ich würde in unregelmäßigen Abständen eine Zahl im Podcast sagen und am Ende müssen mir alle den daraus entstandenen Code zumailen

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Das einzige was Sinn machen würde wäre eine/mehrere Information/en aus dem Podcast später abzufragen.
Das hören an sich lässt sich nicht nachweisen, da ich den Podcast ja auch einfach stumm im Hintergrund durchlaufen lassen kann.

Hi @ingmar,

also selbst wenn du Dr. und ne Professur mit Lehrausbildung besitzt, wird aus deinem Podcast keine Fortbildung.

1.) Dazu brauchst Du (dein Unternehmen) ein Rahmenprogramm (Fortbildungsprogramm), das musst Du von IHK (oder vergleichbarem Vertreter deiner Zunft) abgenommen werden. Hierbei braucht es wieder einen Lehrplan. Dieser muss abgenommen werden durch jemanden mit (wie oben schon beschrieben) - “höherer” Bildungsgrad. Nach dem dieser Plan abgenommen und zertifiziert wurde, brauchst Du selbst eine Dozentur. Sprich um das als Fortbildung anerkennen zu lassen, kannst Du nicht einfach irgend etwas selber Unterrichten - hierzu brauchst Du einen Ausbildungsschein zum Doz. oder Priv.-Doz (PD). Erst dann, kannst Du in Sinne eines Rahmenprogramms überhaupt, dies als öffentliche Weiterbildungsfunktionen ausführen.

2.) Hat dein Träger die Möglichkeit so etwas als private Akademie zu betreiben, dann kannst Du das darüber machen lassen (zertifizieren, ausbilden). Dazu brauchst Du selbst dann auch keine Dozentur, wenn du als Mitarbeiter anderen im Umgang unterrichtest. Bekommst selbstverständlich aber auch nichts von irgend einer Kammer anerkannt. Nachweisen geht so oder so nur durch private Aufnahme deiner Hörerinnen in ein solchen Programm. Ihr müsst dann nur nachweisen das das alles sicher ist, nicht deine Mentees. Spirch das funktioniert nur als Privates Unternehmen, das den Inhalt vermarket und so anbietet.

3.) oder Du machst eine private Onlineschulung auf. Da kannst Du Videos und Co machen wie dir beliebt. Bekommst Dafür natürlich nix anerkannt. Das Prinzip kann letztlich jeder; ob kostenlos oder kommerziell.

In beiden Fällen musst Du im Rahmen einer öffentlichen Online-Akademie auch nachweisen, dass die Daten von Anderen (Hörerinnen) gemäß den Datenschutzbestimmungen und Sicherheitsaspekten im vollem Umfang geschützt werden - das ist mit einem Podcast eher ausgeschlossen. Da Sich deine Teilnehmer explizit bei Dir anmelden müssten.

Da ich natürlich nicht weis was bei Dir alles vorliegt, wollte ich nur noch mal vertiefen was @Daxi schon ansprach.

Gruß M.C.

Danke für den Input,
ich recherchiere da auf jeden Fall nochmal nach.

Vielleicht ist der Begriff Fortbildung in diesem Kontext irreführend.
Es geht hier nicht um den Erwerb einer Zusatzqualifikation oder Gebietsbezeichnung.
Im ärztlichen Alltag sind wir zur kontinuierlichen Fortbildung verpflichtet um unsere fachärztlichen Qualifikationen aufrecht zu halten (“continous medical education”/CME). Dafür müssen wir jährlich unsere persönlichen Fort- und Weiterbildungsbestrebungen nachweisen. Das geht über ein Punktesystem, das von den Landesärztekammern gepflegt wird.
In der Fortbildungsordnung meiner Kammer finde ich auf die Schnelle keine Anforderungen oder Hürden gegen eine Zertifizierung sprechen.(https://www.aekn.de/fileadmin/media/Downloadcenter/Arzt-und-Recht/Fortbildung/Fortbildungsordnung_AEKN_1_5_2020.pdf).
Auch signalisiert die Fortbildungsabteilung der Ärztekammer die Möglichkeit CME-Credits für einen Podcast zu vergeben, sollten die Voraussetzungen des Nachweises der vollständigen Teilnahme erfüllt sein.

Bin ja mal gespannt wie sich das entwickelt.

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Das klingt/ist spannend!
Vielleicht findest Du ja Podcasts die so eine Prozedur schon durch haben.

Viel Erfolg dafür!

Wir hatten ähnliches bei der Registrierung beruflich Pflegender angeregt, um Punkte zu erhalten. Aktuell ist uns dazu leider keine Lösung eingefallen, um wirklich diese Bunte geltend machen zu können.

Einzige Möglichkeit, die wir angemacht hatten war, ähnlich wie in CNE von Thieme, dass die das in ihre Plattform aufnehmen, ganz normal als Player und dann die obligatorischen Frage (als Test) dazu stellen. Je nach Punktwert, erhält man dann sein “Zertifikat”.

Wir wissen, dass einige Plattformen unsere Podcasts eingebunden haben, bzw. verlinkt haben. Es halt also scheinbar einen pädagogischen Wert. Mit den iframes sollte das eigentlich auch gut funktionieren- Denn: Am Ende wollen ja alle das Zertifikat, also hören sie natürlich (ohne Zwang, sondern freiwillig).