Headset - Klangbeispiele


#1

Hallo zusammen,
da hier immer öfter nach Klangbeispielen für Headsets und Mikrofone gefragt wird und ich mittlerweile eine Sammlung von 4 Stück habe, dachte ich es wäre angebracht das mal etwas zu sammeln (vielleicht kann man hier ja auch eine Wiki draus machen).
Wer weitere Beispiele hat kann sich also gerne hier dazugesellen.

Ich beginne mit 3 Beispielen, die ich vor Urzeiten zu einem Track zusammengeschnitten schonmal auf meiner alten Homepage veröffentlicht hatte. Es handelt sich um 3 USB-Headets. Allesamt per Audacity ohne Nachbearbeitung oder Noise-Gate aufgenommen.

Sennheiser PC 8 USB Headset:
Passt nicht auf meine Segelohren, ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass das Ding auf egal welchen Ohren auch nur annähernd bequem sitzt. Mikro ist starr, allerdings wie ich finde ganz gut positioniert, daher kein Problem. Totschlagargument für die sofortige Retoure: Ich hatte beim Monitoring permanent ein leises, sich im Sekundentakt wiederholendes Piepsen. Ich habe das mit Audacity und Reaper getestet und nicht wegbekommen…

Plantronics Audio 400 DSP faltbares Digital USB-Stereo-Headset:
Eigentlich ganz nett. Der Faltmechanismus funktioniert wunderbar und spart ne ganze Menge Platz. Das Tragegefühl ist ganz angenehm, da man die Polster leicht verstellen kann. Das Mikro ist einigermaßen flexibel und dadurch gut positionierbar. Ich weiss aber nicht ob ich damit gerne 2h vor dem Rechner/auf der Couch hocken möchte.

Beyerdynamic MMX 2 PC Headset:
Wenn man gerade keine 260€ (pro Headset) in der Hosentasche hat sicher die beste Wahl (von den 3 getesteten). Dick gepolsterte Ohrhörer, sehr bequemer Kopfbügel und ein extrem flexibler Mikrofonarm. Alleine vom Tragekomfort ist das Ding unschlagbar und hält auch, wenn man die Kopfneigung ändert (das Sennheiser ist gleich verrutscht). Dazu kommen bewegungsfördernde 420cm Kabellänge, ich kann mir also während dem Reden ein Bier aus dem Kühlschrank holen.
Außerdem kann man das Ding auch mit Klinke betreiben, aber nur, wenn das Gegenstück Tonaderspeisungunterstützt (die meisten Mischpulte und Audio-Interfaces à la Zoom können das nicht, jeder Laptop/Smartphone aber schon).
Wir haben mit dem Gerät die Folgen A bis G unseres Podcasts (ABCoholics (Link zu Externer Seite)) aufgenommen.

the t.bone HC-95:
Das vierte und neuste Mikrofon in der Runde unterscheidet sich maßgeblich von den anderen. Erstmal ist es ein Kopfbügelmikrofon, hat also keinen Kopfhörer, und zweitens wird es mit einem (mini-)XLR-Stecker angeschlossen und per Phantomspeisung betrieben. Die Aufnahme läuft über ein Zoom H4n, ebenfalls nach Auphonic (wegen der Vergleichbarkeit) und ist weder bearbeitet noch mit einem Noise-Gate versehen.
Das Mikrofon selbst macht auf mich einen sehr guten Eindruck und kann variabel positioniert werden. Punktabzug gibt es sicherlich für die Ergonomie. Der Bügel drückt stark gegen die Schläfen und für den Dauergebrauch ist es wohl nicht zu gut geeignet. Wir haben Folge H unseres Podcasts damit aufgenommen und nach 1h Aufnahme schmerzen die Schläfen schon sehr.
Da man das Gerät aber superleicht umbauen kann (Siehe HIER (Link zu anderem Thema)) benutzen wir es mittlerweile in einer sehr bequemen und wie ich finde klangvollen Variante.

Ich hoffe, dass das dem ein oder anderen die Kaufentscheidung erleichtert. Freue mich auch über Feedback.
Besten Gruß aus Freiburg
Adrian


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#2

Sehr gute Aktion, ich plane am WE auch was in die Richtung. Das HC-95 hört sich aber komplett grausam an: bist du dir sicher, dass da technisch nicht was schief gegangen ist? Es hat ein wenig den Anschein, als ob nicht das Mikro selbst aufgenommen wurde, sondern der der Raumklang über das Notebook oder so…


#3

Das glaub ich auch fast ich hab mal mit @ajuvo in der c-base eine Folge aufgenommen und das klang sehr gut.


#4

Da hast du irgendwie recht. Die Aufnahme selbst ist auch in einer Nachtschicht entstanden.
Ich werde mal noch eine neue Aufnahme machen wenn ich ein paar Minuten Zeit habe.
Ich aktualisiere dann das Sound-File einfach.


#5

Neue Aufnahme ist im ersten Beitrag.
Leider wegen der Vergleichbarkeit mit der alten Technik (nacktes Auphonic) und wegen Zeitdruck ohne viel Trara aufgenommen.
An was die erste Aufnahme gekrankt hat kann ich mir gerade nicht erklären.
Vielen Dank für die Rückmeldung


#6

Mal kurze Frage,
woher kommt das Noise im Background deiner Aufnahmen?
Das Rauschen ist in jeder Aufnahme, egal welches Device du nutzt.

Kannst Du das ausmachen woher das kommen könnte?

Grüße M.C.


#7

Das ist mir auch aufgefallen. Ich hätte es auf Audacity und null Nachbearbeitung geschoben.
In unserem fertigen Podcast, der über Ultraschall mit Noisegate und Frequenzfilter aufgenommen wird (und danach durch Auphonic läuft) fehlt das Noise zum Glück.
Ich bin leider die ganze Zeit unterwegs und habe kaum Zeit mich mal in Ruhe an mein Setup zu setzen, sonst würde ich mal ein paar Modelle durchprobieren.