Grafischer Eindruck eines Podcasts

Ich möchte mit euch gerne Gedanken über die optische Verpackung eines Podcasts austauschen.
Für mich setzt sich das Thema aus 3 Komponenten zusammen, Podcastlogo, Episodenbild und Gestaltung des Blogs.
Ich möchte mich vor allem auf Das Logo, was ja in den meisten fällen mit Episoden- und Feedcover zusammen fällt. Wie sollte ein gutes Podcastlogo sein?
Mir fallen da ein paar Ansätze ein auf die man achten könnte, ich hoffe hier vor allem auf euren Input.

optischer Eindruck
Der optische Gesamteindruck sollte Stimmen. Es sollte zum Beispiel eine Farbauswahl getroffen werden, die gut zusammenpasst und nicht in des Augen wehtut. Auch kann man drauf achten, dass die Formen klar sind und sich Gedanke darüber machen, wie die grundlegende Raumaufteilung des Bildes sein soll.

Worum gehts?
Das ist etwas schwieriger umzusetzen und braucht etwas mehr Gedanken: Man sollte erkennen können worum es geht und was man als Hörer erwarten kann. Was sind die Themen oder wo liegt der inhaltliche Fokus? Wie ist die generelle Stimmung? Wie ist der Podcast strukturell aufgestellt und wie ist der Grad der Professionalität? Solche Informationen kann ein gutes Logodesign meiner Meinung nach übermitteln.

Erkennbarkeit
Ich finde das ist ein wichtiger Punkt. Das Logo muss gut erkennbar sein und in Grundzügen in verschiedenen Größen gut funktionieren. Vor allem in Podcatchern auf Mobilen Endgeräten fällt dies ja meist eher klein aus. Auch dann sollte es noch gut erkennbar sein. Daher sollte man zum Beispiel weder zu viel noch zu kleinen Text nehmen.

Wiedererkennbarkeit
Ein Podcastlogo sollte etwas eigenständiges haben. Es ist optimal, wenn die Leute das Logo sehen und an den Podcast denken. Man sollte darauf achten dass es nicht zu sehr nach anderen Podcastlogos aussieht

Reproduzierbarkeit
Für Podcasts nicht ganz so wichtig, aber man will das Logo vielleicht noch wo anders als im Feed und auf dem Blog verwenden. Druck hat da eigene Anforderungen, wenn man einen Textilplot machen will auch (Da wären Feinheiten und Verläufe schwieig bis unmöglich), manchmal kann man nur einfarbig arbeiten, dann sollte es auch eine Version des Logos geben, die das leisten kann usw.

Das ist natürlich alles nur an der Oberfläche gekratzt und sehr allgemein, hier könt ihr gern noch weiter in die Tiefe gehen und neue Ansätze einbringen :slightly_smiling:

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Ein vielleicht unterschätztes Thema! Meist ist das Cover das erste, was man von einem Podcast sieht. Danach liest man den Titel und als drittes hört man mal rein.
Ein inhaltlich guter Podcast kann also in der riesigen Liste eines Podcast-Verzeichnisses bereits (doppelt) aussortiert werden, bevor man überhaupt gehört wird.

Ich mach mir bei Logos & Branding immer einen Haufen Gedanken und bin am Ende doch nie zufrieden. Mittlerweile bin ich eher Fan von simplen, schlichten und klaren Logos/Cover. Wenn sie detaillierter sein müssen, dann bitte von jemandem gezeichnet, der das wirklich kann.

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Das wundert mich auch dass das Thema hier bisher noch nicht so richtig aufgemacht wurde. Dabei ist da wie du sagst viel zu holen (oder eben auch zu verlieren)

wenn man so in iTunes guckt ist das vielen doch ziemlich egal.*

*oder anders gesagt: den meistern mangelt es an Zeit/Kreativität/Fähigkeit ein entsprechendes Cover zu entwerfen oder haben kein Kontakt zu Menschen wie unserem guten @Graphorama :wink:
Und dann gibt es halt noch die die da drei linke Hände haben!

Das glaube ich zum Beispiel nicht, zumindest aus Hörersicht. Ich denke mal viele sortieren da schon aus, wenn auch vielleicht nicht bewusst. In dem Sinne, dass einem Podcasts mit nem “Hingucker” natürlich auch auffallen und man dann vom Logodesign doch unterbewusste Rückschlüsse auf den Inhalt zieht.

Und der gute Sven hat ja auch nur begrenzt Zeit, daher möchte ich etwas anstoßen, was auch als “Hilfe zur Selbsthilfe” dienen kann. Um den Leuten genug Werkzeuge in die Hand zu geben, sich selbst gute Logos zu entwickeln und dabei auf gewisse Dinge zu achten. Da gibt es noch viel Feld zu beackern und Wege gäbe es genügend. Screencasts, Workshops etc.

Ich zum Beispiel verfüge nicht über die Skills oder die Zeit so geile Cover zu erstellen, alle meine Cover haben meist wiederverwendete Elemente, die von TheInSnider stammen aus einem Logo Generator, bei Es spricht ist nur der Schriftzug selbst gemacht, der Rest kommt von so einem 8Bit Avatar Ding.
Gut Nerd Emissionen ist selbst gemacht aber auch nur der Schriftzug auf einem Foto eben.

Stimme vollumfänglich zu…
Ich glaube ja, dass gutes Podcast-Logodesign genauso funktioniert wie gutes Flaggendesign :slightly_smiling:
Und dazu habe ich eine (Englische) Videoempfehlung von TED.COM. Da hat nämlich Roman Mars von 99% Invisible einen genialen Podcast zum Thema vorgeführt…

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Ich bin ebenfalls der Meinung, dass das Design stimmig sein muss. Ich habe heute mit einem preisgekrönten Designer (für eine Aufnahme) FaceTimed. Design ist sehr umfangreich und eigentlich nimmt sich das Design eher zurück. Es will nicht auffallen, so wie gute Schriftarten. Sie fallen nicht auf, sie sind da, bestimmen aber viel vom Gesamterlebnis.

Da Design so umfangreich ist, ist das auch prinzipell nichts was der Laie mal eben in ein paar Stunden macht. Man kann sicher auf Farben und ähnliches achten, man kann einfache Dinge, wie den goldenen Schnitt oder die Fibonacci Folge, sicher noch überschauen, aber spätestens bei der Schriftart wird’s schwer. Sie ist Erkennungszeichen und drückt viel aus. Der richtige Aufschwung, die Liniendicke, mit oder ohne Serifen … viele Dinge sind zu beachten.

Wie Apple in seinen Podcast FAQ richtig anmerkt: Mache das Cover so, dass der Titel groß zu lesen ist, damit die Namen auch in kleinen Bildern angezeigt werden können. Man kann sicher auch darauf achten nicht zu detaillierte Bilder als Cover zu nutzen.

Beim Podastlogo bin ich mir nciht ganz sicher, was damit gemeint ist. Ist das Feed-Cover gemeint?

Die Episodencover sind im Zweifel aufwendig zu machen und sicher nicht für jedes Projekt nötig. Möchte man Episodencover erstellen, muss man das auch bis zum ende durchhalten und sich im Zweifel eine Stunde mehr Zeit zu jeder Episode nehmen um es anzupassen.

Ich denke, dass das Gesamtkonzept stimmen muss und ein Publishing via SoundCloud nicht die tollste Idee ist, aber die Arbeit ist viel, der Aufwand nicht zu vernachlässigen und am Ende doch kaum bis nicht wahrgenommen. Wie viele Hörer klicken denn auf die Wordpressblogs? Ich sehe Wordpress in erster Linie als Werkzeug zum Publishen, die Website ist mir nicht ganz so wichtig. Bis auf die Kontakt- und Kommentarfunktionen … Trotzallem muss man auch hier einigen Aufwand stecken um die Website nutzbar zu machen. Ich bedenke da aber in erster Linie die mobilen Nutzer, die unterwegs mit schlechtem Netz auf die Seite surfen. Da ist aufwendige Grafik im Zweifel hinderlich.

Hallo ihr,

Ich glaube, dass man die Funktion der Webseite deutlich untersätzt. Bei WS1 Betriebssystemdiskussion – Sozialstaat Deutschland habe ich laut den Podlove Analytics eine Webplayer Nutzung von 89%… Ich habe den Podcast auf Facebook und Twitter geteilt. Die meisten der Leute haben wahrscheinlich zum ersten Mal einen Podcast gesehen…

PS: Der Podcast ist noch nicht auf ITunes…

Gruß fairsein

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Habe hier mit der Geschichtenkapsel eine ähnliche Situation. Die Zugriffe auf den Feed sind deutlich niedriger als die Zugriffe per Webplayer. Aus diesem Grund (und weil sich das Format in meinen Augen sehr gut dafür eignet Menschen anzuziehen, die sonst keine Podcasts hören), habe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten besonders viel Augenmerk auf die Website gelegt.

Das Ziel sollte eine übersichtliche, klar strukturierte und halbwegs ansehnliche Website sein, die jemanden, der sie betritt nicht gleich erschlägt, zum Hören einlädt und eindeutige Angebote macht.

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Für ein gutes Logo ist sicher auch wichtig, wie es zwischen den ganzen anderen iTunes Logos wirkt. Manchmal ist es allein hübsch anzuschauen, macht in einer bunten Logogruppe aber nix her.

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Sehr spannendes Thema! Ich habe ja schon einige Logos für meine und andere Podcasts erstellt. Ich gehe dabei aber eher intuitiv vor.

Ich stimme euch zu, dass man mit Farben vorsichtig umgehen sollte. Bei einem einfachen Logo reichen oft zwei oder drei Farben aus. Farben bleiben besonders gut in der Erinnerung. Das sieht man ja auch bei den Logos großer Unternehmen.

Fotos in Logos sind schwierig. Das muss ja sowohl in Thumbnail-Größe, als auch in 4k funktionieren. Ein freigestelltes Objekt (also ein ausgeschnittenes Foto mit einfarbigem Hintergrund) funktioniert da meistens besser als z.B. eine Landschaftsaufnahme.

Schrift im Logo ist ein komplexes Thema: Farbe, Schriftart, Ausrichtung - da kann man viel herumspielen. Wenn ihr ein schönes Symbol oder Bild habt, kann man die Schrift auch manchmal ganz weglassen. Das macht euer Projekt dann interessant und das Symbol steht dann irgendwann für den Podcast.

Es gibt da sicher noch mehr zu sagen. Abschließend kann ich jedem Neuling raten, sich jemanden zu suchen, der ein Logo basteln kann. In der community gibt es zahlreiche Leute, die so etwas gut können und das gerne für euch machen, ohne etwas dafür zu verlangen.

Niemand muss ein schlechtes Logo für seinen Podcast nehmen :smiley:

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Hier finde ich wichtig: Gut lesbar! Eine schön verschnörkelte Schrift mag chic sein, wenn man schon weiss, was da stehen soll. Wenn ich durch eine Liste von Podcasts scrolle, will ich aber (auch in verkleinerter Form) lesen können, was da steht bzw. wie der Podcast heisst. Also: Lesbare Schrift, gross & nicht Hellgrau auf Weiss.
Passend dazu wäre auch ein toller Name wünschenswert, aber damit öffne ich wieder eine andere Kiste…

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Um hier nochmal etwas leben reinzubringen:
Wie sehen eure Logos / Coverbilder aus? Und warum sehen sie so aus, welche Gedanken waren grundlegend?

Die meisten Logos entstehen bei mir aus einer Mischung aus Zufall und Spielerei. In der Regel gibt es ja schon einen Namen für das Projekt. Daraus ergibt sich oft schon das Motiv für das Logo. Farben, Schriftarten und die Anordnung der Elemente ändere ich so lange, bis das Ergebnis harmonisch wirkt.
Wenn ich etwas für andere Podcaster gestalte, frage ich sie nach ihren Wünschen und den Dingen, die sie gerne im Logo sehen würden. Oft braucht es auch erst einmal einen groben Entwurf, der als Basis für weitere Ideen dienen kann.
Einfacher ist da, wenn es schon ein bestehendes Design gibt. Bei den Hoaxilla Nebenprojekten gab es schon das Logo, so dass ich einzelne Elemente für weitere Logos verwenden konnte.













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Die Ideen waren:

  • Flach
  • gut lesbar
  • an den 8- & 16Bit Style angelehnt
  • die Landschaft erinnert entfernt an eine aus einem Game
  • das FM aus dem “Label” (so nennt man das wohl heute) GameTalk FM ist im Logo “versteckt”

Ich Nachhinein hätte ich’s wohl noch simpler gestaltet.

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Ich habe mehrere Logos im Angebot…

Der Anerzählt Podcast beschäftigt sich ja mit Zahlen. Daher die Zahlen, die wie Wellen von dem Mikrofon-Logo ausgehen. Außerdem wollte ich, dass das Logo auch gut aussieht wenn es klein wird. Dann werden aus den Zahlen halt optisch Linien :wink: Außerdem fällt die Kombination aus Rot, Weiß und Schwarz gut auf…

Für Das Ferngespräch wollte ich ausdrücken, dass es irgendwie mit Reisen zu tun hat, aber eben auch durch das Mikrofon darauf hinweisen, dass wir es mit Radio/Podcasting zu tun haben. Die dezente Farbgebung zusammen mit der Tatsache, dass es sich um ein Foto handelt hebt sich angenehm in einer größeren Liste Podcastlogos heraus.

Die Grafik für Podcorn.de stammt von Christian. Eigentlich ist das ja ein Kuratierungsprojekt, aber der Vollständigkeit halber gibt es eben auch einen Feed mit allen empfohlenen Episoden. Da das Logo aber oft eben nicht in einem Podcatcher sondern an anderen Stellen auftaucht, ist hier der Name des Projektes mit eingebunden. Dank der Größe und Farbe ist das noch lesbar, auch wenn das Logo kleiner wird.

Ein Projekt, dass eigentlich nie so richtig Fahrt aufnahm war der Familynerd… Ein Logo habe ich dafür trotzdem entworfen. Ziel war wieder Auffälligkeit in Gegenwart anderer Logos aber eben auch einfache grafische Strukturen um eben auch bei kleinen Formaten noch gut erkennbar zu bleiben.

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Das FM ist mir erst nach dem lesen aufgefallen :smiley:

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Beim erstellen des Covers, war mir wichtig ein Simples wiedererkennbares Logo zu haben, welches ebenso wie die Schrift auf Anhieb erkennbar zusammen gehören. Zudem musste es auch als kleines Logo gut aussehen und getrennt von einander funktionieren. (Außerdem mag ich Katzen und die Farbe lila :smile: )

Optionen für Merch (Shirts, Tassen) war natürlich auch ein Fokus.Kann ja nie verkehrt sein :slight_smile:

Für Episoden war es mir wichtig, kleine Spielereien einzubauen um für Abwechslung zu sorgen, aber weiterhin erkennbar zu bleiben. Hier eine kleine Auswahl:

Da ich mehrere Formate habe die sich Thematisch spezialisieren, habe ich versucht bekannte Elemente beizubehalten, aber dennoch ein neues Cover zu erstellen, welches auf den Hauptcast verweisen.

Bekannte elemente wie Katze und schrift kommen vor. Der Rahmen soll die Abgeschlossenheit des Themas symbolisieren.

Hier habe ich die bekannten Elemente verwendet. Die Katze im Hintergrund und die bekannte Font. Da es sich hierbei um ein Interview Format handelt mit Fokus auf eine Person, habe ich ebenso für jede Folge einen anderen Avatar für das Cover benutzt.

Das erste Format ohne Katze, dafür mit bekannten Schriftzug. Für ein Format in dem es hauptsächlich um Filme gehen soll.

Ich erhoffe mir damit ein rundes Bild zu schaffen und dennoch recht flexibel zu sein mit Episoden covern zu spielen.
Für das Blog gibt es dazu dann die passenden Cover, in dem das Coverbild jeweils angepasst ist:

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Nur ein kurzer Einwurf:
Geht es hier nicht um das Design allgemein, warum beschränken sich die meisten hier allein auf’s Cover? Sicher, es ist zentral, aber müssen da nicht ganz andere Entscheidungen zu erst getroffen werden? Es kommt mir gerade wie eine Blog-Cover-Parade im Kommentar eines platzieren Modeblogs vor, die sich hier in meinen Mailaccount schmuggelt.

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